Verband deutscher Antiquare e.V.

Musikantiquariat Dr. Ulrich Drüner
Ameisenbergstraße 65
D-70188 STUTTGART

Tel.: +49-(0)711-486165 - Fax: +49-(0)711-4800408

Mitglied im Verband Deutscher Antiquare e. V.
USt-IdNr. DE147436166

International League of Antiquarian Booksellers

Hauptseite Abkürzungen Bestellung

Katalog 59


Teil 4:
Orchesterwerke des 19. Jh.
Teil 5:
Orchesterwerke des 20. Jh.
Teil 6:
Konzerte in Klavier-
auszügen
Teil 7:
Klavier-
fassungen
sin-
fonischer Musik


Teil 7: Orchesterwerke in Arrangements für Klavier solo 

oder zu vier Händen sowie andere kammermusikalische Besetzungen

 

ANONYMUS, wahrscheinlich: SCHUSTER, Ignaz (1770–1835). Ouverture aus: Der Baum der Diana. 4 Bll. hs. Klavierauszug, querfolio. 2 Doppelbll. Handrastriertes Notenpapier (6 Systeme). Reinschrift, vermutlich eines Dilettanten, ca. 1820. Äußeres der beiden Doppelbll. am Falz etwas schadhaft, sonst sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 415 / 59    Preis: € 75,00
 
Die »Travestie-Oper« Der Baum der Diana ist am 19. Dezember 1812 im Leopoldstädter Theater (Wien) uraufgeführt worden.


ARNE, Thomas Augustin (1710–1778).
Overture in Artaxerxes. London, Longman & Co. [ca. 1768]. 4 S. Klavierauszug in Stich, folio. Falz unbedeutend brüchig; insgesamt sehr gut erhalten.                                                                  
Bestell-Nr. 416 / 59    Preis: € 100,00
 
RISM A 1643 (nur in F-Pc und US-NH). – Die angegebene Verlagsadresse war zwischen ca. 1767 und 1769 gültig. – Arnes Oper Artaxerxes ist am 2. Februar 1762 in London uraufgeführt worden.


BACH, Johann Christian.
Bach’s, 4.th Concerto. Op. 13. First Publish’d 23.d Jan.y 1777. Republish’d Single 1.st Feb.y 1792. NB. the Acc.t to this may be had Single Pr: 1.s 6.d [= No. 26 Vol.3 ausBland’s Collection of Sonatas, Lessons, Overtures.... for the Harpsichord or Piano Forte, without Accomp.ts... London, J. Bland (1792)]. Titel + 10 S. in Stich (paginiert 252-261), folio, + 1 S. Katalog. RISM B 291 (nur 2 Ex., beide in der späteren Ausgabe von Bland & Weller). 2. Exemplar: letztes Bl. in Faksimile auf altem Papier.
Bestell-Nr. 417 / 59    Preis: € 180,00
 
Frühe Einzelausgabe der Soloklavierfassung dieses Klavierkonzertes, das, der Anzahl der frühen Nachdrucke zufolge, eines der beliebtesten der Frühklassik sein muss.               


BEETHOVEN, Ludwig van (1770–1827) / REINECKE, Carl (1824–1910). 
[Sinfonien Nr. 5, 6 und 7 aus dem Sammelwerk:] Sämmtliche Sinfonieen nebst dem Septett von L. van Beethoven für Pianoforte zu 4 Händen bearbeitet von C. Reinecke. Elberfeld, Arnold, Pl.-Nr. A.618, 619 und 561 [Anfang 1860er Jahre]. 53, 59 und 59 S. in Stich, folio. Aufgebundene drei Einzelausgaben in einem braun marmoriertem HLnbd. Unbedeutend bestoßen. Notenteil ausgezeichnet (einige Bll. gelockert).                
Bestell-Nr. 418 / 59    Preis: € 75,00
 
Die Pl.-Nr. 544 kann auf Februar 1860 datiert werden. – Alle Lieferungen mit der schönen, zweifarbig lithographierten Titelseite: Feld mit dem Sammlungstitel, von einem prächtigen Rahmen eingefasst, in den neben reichlich Zierwerk in zehn Kartuschen die Einzeltitel mit Preis eingefügt sind.


