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Musikantiquariat Dr. Ulrich Drüner
Ameisenbergstraße 65
D-70188 STUTTGART
Tel.: +49-(0)711-486165 - Fax: +49-(0)711-4800408
Mitglied im Verband Deutscher Antiquare e. V.
USt-IdNr. DE147436166
E-mail: antiquariat@musik-druener.de
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72 weitere Lieblingsstücke
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Handschriften |
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Gedruckte Musikalien, |
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teils mit autographen Anmerkungen |
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Faksmilie-Ausgaben |
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Musikbücher |
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Gedruckte Musikalien
teils mit autographen Anmerkungen |
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Bestell-Nr.
A09/440
Preis € 180,--
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BACH, Johann Sebastian (1685–1750). Sammelband mit sechs Einzelausgabe von Werken mit konzertierendem Klavier: 1.) für 2 Klaviere c-moll BWV 1060; 2.) für 3 Klaviere C-Dur BWV 1063; 3.) für 4 Klaviere „nach Vivaldi“ a-moll BWV 1065; 4.) für 2 Flöten mit konzertierendem Klavier F-Dur BWV 1057; 5.) für Klavier, Flöte und Violine a-moll BWV 1044; 6.) für Klavier, Flöte und Violine D-Dur „5. Brandenburgisches Konzert“ BWV 1050. Leipzig, Peters, Pl.-Nrn. 3126, 3292, 4519, 3434, 3731, 3445 [um 1850 bis 1866, hier in Abzügen nach 1872]. 35, 47, 31, 45, 53, 44 S. Partituren, davon die 2., 4 und die letzte in Stich, sonst bereits in Umdruck der Originalplatten, folio. Repräsentativer HLdrbd. mit Goldprägung auf dem Rücken, leicht berieben und bestoßen, Bindung und Notenteil sonst bestens.
Es handelt sich um sechs Hefte der legendären Veröffentlichung von Instrumentalwerken Bachs, die unter der Beteiligung verschiedener berühmter Musikforscher des 19. Jahrhunderts (hier S. W. Dehn, F. K. Griepenkerl und F. A. Roitzsch) mit hohem wissenschaftlichem Anspruch und meist als Erstausgaben bei Peters seit den späten 1840er Jahren erfolgte; sie bilden zugleich die Grundlage für die Gesamtausgabe der Bach-Gesellschaft. Alle Titelseiten unserer Exemplare enthalten bereits den Hinweis auf die 1863 gegründete Edition Peters (hier die Nrr. 257, 259, 260, 248, 255 und 265). Jedes Mal ist ein kurzes, aber informatives Vorwort enthalten.
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Bestell-Nr.
A09/441
Preis € 165,--
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BACH, Johann Sebastian (1685–1750). Weihnachts-Oratorium, Theil I und II, mit ausgeführtem Accompagnement bearbeitet von Robert Franz. Text deutsch und englisch. Leipzig, Leuckart, Pl.-Nr. 3561 [1883]. 143 S. Partitur mit unterlegtem Clavierauszuge in Stich, folio. Gewebeband mit aufgezogenem Orig.-Umschlag, außen mit Lagerungsspuren, an den Kanten leicht bestoßen. Buchblock sonst sehr gut erhalten.
Eine der bemerkenswerten Bach-Ausgaben, die bis lange nach 1900 hohes Ansehen genoss, jedoch nicht unumstritten war. Robert Franz (1815–1892) ist heute vorrangig als einer der wichtigen Liederkomponisten des 19. Jahrhunderts bekannt. Er setzte sich aber auch nachdrücklich für die Wiederaufführung barocker Werke ein und veröffentlichte zahlreich ‚praktische’ Ausgaben, in denen er nicht nur mehrfach Orchesterretuschen vornahm, sondern auch die seinerzeit nur wenig geläufigen Besonderheiten (hier v. a. den Generalbass) überarbeitete und in einer ausnotierten und leicht spielbaren Form vorlegte. Franz Liszt unterstützte die Arbeit von Robert Franz nachdrücklich und betonte, „dass unter den Lebenden noch der gefunden werden soll, der mit gleicher Selbstverleugnung, mit gleicher künstlerischer Potenz und gleicher Pietät sich der mühevollen und doch so nothwendigen Arbeit unterzöge. Diese Meisterbearbeitungen können dem Privatstudium, wie den öffentlichen Concertaufführungen nicht genug empfohlen werden.“ Dagegen attackierten die Vertreter der damals einsetzenden historisch-kritischen Musikwissenschaft (darunter besonders Fr. Chysander und Ph. Spitta) Franz wegen seiner am romantischen Geschmack orientierten Eingriffe äußerst heftig. – Hier liegt eines der populärsten Werke Bachs in einer solchen, von der Ästhetik des 19. Jahrhunderts mitgeprägten und deshalb aufführungsgeschichtlich hoch interessanten Ausgaben vor. Wie man auch immer zu dieser Praxis stehen mag, so legte Franz seinen Anteil an den Noten offen und fügte an den betr. Stellen ein „F.“ ein, sodass jegliche Zutat erkennbar blieb. Hier fallen bereits auf der ersten Partiturseite die hinzugefügten beiden Klarinetten, Fagotte und Hörner auf.