EDELMANN, Johann Friedrich (1749–1794).
Edelman’s Grand Overture [D-Dur]. In: Bland’s Collection of Sonatas, Lessons, Overtures, Capricios, Divertimentos & c., Nr. 12 Vol. 1st. S. 112–121 Klavierauszug in Stich, folio. London, Bland [1790 oder etwas später]. Fadengeheftet. Bestens erhalten.

– Nachfolgend: PLEYEL, Ignace (1757–1831). Second Rondo [D-Dur] Dedicated to the King of Prussia (Benton 312, 2. und 3. Satz).
Bestell-Nr. 419 / 59    Preis: € 160,00
 
Auf der letzten Seite: Umfangreicher Verlagskatalog. Anhand des Verzeichnisses von vorstehender Katalog-Nr. ist feststellbar, dass diese Nummer zum Jahrgang 1790 gehört.


DITTERS VON DITTERSDORF
, Carl (1739–1799).
The Favorite Sinfonie [C-Dur] that was Perform’d  at M.r Kammell’s Subscription Concert with universal Applause. Disposed for the Piano Forte or Harpsichord […] Price 1s. 6d. London, Skillern [ca. 1785]. 6 S. Klavierauszug in Stich querfolio. Äußeres Doppelbl. am Falz ohne Folgeschäden gerissen. Unbedeutende Randschäden; insgesamt gut erhalten.
Bestell-Nr. 421 / 59    Preis: € 240,00
 
RISM D 3266 (nur 5 Exemplare, alle in GB oder US). Breitkopf-Katalog, Suppl. VI (1771), S. 2 (Sp. 410)


FOURESTIER, Louis (1892–1976). Polynice. Poème Symphonique. Réduction pour Piano à quatre mains. Paris, Heugel, Verl.-Nr. H. 29,678, © 1927. 2 Bll. (Titel, programmatische Erläuterungen), 64 S. vierhändige Klavierfassung (in Partituranordnung), folio. OBrosch. Außen unbedeutende Lagerungsspuren, sonst sehr gut (unaufgeschnittenes Exemplar).
Bestell-Nr. 422 / 59    Preis: € 25,00
 
Fourestier hatte u.a. bei d’Indy und Dukas studiert und seine erste große Anerkennung als Komponist mit dem Prix de Rome 1925 für eine Kantate erreicht. Hauptberuflich war er jedoch als Dirigent tätig (hier auch von 1945–1963 als Professor am Pariser Konservatorium). – Die Sinfonische Dichtung besteht aus drei Sätzen (Prolog – Die Schlacht vor Theben – Die Bestattung Polyneikes’). Verschiedene Passagen aus dem vorangestellten sehr ausführlichen Programm sind auch im Notentext enthalten; die beiden Klavierpartien sind ungewöhnlicherweise nicht auf den gegenüber liegenden Seiten, sondern in Partiturform wiedergegeben. Das Werk erhielt den Prix Heugel 1927 und ist Madame J. Berl (?) und Paul Dukas gewidmet.


GRÉTRY, André-Erneste-Modeste (1741–1813).
Ouverture de L’Ami de la Maison. Arrangés [sic] pour le Clavecin ou le Forté Piano avec accõpagn.t d’un Violon ad Libitum Par M.r Benaut […] Ecrit par Ribière. Paris, Chez l’Auteur [um 1775]. 4 S. Violinstimme in Stich, folio. Außenseiten des Doppelblatts unbedeutende Lagerungsspuren.
Bestell-Nr. 423 / 59    Preis: € 100,00
 