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Bestell-Nr.
A09/442
Preis € 220,--
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BEETHOVEN, Ludwig van (1770–1827). Grand Trio pour le Piano=Forte avec un Clarinette ou Violon, et Violoncelle, composé et dedié a son Excellence Madame La Comtesse de Thunn, née Comtesse d’Uhlefeld [...] Oeuvre XI. Wien, Mollo, Pl.-Nr. 1064 [um 1808–1810]. Stimmen in Stich, querfolio: Klar. fehlt, Vc. (4 S.), Klav. (15 S.). Bis auch ganz schwache Flecken gut erhaltenes Exemplar (wohl etwas späterer Abzug).
Kinsky/Halm, S. 26. – Titelauflage, hergestellt von den Platten der Erstausgabe, die mit der Pl.-Nr. 106 erstmals 1798 im gleichen Verlag (damals aber noch Mollo et Comp.) erschienenen war. – Die Widmungsträgerin gehörte zu den Förderern Beethovens und war auch mit Gluck, Haydn und Mozart befreundet. – Beim letzten der drei Sätze handelt es sich um Variationen über ein seinerzeit beliebtes Terzett aus Joseph Weigls komischer Oper L’amor marinaro, die 1797 in Wien uraufgeführt worden war. Das Thema wurde noch bis ins 19. Jahrhundert mehrfach für Variationssätze verwendet (u. a. von Eybler, Gelinek, Paganini oder Wölfl).
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Bestell-Nr.
A09/443
Preis € 145,--
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BENELLI, Antonio (1771–1830). 4 Notturni a 4 Voci (italienisch und deutsch) composti e dedicati Al suo Amico Enrico Loth. Leipzig, Breitkopf & Härtel, Verl.-Nr. 2225 [1815]. 14 S. Partitur in Typendruck, querfolio. Handschriftliche Stimmen (jew. Tenor und Bass) zu den Nrn. 1 und 2 beiliegend (insgesamt 4 Bll.). Bestens erhaltenes, in blauem zeitgenöss. Papierumschlag eingebundenes Exemplar aus ehemaligem Besitz der „Maatsch. v. Toonkunst. Afdeeling Haarlem“ (Stempel auf der Titelseite).
Der aus Forli stammende Tenor debütierte als Sänger 1790 in Neapel und gelangte über London (1798–1800) nach Dresden, wo er zwischen 1801 und 1823 lebte und auftrat. Danach unterrichtete er in Berlin, musste die Stadt aber nach einem Streit mit Spontini verlassen und kehrte 1829 wieder nach Dresden zurück. „Sein Ruhm als Sänger, Gesanglehrer und Componist folgt ihm für alle Zeiten, kann durch Nichts vertilgt werden“ (Schilling, 1840). – Bei den vorliegenden Notturni handelt es sich um Vokalquartette (SSTB) mit weltlichen Texten, die an die Interpreten höchste technische Anforderungen stellen (der erste Sopran reicht bis zum h²!); im Gegensatz zur romantischen Vokalmusik, die meist für mehr oder weniger versierte Liebhaber konzipiert ist, sind hier in jedem Fall professionelle Sänger erforderlich. Die beiden Diskantstimmen sind musikalisch besonders eng auf einander abgestimmt (vielfach Terz- oder Sextparallelen), während Tenor und Bass ein eher locker verknüpftes Gegenpaar bilden. Ohne wirklich homophon zu sein, enthält der Satz weniger imitatorische Elemente.
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Bestell-Nr.
A09/444
Preis € 175,--
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HAEUSSLER, Ernst (1761–1837). VI. Gedichte von J. G. von Salis [für eine Singstimme mit Klavierbegleitung]. Zürich, Auf Kosten des Verfassers, 1796. 11 S. in Typendruck, querquarto.
RISM H 1664 (3 Expl.; in A-Wgm und CH-Bchristen und -Zz). – Der aus Böblingen stammende Häussler war (wie sein berühmterer Zeitgenosse Friedrich Schiller) Zögling der Herzoglichen Karlsschule in Stuttgart, die er 1781 verließ. Nach längeren Konzertreisen als Cellist trat er mehrjährige Engagements in Donaueschingen beim Fürsten zu Fürstenberg und in Zürich an (dort aber als Sänger und Gesangslehrer). Ab 1797 erhielt er eine Stellung in Stuttgart als Hofsänger, lebte aber seit 1800 als Lehrer und Musikdirektor in Augsburg. – Die vorliegende Veröffentlichung stammt aus Häusslers letztem Züricher Jahr und enthält Vertonungen des seinerzeit beliebten Dichters Johann Gaudenz von Salis-Seewis. Die Stücke decken die ganze Vielfalt dessen ab, was man damals unter „Lied“ verstand: Das schlichte Strophenlied (darunter die nur als Klaviersatz mit übergelegtem Text wiedergegebenen Nrn. 1 und 2) und das durchkomponierte Lied, wie die Nr. 4, Der Herbstabend; bei letzterem deutet bereits die erste Vortragsanweisung (Mehr Deklamation als Gesang) die stilistische Verwandtschaft mit der Oper an, und dementsprechend sind neben ariosen Abschnitten noch zwei Rezitative eingefügt.