RISM G 3926 (einziges Expl. in F-Pc; dort wird als vollst. Stimmensatz genannt: Klavier, Vl., Vc.). – Die genannte Oper ist 1771 in Fontainebleau aufgeführt worden und stammt von Grétry. – Der weitgehend unbekannte Bearbeiter (auch Eitner weiß kaum etwas zu berichten) bezeichnet sich auf der Titelseite als Maître de Clavecin (von seinen Kompositionen s. RISM B 1800ff.); außerdem erfahren wir hier über die Herstellung der Noten: Gravé par Madame son Epouse (vermutlich mit der bei Eitner genannten Pianistin und Komponistin identisch; vgl. auch im »Dictionnaire des éditeurs de musique français«, wo nur hinsichtlich der Datierung etwas nähere Angaben vorhanden sind). – Die Titelseite ist links unten vom Bearbeiter hs. signiert.


GUGLIELMI, Pietro (1728–1804).
Il Desertore. Overture [D-Dur]. London: Harrison [1797]. 6 S. Klavierauszug in Stich, folio. Bl. 1: hinterlegter Querriss; Bl. 2: kleines Loch (ohne Textverlust); insgesamt leicht gebräunt
Bestell-Nr. 424 / 59    Preis: € 80,00
 
RISM G 4987 (nur zwei Expl. weltweit, eines in D-Mbs); BUC S. 409. – Zur Identifizierung der Ausgabe (im vorliegenden Expl. sind keinerlei Verlagsangaben oder eine Titelseite vorhanden): in der Bogennorm ist auf S. „2 Book 2d“ bzw. auf S. 5 „End of Book 2d“ angegeben (außerdem am unteren Seitenrand die parallele Paginierung 22 bis 25); das Sammelwerk The four favourite Italian overtures, die als Piano-Forte Magazine, vol. II bei Harrison (London) erschienen sind, steht dieses Stück an letzter Stelle (BSB-Musik nennt 25 S. Gesamtumfang!). – Die im Titel genannte Oper ist 1770 in London uraufgeführt worden.


GYROWETZ, Adalbert (1763–1850).
Ouverture del Opera Selico. [Augsburg, Gombart], Pl.-Nr. 436 [1805]. 7 S. Klavierauszug in Stich, querfolio (zwei ineinanderliegenden Doppelbögen). Gut erhalten.
Bestell-Nr. 425 / 59    Preis: € 80,00
 
Rheinfurth, S. 231 (Nr. 276). RISM GG 5247ii (3 Exemplare: D-F, -WERI, -HAmi). – Das zweiaktige Singspiel Selico von Gyrowetz ist 1804 in Wien uraufgeführt worden. Die Gombart-Ausgabe ist ohne Titelseite erschienen, und der Preis (36x) rechts unten auf S. 1 eingetragen worden (vgl. Rheinfurth).


HAYDN, Joseph (1732–1809).
Sinfonie [F-Dur] arrangée pour le Clavecin ou Piano Forte, avec accompagnement de deux Violons et Basse, par Mr. C. Fodor. [hs. 5] Prix 1.30x. Offenbach, André, Pl.-Nr. 140 [1786]. Stimmen in Stich, folio, Klav. (11 S.), Vl.1 (4 S.), Vl.2 (4 S.), Basso (3 S.). Sehr gut erhaltenes Exemplar (Stimmen soweit möglich fadengeheftet, am Bund mit Papierstreifen verstärkt).
Bestell-Nr. 426 / 59       Preis: € 450,00
 
Hob. I:79. RISM deest? Hoboken Nr. 141. Matthäus S. 149. – Wie bei einigen anderen zeitgenössischen Bearbeitungsausgaben fehlt auch hier der originale 3. Satz (Menuetto). – In den Lexika lassen sich für gewöhnlich nur die Brüder Anton und Joseph Fodor nachweisen; Eitner nennt als einer der wenigen Lexikographen noch den dritten Bruder der aus Venloo, Holland, stammenden Geschwister, Charles Fodor (um 1754–1799), und weist hier auch ausdrücklich auf dessen Bearbeitungen von Sinfonien Haydns und Pleyels (hier auch von Streichquartetten) hin (ebenfalls bei Fétis). – Die Druckplatte der Titelseite mit dem hübschen Rahmen war zuvor für den Druck eines gleichartigen Arrangements der Sinfonie Hob. I: 63 verwendet worden; sie weist deshalb deren Pl.-Nr. 94 auf.