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Mit langer Widmung
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Bestell-Nr.
A09/445
Preis € 450,--
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HINDEMITH, Paul (1895–1963). Herodiade de Stéphane Mallarmé. Recitation orchestrale. Mainz, Schott, Edition Schott 4115, 1955. 2 Bll. (Titel, Hinweise zum Stück und zur Aufführung), 22 S. Klavierauszug in Lichtpause, groß-querfolio. Die ungewöhnlich breiten Ränder enthalten handschriftlich die Anweisungen für die Aufführung als Tanzstück, auf die auf dem Umschlag hingewiesen wird; sie dürften vom Komponisten stammen und wurden offensichtlich von Verlagsseite entsprechend dessen Anweisungen eingetragen. Auf dem Umschlagtitel hat Hindemith eigenhändig folgendes verwerkt – wohl für den Adressaten des vorliegenden Exemplars: „mit Produktionen, Laterna magica, Film, Pauspapier, Vexierbildern usw. usw. usw. (wie könnte es ohne Heiner Hills Mitwirkung sein?). Aufmunternd und einstweilen mit herzlichem Dank, Paul Hindemith, Jan. 62. “ Exemplar unbedeutend gebräunt, sonst keine Gebrauchsspuren. Aus Vorbesitz von Heiner Hill.
Es handelt sich hier um eine ungewöhnliche Publikation, die offensichtlich nur in kleiner Stückzahl für die Konzertpraxis hergestellt worden ist und kaum im Handel auftauchen dürfte. Den besonderen Reiz gewinnt das Heft indes durch den erstaunlich langen autographen Eintrag, der gleichzeitig die Bildmittel dokumentiert, die Hindemith verwendet wissen will. Er komponierte das Stück 1944 für die Tänzerin Martha Graham, die bei der Uraufführung (Washington, 30. Oktober 1944) als Hauptdarstellerin mitwirkte (hier unter dem Titel Mirror before Me). Zur Grundkonzeption von Herodiade heißt es im gedruckten Vorwort, dass „Worte, poetische Idee, lyrischer Ausdruck und Musik in ein einheitliches Ganzes zusammenschmelzen“ sollen; dabei sei aber auf den Gesang verzichtet worden, weil „die allbeherrschende Singstimme [...] den Zuschauer von seiner an die Bühnenvorgänge gebundenen Aufmerksamkeit nur ablenken“ würde – es handle sich schließlich um ein „Tanzwerk“. Deshalb habe er alle Melodielinien, die man normaler Weise singt, auf die Orchesterinstrumente übertragen (zur Orientierung enthalten die Noten einige Verse als Stichworte). „Der Text ist ein Zwiegespräch, das durch die Musik in seiner Wirkung betont und vertieft werden soll.“ Auf dem verbleibenden Rand ist nun das vollständige französische Gedicht in kleine Abschnitte geteilt wiedergegeben, hinzukommen die in die Vervielfältigung einbezogenen handschriftlichen szenischen Anweisungen.
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Bestell-Nr.
A09/446
Preis € 400,--
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HOFFMEISTER, Franz Anton (1754–1812). Six Duos [D, F, B, G, A, C] pour deux Violons [...] Oeuvre 30. Offenbach, André, Pl.-Nr. 347 [1790]. Stimmen in Stich, folio: Vl.1 (16 S.), Vl.2 (16 S.). Hervorragend erhalten (offensichtlich ungespielt).
Matthäus, S. 202; RISM H 6074 (hier irrtümlich für die Nr. 6 mit c-moll angegeben). Ungewöhnlich selten: RISM nennt nur 2 Exemplare weltweit (in CH-Bu und D-WRh). – Es handelt sich um zwei- bis dreisätzige Duos, bei denen die 1. Violine den musikalischen Satz dominiert, während die zweite Stimme nur gelegentlich aus ihrer Begleitfunktion hervortritt. Die Stücke waren seinerzeit offenbar sehr populär, denn sie sind nicht nur mehrfach nachgedruckt worden (darunter bei Hummel in Berlin und Sieber in Paris), sondern wurden bei André um 1811 auch noch in einer 2. Auflage (RISM H 6075) aufgelegt.
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Bestell-Nr.
A09/447
Preis € 245,--
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KROMMER, Franz (1759–1831). Trois Duos [Es, C, F] pour deux Violons [...] Oeuvre 2me. Offenbach, André, Pl.-Nr. 631 [1793]. Stimmen in Stich, folio: Vl.1 (13 S.), Vl.2 (11 S.). Sehr gut erhalten (wenige Einzeichnungen, so gut wie keine aufführungsbedingten Spuren).
RISM K u. KK 2753 (5 Expl.: CS, GB, J, NL, S). – Rund zehn Jahre später kamen diese Duos bei André in zweiter Auflage heraus.
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Ein Korrekturexemplar mit Widmung und Signatur
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Bestell-Nr.