HAYDN, Joseph (1732–1809).
The Celebrated Overture, […] Performed at Mess.rs Bach & Abel’s Concerts. Adapted for the Piano Forte or Harpsichord. Price 2 sh. London, Longman & Broderip [1782]. 8 S. Klavierauszug in Stich, folio. Titelseite etwas gebräunt; Notenteil sehr gut.
Bestell-Nr. 427 / 59    Preis: € 145,00
 
Hob. I:53, Fassung E‘‘. RISM H 4260 (nur zwei Expl. weltweit, keines in D). – Es handelt sich um eine von insgesamt fünf unterschiedlichen Varianten, in denen diese Sinfonie (Beiname: »L’Impériale«) überliefert ist (vgl. Hoboken I, S. 67). Hier steht an der Stelle des originalen Kopfsatzes die Ouvertüre Hob. Ia:7bis (seinerseits eine Verballhornung von Hob. Ia:7), und außerdem besteht sie nur aus drei Sätzen (Finale fehlt).


HAYDN, Joseph (1732–1809).
A favorite Overture [C-Dur] for the Harpsichord [...] Sinfonia IV. London, Cooper [ca. 1790]. 9 S. Klavierauszug in Stich, folio. Erste Seite gering gebräunt, sonst sehr gutes Expl.
Bestell-Nr. 428 / 59    Preis: € 160,00
 
Hob. I: 69. RISM H 4283 (einziges Expl. in GB); BUC S. 461. – Die Sinfonie ist mit dem Beinamen »Loudon« bekannt.


HAYDN, Joseph (1732–1809) – [unterschoben].
The Celebrated Overture […] Performed at Mess.rs Bach & Abel’s Concerts. Adapted for the Piano Forte or Harpsichord. London, Longman & Broderip [ca. 1785]. 1 Bl. (Titel), S. 25-30 Klavierauszug in Stich, folio. Druckerschwärze schwach durchscheinend.
Bestell-Nr. 429 / 59    Preis: € 145,00
 
Hob. I:B2. RISM H 4348 (nur zwei Expl. weltweit, keines in D); BUC, S. 472. – Die beiden ersten Sätze stammen von Michael Haydn, das Finale stellt hingegen eine Übertragung des vierten Satzes von Sinfonie Hob. I:59 dar (original: A-Dur, 2/2, jetzt: B-Dur, 2/4); im Unterschied zur Stimmenausgabe enthält die Klaviertranskription anstelle des dortigen 2. Satzes (Andantino) ein Menuett, dessen Herkunft bisher jedoch noch nicht geklärt werden konnte.


JOMELLI, N. (et al.).
Demofoonte. Adapted by I. S. Schroeter. Overture. Englischer Druck mit der Pl.-Nr. 92 (Vermutlich London, Dale [ca. 1780]). 5 S. Klavierauszug in Stich, folio. Falz teilweise gerissen (ohne Folgeschäden)
Bestell-Nr. 430 / 59    Preis: € 120,00
 
BUC, S. 264. Klavierfassung der Ouverture zu einem Pasticcio, das 1755 in London aufgeführt wurde und das Teile aus Jomellis Vertonung einschließt.