A09/448
Preis € 475,--
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LEHÁR, Franz (–1949). Das Land des Lächelns. Operette in drei Akten nach Viktor Léon von L. Herzer und F. Löhner. Wien, Karczag, Pl.-Nr. 1571, © 1929. 102 S. Klavierauszug in Stich, folio. Es handelt sich um ein Vorabexemplar ohne den für den Verkauf vorgesehenen Umschlag (stattdessen mit braunem Papier broschiert, an den Rändern und am Rücken etwas schadhaft), dafür aber wurden zur Herstellung die originalen Stichplatten benützt; teilweise sind auch Papierstreifen mit einzelnen Akkoladen oder mit Text eingeklebt. Vermutlich diente dieser Druckstadium noch zur Korrektur (Druckerschwärze überzieht in einem ganz schwachen Schatten die einzelnen Seiten), zumal Takte gestrichen sind. Auf der Titelseite befindet sich die autographe Widmung: Herrn Dr. Erich Urban das erste Exemplar in herzlicher Freundschaft und Wertschätzung. Berlin, 1. Oktober 1929 [schwungvolle Unterschrift] Lehar.
Neben der lustigen Witwe und dem Grafen von Luxemburg dürfte Das Land des Lächelns Lehárs populärste Operette sein, die sich bis heute in den Spielplänen gehalten hat. Dabei stellt das Werk lediglich die Umarbeitung eines sechs Jahre älteren Stück dar (Die gelbe Jacke), das damals allerdings durchgefallen war. Auch hier handelt es sich um eine Operette mit einem für die Gattung lange Zeit als untypisch empfundenem, tragischen Ausgang, wofür sich der Begriff ‚Verzichtsoperette’ eingebürgert hat. – Der vorliegende Klavierauszug ist ein Arbeitsexemplar, in dem noch Änderungen für den Druck vorgenommen werden konnten; solche Beispiele aus dem Entstehungsprozess einer Ausgabe sind nur selten erhalten, da sie nach ihrer Verwendung meistens weggeworfen wurden; sie gehören zu den Raritäten des Antiquariatshandels. – Adressat war der Musikreferent bei der Berliner Zeitung E. Urban (geb. 1875).
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Bestell-Nr.
A09/449
Preis € 220,--
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MEYERBEER, Giacomo (1791–1864). Collection des Mélodies de G. Meyerbeer [Nr. 2, 6, 7, 9, 10, 27]. Paris, Schlesinger, Pl.-Nr. 2962, 2963, 2964, 2965, 2971 u. 3173 [1849]. 7, 5, 3, 5, 3, 5 S. in Stich (Titel in Lithographie), folio. Zusammengebundene Einzelausgaben der Reihe, in der insgesamt 40 Mélodies erschienen sind. Bis auf geringe Alterungsspuren sehr gut erhalten.
Durch einen einheitlichen grünen Zierrahmen als Reihe kenntlich gemacht, doch darin jedes Mal eine szenische Illustration (von den bekannten Graphiker A. Devéria), die sich auf den Text des jeweiligen Stücks bezieht. Die Musikalien entsprechen damit der seinerzeit üblichen Ausgabeform, die durch die qualitativ hochwertigen, teilweise von namhaften Künstlern gestalteten Titelseiten schon optisch ein Genuss sind. Einige der vertonten Gedichte stammen von deutschen Dichtern (darunter H. Heine und vom Bruder des Komponisten, Michael Beer); in diesem Fall sind die Texte zweisprachig (französisch-deutsch) wiedergegeben. Zum Teil handelt es sich um Strophenlieder; alle Stücke haben eine ausgesprochen melodische Faktur, wobei die Klavierbegleitung jeweils in charakteristischer und meist monothematischer Weise hinzutritt.
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Bestell-Nr.
A09/450
Preis € 165,--
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MEYERBEER, Giacomo (1791–1864). Musik zur Tragödie Struensee von Michael Beer. Berlin, Schlesinger, Pl.-Nr. 3306 [1847]. 1 Bl. (Titel), 60 S. Vollstaendiger Clavierauszug arrangirt von Th.[eodor] Kullak und C.[arl] Klage in Stich, querfolio. Unbedeutend fleckig, am oberen Rand stark verblasster Wasserfleck. Insgesamt schönes Exemplar.
Vorliegende Ausgabe wurde in Hofmeisters Monatsberichten im Juni 1847 angezeigt. Das Schauspiel Struensee stammte aus dem Nachlass des Bruders von G. Meyerbeer, der 1833 verstorben war. Die Bühnenhandlung bezieht sich auf die Ereignisse in Zusammenhang mit der Kopenhagener Palastrevolution von 1772. Die Uraufführung fand am 19. September 1846 in Berlin statt, und das Stück war einschließlich der Schauspielmusik sehr erfolgreich. Die Ouvertüre hielt sich noch längere Zeit in den Konzertprogrammen, doch bald war es zu antisemitischen Reaktionen gekommen, nicht zuletzt, weil Heinrich Laubes gleichnamiges Drama nicht gespielt wurde. – Die vorliegende Schauspielmusik besteht aus 14 Nummern, darunter die Ouvertüre und die Zwischenakte sowie ein Trauermarsch. Drei Melodramen, ein Chorsatz sowie untermalende Musik kommen hinzu. Die Nr. 4, Fanfaren (hinter den Coulissen) zur Scene 11 Act II, wird nur als Titel genannt; vermutlich hatte Meyerbeer die kurzen Signale nicht extra komponiert, und es sind dafür bereits existierende Motive verwendet oder die wenigen Töne sogar improvisiert worden.
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Bestell-Nr.
A09/451
Preis € 280,--
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MOZART, Wolfgang Amadeus (1756–1791). Suite d’Airs connus variés pour le Clavecin ou Piano-Forte [...] N° 9. La Bergere Silimene. Offenbach, André, Pl.-Nr. 539 [1792]. Stimmen in Stich, folio: Klav. (7 S.), Vl. (2 S.). Bestens erhalten.
KV 359 (374a); Matthäus, S. 238; RISM M u. MM 6563 (6 Expl., davon 3 in D – Bhm, Mbs u. OF; beim Expl. in GB-Lbm fehlt die Vl.). – Diese Variationen wurden vermutlich im Juni 1781 in Wien komponiert. Auch wenn sie im Titel nicht erwähnt wird, gehört die Violinstimme original zu dem Werk dazu. Das Textincipit wird auf dem Titel nicht ganz korrekt wiedergegeben, während der Name in den Noten richtig geschrieben wird (nämlich Célimene).
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Bestell-Nr.
A09/452
Preis € 300,--
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MOZART, Wolfgang Amadeus (1756–1791) – unterschoben (wirklicher Verfasser unbekannt). Suite d’Airs connus variés pour le Clavecin ou Piano-Forte [...] N° 7. Une fievre brulante. Offenbach, André, Pl.-Nr. 536 [1792]. 7 S. in Stich, folio. Sehr gut erhalten.
KV Anh. 285 (C 26.02); RISM M 7123; Haberkamp, S. 405. – Das Thema ist der seinerzeit recht populären Oper Coeur de Lion von A. E. M. Grétry entnommen worden. Das Klavierwerk gehört zu den vielen unterschobenen Kompositionen, die kurz nach Mozarts Tod mit dessen verkaufsförderndem Namen erschienen. Die Variationen waren kurz zuvor, doch im gleichen Jahr, bei Rellstab in Berlin als Nr. 7 von Mozarts Collection complette de ses Variations angezeigt worden. Bisher ließ sich allerdings noch kein Exemplar nachweisen, so dass dem André-Druck derzeit die Qualität einer Erstausgabe zukommt. – Mozarts Witwe Konstanze betonte am 25. Mai 1799 und nochmals am 25. Juni des gleichen Jahres gegenüber Breitkopf & Härtel, dass diese Variationen nicht von ihrem Mann stammten. Sie fehlen im Übrigen auch in dessen selbst geführtem Werkverzeichnis.
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Bestell-Nr.
A09/453-458
Preis der Sammlung: € 700,--
(Einzelpreise auf Anfrage)
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SCHOSTAKOWITSCH, Dimitri (1906–1975). Sieben Bände der russischen Werkausgabe (darunter ein Doppelband), zumeist in den sehr seltenen Großquart-Partituren; Haupttitel in kyrillischer Schrift mit englischer Übersetzung (wie nachfolgend). |
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Bestell-Nr.
A09/453 |
[op. 15] The Nose. Opera in Three Acts, Ten Scenes. Libretto by Ye. Zamyatin, G. Ionin, A. Preis and D. Shostakovich. Moskau, Muzyka, Verl.-Nr. 10714, 1981 (zugleich Bd. 19 der Gesamtausgabe). 9 Bll. (Titel, Porträtphoto, russ.-engl. Vorwort), 287 S. Klavierauszug vom Komponisten, folio. OLnbd. mit Goldprägung; bestens erhalten.
Zweite Ausgabe. Der Klavierauszug war bereits 1929 erschienen. Für die vorliegende Ausgabe wurde ein Exemplar herangezogen, in dem der Komponist 1974 zahlreiche Eintragungen vorgenommen hatte (darunter Änderungen in der Dynamik, bei den Tempoangaben und stellenweise im Notensatz). Auf die Abweichungen vom Erstdruck wird in den Anmerkungen am Schluss hingewiesen. – Das Textbuch beruht im wesentlichen auf der gleichnamigen Novelle von N. W. Gogol, und Schostakowitsch komponierte die Oper zwischen Herbst 1927 und Sommer 1928, also in einer experimentierfreudigen Phase der sowjetische Kultur. Dies schlägt sich nicht zuletzt in derben Klangeffekten (wie der Imitation von Rülpsen und anderen animalischen Lauten) nieder. Unbekümmert mischte der Komponist alle möglichen Stilarten: Neben folkloristischen Passagen kommen atonale Abschnitte vor, Polka oder Walzer werden mit kontrapunktischen Finessen konfrontiert, expressive Ausbrüche stehen neben neoklassizistischen Spielereien. Dem ganzen Werk haftet eine atemlose Atmosphäre an: „Davonlaufen, Hinterherhetzen, Getriebenwerden und Selbsttreiben geben den Grundgestus der Musik.“ (Piper) Der konzertanten Uraufführung (Leningrad, 16. Juni 1929) folgte ebenda am 18. Januar 1930 die Bühnenpremiere. Es schlossen sich in diesem Jahr 15 Vorstellungen an, bevor konservative und moralisch verklemmte Parteiideologen für die Ächtung des Werkes sorgten. 44 Jahre lang blieb Die Nase aus dem sowjetischen Spielplan verbannt, wurde im Westen dafür aber schon 1963 in Düsseldorf wieder entdeckt.