KALLIWODA, Johann Wenzel (1801–1866).
Seconde  Ouverture [F-Dur] pour le Pianoforte á [sic] quatre mains [...] Op. 44. […] Pr. 16 Gr. Leipzig, Peters, Pl.-Nr. 2422 [1834]. 15 S. vierhändige Klavierfassung in Stich, querfolio. Geringe Alterungsspuren; zwei Blätter (S. 7–10) wurden durch eine seitenidentische Abschrift ersetzt (zeitgenössisch, keine Kopistenschrift); dennoch ist das gedruckte Material fast frei von Benützungsspuren.
Bestell-Nr. 431 / 59    Preis: € 90,00
 
Werkverz. (Strauß-Németh), S. 64f. – Die vorliegende Bearbeitung des Orchesterwerkes ist zeitgleich mit der Stimmenausgabe (Peters, Pl.-Nr. 2421) erschienen; auf der dortigen Titelseite befindet sich noch die Widmung: … dédiée aux membres d’Orchestre à Leipzig. Diese spielten am 15. Oktober 1832 die Uraufführung des zu dieser Zeit noch ungedruckten Stücks. – Unser Exemplar trägt den zeitgenössischen Besitzvermerk „Mühlenfeld“; einem Carl Mühlenfeldt (Pianist aus Braunschweig) hat Kalliwoda sein op. 71 (Introduction, Variationen und Rondo, 1837) gewidmet. Ob es sich dabei um die gleiche Person handelt ist unklar, aber bei den damaligen Ungenauigkeiten bei Schreibweisen durchaus möglich.


KRUMPHOLTZ, Johann Baptist (um 1745–1790). The Favorite Harp Concerto [F-Dur, Nr. 6 Op. 9], perform’d by Mad.me Krumpholtz with Universal Applause. Adapted for the Harpsichord or Piano-Forte, & play’d by Mr Clementi at the Theatre Royal Covent Garden. Price 4s. Harpsichord part only 2/6. London, Bland [ca. 1790]. 11 S. Klavierausgabe in Stich, folio. Fadengeheftet, ausgezeichnet erhalten.
Bestell-Nr. 432 / 59    Preis: € 100,00
 
RISM K 2869 (vier Exemplare, keines in D); BUC, S. 581. – Krumpholtz war einer der bedeutendsten Harfenvirtuosen seiner Zeit und u.a. für den Fürsten Esterhazy zwischen 1773 bis 1776 tätig; später lebte er in Leipzig und Paris, wo er sich aus Gram über die Untreue seines Weibes 1790 in die Seine stürzte. Jene übertraf ihn noch als Harfenvirtuosin, flüchtete aber mit ihrem Liebhaber nach London und liess sich dort fest nieder (Eitner); hier hat sie offenbar im Todesjahr ihres verlassenen Mannes mit dessen Konzert großen Erfolg (eine weitere Übertragung für Cembalo hat z.B. S. Storace angefertigt; vgl. BUC, S. 581). – In den Notentext sind die Orchester- und Solo-Abschnitte eingearbeitet, was durch tutti und solo kenntlich gemacht worden ist (außerdem sind noch einige Instrumentationsangaben vorhanden).


MONSIGNY, Pierre-Alexandre (1729–1817).
Ouverture Detachèe [sic] de la Belle Arséne [sic]. Accomodé pour le Clavecin par J. Robbers, Organist & Carilonneur à Rotterdame. Prix 12sols. Amsterdam: Markordt [Ende 18. Jahrhundert]. – 1 Bl. (Titel), 5 S. Cembalo-Stimme in Stich, folio. Sehr schön erhaltene Blattausgabe mit ausgesprochen deutlichem Druckbild.
Bestell-Nr. 433 / 59    Preis: € 160,00
 
Fehlt in RISM. – Die dreiaktige comédie-féerie La belle Arsène ist 1775 in Paris bzw. Fontainebleau uraufgeführt und sogleich europaweit nachgespielt worden. Die erste holländische Aufführung ist für 1788 belegbar, und wahrscheinlich stammt aus dieser Zeit die vorliegende Ausgabe; weitere bei RISM nachgewiesene Drucke sowohl der ganzen als auch von Teilen der Oper (darunter auch Veröffentlichungen holländischer Verlage) belegen deren große Popularität. – Die Druckplatte des Titels besitzt ein sehr kleines Format (9,5×13cm).