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Bestell-Nr.
A09/454 |
[op. 29/114] Katerina Izmailova. Opera in 4 Acts, 9 Scenes (Revised Edition). Libretto by A. Preiss and D. Shostakovich, based in N. Leskov’s Story „Lady Macbeth if the Mtsensk District“. Moskau, Muzyka, Verl.-Nr. 2162 u. 2162a, 1965. Dirigierpartitur mit russischem und englischem Text in 2 Bd.; 451 u. 259 S., folio. OHLnbd. mit farbigem OUmschl. aus Papier (dominierende Titelfigur vor Dorfkulisse in expressionistischer Manier). Sehr gut erhalten.
Seltene erste Partiturausgabe der zweiten Fassung des Werkes. Hier liegt eine der bedeutendsten Opern des 20. Jahrhunderts. Schostakowitsch komponierte sein musikdramatisches Hauptwerk mit dem ursprünglichen Titel Lady Macbeth von Mzensk zwischen 1930 und 1932. Am 22. Januar 1934 fand in Leningrad die Uraufführung statt, zwei Tage später die Moskauer Premiere; in beiden Städten schlossen sich im Verlauf von zwei Jahren fast hundert Folgevorstellungen an, worauf sich auch das Ausland zunehmend für das Werk zu interessieren begann (u. a. 1935 in Cleveland, New York, Philadelphia und Stockholm, 1936 in Prag, Laibach, Kopenhagen, Zürich), und schnell entwickelte sich das Werk zur erfolgreichsten sowjetischen Oper. Bei einer Aufführung am 26. Dezember 1935 in Moskau war Stalin anwesend, der das Theater aber (angeblich wegen einer diplomatischen Verpflichtung) in einer Pause verließ; ob ihm außerdem das Stück missfiel, ist zwar nie ganz geklärt worden, doch nahm man diesen Vorfall zum Anlass, propagandistisch gegen die Oper zu intrigieren, wobei dem legendären Hetzartikel Chaos statt Musik vom 28. Januar 1936 in der Prawda ein Aufführungsverbot folgte. Schostakowitsch revidierte das Werk drei Jahre nach Stalins Tod (1953); allerdings ist unklar, ob dies allein der Parteikritik oder eigener geänderter Ästhetik geschuldet war. Erst sieben Jahre später folgte die Erstaufführung der Neufassung mit geändertem Titel und anderer Opuszahl – diese ‚entschärfte’ Version, die lange Zeit fast ausschließlich gespielt wurde, liegt hier vor.
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Bestell-Nr.
A09/455 |
[op. 96, 115, 130 u. 131 sowie ein Werk o. op.] Festive Overture, Novorossiisk Chimes, Overture on Russian and Kirghiz Folk Themes, Funeral and Triumphal Prelude, October. Moskau, Muzyka, Verl.-Nr. 11687, 1984 (zugl. Bd. 11 der Gesamtausgabe). 7 Bll. (Titel, Porträtphoto, Faksimile, russ.-engl. Vorwort), 215 S. Partitur, folio. OLnbd. mit Goldprägung. Sehr gut erhalten.
Schostakowitschs Schaffen bewegte sich zwischen Aufbegehren gegen die herrschende Staatsdoktrin, die dem kulturellen Leben der Sowjetunion enge Grenzen setzte, und regimekonformen Verhaltensmustern, die sich in propagandistisch verwertbaren Beiträgen immer wieder zeigten. Dies ermöglichte ihm, nicht emigrieren zu müssen und doch seinen künstlerischen Ansprüchen weitestgehend treu zu bleiben. Während er mit den Opern Die Nase oder Lady Macbeth von Mzensk große Irritationen bei den Machthabern hervorrief und selbst in größte Schwierigkeiten geriet, steuerte er einige ideologisch verwertbare, repräsentative Orchesterkompositionen (etwa für Parteiveranstaltungen) bei, von denen einige in diesem Band versammelt sind: Die Fest-Ouvertüre op. 96 ist zum 70. Jahrestag der Oktoberrevolution, die Novorossiisk Chimes (o. op.) zur Einweihung eines Kriegerdenkmals, das Präludium op. 130 zum Gedenken der Helden der Schlacht um Stalingrad und die Sinfonische Dichtung Oktober op. 131 zum 50. Jahrestag und zur Feier der Revolution von 1917. Bei allem neo-barockem Prunk des ‚Sozialistischen Realismus’ repräsentieren diese Werke gleichzeitig stets die persönliche Handschrift des Komponisten, dessen typischer Stil an allen Ecken und Enden stets unverkennbar in Erscheinung tritt.
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Bestell-Nr.
A09/456 |
[op. 105] Cheryomushko, Moscow. Musical Comedy in Three Acts, Five Scenes. Libretto by V. Mass and M. Chervinsky. Moskau, Muzyka, Verl.-Nr. 11933, 1986 (zugl. Bd. 24 der Gesamtausgabe). 9 Bll. (Titel, Porträtphoto, Faksimile, russ.-engl. Vorwort), 494 S. Partitur, folio. OLnbd. m. Goldprägung. Bestens erhalten.
Erstausgabe. – Die Komödie, in der die sowjetischen Wohnungsprobleme so thematisiert wurden, dass sich der Staat gerade noch nicht angegriffen fühlen musste, ist 1957/58 komponiert und am 24. Januar 1959 im Moskauer Operettentheater uraufgeführt worden (Angabe des Datums nach Information des Vorworts; MGG/2 nennt den 20. Januar). Danach spielte man das Werk im Ostblock vielfach nach (darunter in einer DDR-Version unter dem Titel Alle helfen Lidotschka, wozu der dort populäre ‚Kuba’ [d. i. Kurt Walter Barthel] das Textbuch verfasste). 1962 wurde sogar ein Film mit einer vom Komponisten eigens dafür neu gestalteten Musik (op. 105a) gedreht. Die vorliegende Partitur beruht auf dem Autograph und enthält noch ‚Sergei’s Lied’, das in die endgültige Fassung der Oper nicht übernommen worden war.
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Bestell-Nr.
A09/457 |
[op. 113 „Babi Yar“] Thirteenth Symphony for Bass solo, Bass Chorus and Symphony Orchestra. Words by Ye. Yevtushenko. Moskau, Sovetskij Kompozitor, Verl.-Nr. 2253, 1971. 227 S. Partitur (Texte ausschließlich in russisch), folio. Originaler Gewebeband (beige mit rotem Aufdruck). Nahezu ungealtert.
Erstausgabe der zweiten Fassung. – Die 13. Sinfonie, die ihren Beinamen nach dem ebenso titulierten ersten Satz erhalten hat, ist 1962 komponiert worden und gehört durch die hier vertonten sowjetkritischen Gedichte zu den Werken Schostakowitschs, die lange Zeit totgeschwiegen wurden. Es handelt sich um fünf Orchesterlieder für Bass, zu dem gelegentlich noch ein Basschor zugezogen wird (auch hierzu ist in der Partitur ausschließlich der russische Text wiedergegeben). Die Uraufführung am 18. Dezember 1962 in Moskau unter der Leitung von Kyril Kondraschin war außerordentlich erfolgreich, doch die parteipolitisch geprägte Presse lehnte die Sinfonie heftig ab. „Dichter und Komponist wurden Textänderungen nahe gelegt und von oben widerwillig akzeptiert. Seither gibt es von der Sinfonie zwei Versionen: die ursprüngliche mit Stoßrichtung gegen russischen Antisemitismus und eine entschärfte Version“ (MGG/2). Letztere ist mit längerer Verzögerung 1971 erschienen. Ebenso wie die gleichfalls hier angebotene Partitur der Katerina Izmailowa stellt auch die vorliegende Veröffentlichung ein Zeugnis für die sowjetische Zensur dar.
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Bestell-Nr.
A09/458 |
[o. op. – 6 kleinere Orchesterwerke] Scherzo in F-sharp minor, Theme with Variations, Scherzo in E-flat Major, Five Fragments for Orchestra, Suite for Jazz Orchestra, Tahiti Trot. Moskau, Muzyka, Verl.-Nr. 11678, 1984 (zugl. Bd. 10 der Gesamtausgabe). 7 Bll. (Titel, Porträtphoto, Faksimile, russ.-engl. Vorwort), 185 S., folio. OLnbd. mit Goldprägung. Sehr gut erhalten.
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Bestell-Nr.
A09/459
Preis € 180,--
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SCHUMANN, Robert (1810–1856). Scenen aus Göthe’s Faust für Solostimmen, Chor u. Orchester. Leipzig, Peters, Verl.-Nr. 4362 [1862]. III S. (Titel, Inhaltsverzeichnis), 260 S. Klavierauszug in Lithographie, folio. Dunkelgrüner HLdrbd. m. Goldprägung auf dem Rücken (leicht berieben), allgemein Alterungsspuren (Rand etwas rissig; Spiegel und Vorsatzblätter stockfleckig). Druckbild etwas blass. Ovalstempel des holländischen Musikalienhändlers Roothaan (Amsterdam), auf S. II u. III mehrere Aufführungsvermerke zwischen 1874 und 1899.
Hofmann, S. 332ff. McCorkle, S. 630. – Titelauflage des 1858 bei Friedlaender (Berlin) posthum erstmals erschienen Werkes, das 1862 in den Peters-Verlag überging (nicht 1865, wie bei Hofmann). Titelseite wie Erstausgabe, jedoch ohne Preisangabe und mit geändertem Impressum.
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Bestell-Nr.
A09/460
Preis € 190,--
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STOLZE, Heinrich Wilhelm (1801–1868). Der Tempel des Herrn. Kantate nach Worten der heil. Schrift zusammengestellt [...] und dem Kurfürstlich-Hessischen Hof-Kapellmeister Herrn Ritter Dr. Louis Spohr hochachtungsvoll zugeeignet [...] Op. 14. N° 2 der Kirchenstücke. N° 7 der Gesangstücke. Leipzig, Breitkopf & Härtel, Verl.-Nr. 5341 [1832]. 31 S. Klavierauszug in Lithographie, querfolio. Orangefarbiger Pappbd. d. Z. mit schmaler Bordüre auf den Buchdeckeln (Goldprägung). Etwas bestoßen, unbedeutende Stellen des Buntpapierüberzugs schadhaft (am Rücken). Notenteil bestens mit kräftigem Druckbild.