MOZART, Wolfgang Amadeus (1756–1791).
Ouverture [hs. du Mariage de Figaro] arrangée Pour Le Clavecin ou Piano Forte par [hs. Hausmann]. Paris: Le Duc [1793?]. 1 Bl. (Titel), S. 25-32 Klavierauszug in Stich, folio.
Bestell-Nr. 434 / 59    Preis: € 180,00
 
KV 492. RISM B II S. 206f. – Veröffentlicht in der Reihe Journal de clavecin par les meilleurs maîtres, die mit einer gleichbleibenden Titelseite erschienen sind (vgl. RISM B II, S. 207); für die tatsächlich enthaltenen Werke der betr. Lieferung wurden an dafür frei gehaltenen Stellen Titel und Bearbeiter handschriftlich eingetragen. Da das Periodikum seit 1782 erschien und in der vorliegenden Ausgabe 12me Annee angegeben ist, müsste der Druck 1793 hergestellt worden sein; die angegebene Adresse galt jedoch erst zwischen 1797 und 1799!


MOZART, Wolfgang Amadeus (1756–1791).
Ouverture [hs. de la Flute Enchantée] Arrangée pour le Clavecin ou Piano Forte par [hs. M: Carbonel]. Paris: Le Duc [1795?]. 1 Bl. (Titel), S. 41–48 Klavierauszug in Stich, folio. Titelseite etwas blass, Notenteil ordentlich.
Bestell-Nr. 435 / 59    Preis: € 180,00
 
KV 620. RISM B II S. 206f. – Jahrgangsbezeichnung: 14e Année. (erschien seit 1782). Im Unterschied zur Besetzung des Reihentitels lautet zu Beginn des Notenteils der entsprechende Hinweis: … pour le Piano avec Accomp.t de Violon. Die Violine scheint jedoch nicht obligat gewesen zu sein, wie man dies in Ausgaben des 18. Jh. häufig antrifft; die Klavierstimme reicht zur sinnvollen Wiedergabe der Musik aus. – Die Ouvertüre umfasst nur die S. 41–46; auf S. 47/48 schließt sich eine bisher nicht näher identifizerte Air de Danse de Corisandre (ebenfalls „arrangé par N. Carbonel“) an. – Bei dem Bearbeiter dürfte es sich um Joseph-François-Narcisse Carbonel (1773–1855) handeln, der zunächst eine große Sängerkarriere gemacht hatte.


PICCINNI, Nicolò (1728–1800).
Overture to La Schiava […] Price 6d. ½. Dublin, Rhames [ca. 1770]. 5 S. Klavierauszug in Stich, folio. Außenseiten vacat (keine Titelseite). Am Falz mit Papierstreifen zusammengehalten. Notenteil sehr gut. 2 Exemplare.
Bestell-Nr. 436 / 59    Preis: € 80,00
 
RISM P 2191 (einziges Expl. in Dublin). – Die Oper wurde unter dem Titel Gli Stravaganti in Rom 1764 uraufgeführt; nach einer Pasticcio-Bearbeitung (1766) erklang das Werk in der Originalfassung, nun aber mit dem Titel La Schiava, erstmals 1767 in London. – Bei der Ouvertüre handelt es sich um eine dreisätzige Opernsymphonie.
PICCINNI, Nicolò (1728–1800). La Schiava. Overture. Kein Impressum [vermutlich englische Publikation, um 1768]. 5 S. Klavierauszug in Stich, folio. Gut erhalten.ermutlich RISM P 2192. Vermutlich BUC, S. 928. – Die Außenseiten sind unbedruckt; zusätzliche Paginierung des Notenteils: S. 14-17 (gehört also vermutlich zu einer Musikalienreihe). – Die Oper wurde unter dem Titel Gli Stravaganti in Rom 1764 uraufgeführt; nach einer Pasticcio-Bearbeitung (1766) erklang das Werk in der Originalfassung, nun aber mit dem Titel La Schiava, erstmals 1767 in London. – Bei der Ouvertüre handelt es sich um eine dreisätzige Opernsymphonie.