Der aus Erfurt stammende Stolze hatte noch als Kind beim letzten Schüler J. S. Bachs, J. Chr. Kittel, Klavier- und Orgelunterricht. Nach kurzen musikalischen Tätigkeiten in seiner Heimatstadt und im Harz trat er 1824 seine Lebensstelle als Stadt- und Schlossorganist in Celle an (darauf wird auch auf der Titelseite hingewiesen). Hinzu kamen jene Aufgaben, die damals unzählige andere Musiker in vergleichbaren Positionen ausfüllten: Unterricht an den Schulen, Gründung und Leitung eines Gesangvereins, Kompositionen vorwiegend für aktuelle Anlässe und für den örtlichen Gebrauch, daneben auch Veröffentlichungen von Liedern und Chören sowie einige ambitioniertere Werken. Hinzu kamen noch „handwerkliche“ Arbeiten für Verlage, wie das Anfertigen von Klavierauszügen (für Spohrs op. 64 und 66, zwei Potpourris für Violine und Orchester, stellte er solche Bearbeitungen her, die 1827 bei Peters erschienen sind). – Zunächst für den eigenen Gebrauch in Celle dürfte auch die vorliegende Kantate geschrieben worden sein, die sich ohne weiteres für versierte Laien eignet. Die Chorsätze sind stark homophon geprägt, doch fehlt selbstverständlich auch nicht die „Krönung“ solcher Kunst, eine Fuge, die aber trotz vieler Melismen keine unüberbrückbaren Schwierigkeiten bereitet. Neben dem vierstimmigen gemischten Chor, dem die vokale Hauptlast zufällt, ist noch ein Vokalquartett zu besetzen. Es handelt sich um ein sehr schönes Beispiel protestantischer Kirchenmusik um 1830, eines Repertoires, das weitgehend in Vergessenheit geraten ist.
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Bestell-Nr.
A09/461
Preis € 165,--
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OPERN-ARIEN. Sammelband in grünem HLdr., querfolio, um 1840, Rücken mit Goldprägung. Schwach bestoßen und berieben. Das Exemplar dürfte französischer Provenienz sein (Inhaltsverzeichnis auf dem vorderen fliegenden Bl. und Titel der Notenhandschrift in Französisch, zwei Pariser Drucke)
Inhalt:
– CAPECELATRO, Vincenzo (vermutlich 1. Hälfte 19. Jahrhundert). Imitation d’une chanson Sicilienne [für eine Singstimme mit Klavierbegleitung]. Paroles d’Alixandre [!] Dumas. 3 S. Notenmanuskript (Titel und 2 S. Notenteil), vermutlich um 1840 angefertigt. Doppelbl. (handrastriertes Notenpapier, 12 Systeme, datiertes Wasserzeichen: 1836), querfolio. Akkurate Niederschrift ohne Korrekturen. Unbedeutend gebräunt, sonst hervorragend erhalten.
– PERSIANI, Giuseppe (1799–1869). Ines di Castro. Melodramma tragico di S. Cammarano [...] Romanza „Cari giorni ...“. Cantata dalla Sig.a Malibran. Neapel, Girard, Pl.-Nr. 2700 [ca. 1835]. 1 Bl. (Titel), 6 S. Klavierauszug in Stich, querfolio. Bestens erhalten (zeitgenöss. Besitzvermerk auf der Titelseite).
Die Oper ist 1835 in Neapel (Teatro San Carlo) uraufgeführt worden.
– STRAUSS (Vater), Johann (1804–1849). L’Iris „Iris Walzer“ Valses. Composées pour le Piano [...] Op. 75. Paris, Schlesinger, Pl.-Nr. 1873 [1835]. 1 Bl. (Titel), 8 S. in Stich, querfolio. Schwach fleckig, geringe Wendespuren. Insgesamt sehr gutes Exemplar.
Die Originalausgabe ist 1834 bei Haslinger in Wien erschienen.
– STRAUSS (Vater), Johann (1804–1849). La Belle Gabrielle, Gabrielen Walzer. Valses composées pour le Piano [...] Œuvre 68. Paris, Schlesinger, Pl.-Nr. 1755 [1834/35]. 1 Bl. (Titel), 9 S. in Stich, querfolio. Schwach fleckig. Blattausriss bei einem Bl. (S. 3/4 – Notentext berührt mit geringem Textverlust, jedoch problemlos rekonstruierbar). Sonst gut erhalten.
Die Originalausgabe ist 1834 bei Haslinger in Wien erschienen.
– MERCADANTE, Saverio (1795–1870). Il Giuramento. Melodramma tragico di Rossi [...] Cavatina nell’Introduzione, „La Dea di tutti i cor“. Trasportata per Contralto o Basso. Neapel, Girard, Pl.-Nr. 4136 [wahrscheinlich 1837]. 1 Bl. (Titel), 4 S. Klavierauszug in Stich, querfolio. Bestens erhalten.
Der Vokalpart wurde für die verschiedenen Stimmlagen in zwei Systemen wiedergegeben. – Die Oper ist 1837 in Mailand uraufgeführt worden.
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