PLEYEL, Ignace (1757–1831). Pleyel’s celebrated Concertante [Es-Dur] as performed with the greatest applause at the Pantheon and Hanover Square Concerts, adapted for the Harpsichord or Piano-Forte with an Accompaniment for a Violin. Pr. 2s. 6d. London, Dale, [ca. 1795]. 1 Bl. (Titel), 9 S. Klavierauszug in Stich, folio. Fadengebunden. Gut erhalten, klares Druckbild
Bestell-Nr. 437 / 59    Preis: € 120,00
 
RISM P 4495 (fünf Exemplare, davon nur das in D-Mbs mit Violinstimme, die für gewöhnlich nur die entsprechenden Passagen des Klaviers zu verdoppeln hat und deshalb für eine Aufführung nicht unbedingt notwendig ist); BUC, S. 792. Benton Nr. 111 (1237); hier sind nicht weniger als 76 Ausgaben (teilweise auch von einzelnen Sätzen) dieses offenbar unglaublich populären und 1789 als op. 20 bei André (Offenbach) erstmals veröffentlichten Werks nachgewiesen. – Der zweite Satz enthält neben dem Thema nur zwei Variationen (folgende Ausgabe mit fünf Variationen). Der letzte Satz (Rondo – Allegro) besteht aus dem Thema und vier Variationen. – Äußerst interessante Verlagsinformation von Joseph Dale at his Music-Warehouses, in denen man nicht nur alle denkbaren Musikinstrumente (auch Military Instruments), Noten, Musikbücher und sonstige Musikmobiliar erhalten (Music Desks & Seats, for Public or Private Concerts), sondern auch noch Reparaturen ausführen lassen konnte.


PLEYEL, Ignace (1757–1831).
Pleyel’s Second Concertante [B-Dur] as performed with the utmost applause, at the Principal Concerts, for the Harpsichord or Piano-Forte with Accompagnements for a Violin & Violoncello. Price 2s. 6. London, Preston [um 1795]. 1 Bl. (Titel), 9 S. Klavierauszug in Stich, folio. Ungeheftet; bei der äußeren Lage ist der Falz gerissen, jedoch sehr schöner Druck.
Bestell-Nr. 438 / 59    Preis: € 120,00
 
RISM und BUC deest. Benton Nr. 112 (1294.2); hier wurde als Erscheinungszeitraum 1791-98 angegeben. – Benton weist jedoch ca. zwanzig Ausgaben dieses Werks nach (darunter viele Bearbeitungen). Die Originalausgabe mit Vl, Va. Und Orchester ist demnach 1791 als op. 35 bei André in Offenbach erschienen. – Für gewöhnlich haben die beiden Streichinstrumente nur die entsprechenden Passagen des Klaviers zu verdoppeln hat; sie sind deshalb für eine Aufführung nicht unbedingt notwendig.


PLEYEL, Ignace (1757–1831).
Pleyel’s celebrated Concertante [Es-Dur]. London, Birchall [1800]. S. 142–152 Klavierauszug in Stich, folio. Gut erhaltene Blattausgabe.
Bestell-Nr. 439 / 59    Preis: € 120,00
 
Hier in der späteren Titelauflage mit der originalen Titelseite, auf der nur das Impressum geändert worden ist: RISM B II, S. 114. Originalausgabe aus der Reihe Bland’s Collection (Continued by Rt. Birchall) of Sonatas, Lessons, Overtures [sic], Capricios [sic], Divertimentos &c&c. for the Harpsichord or Piano-Forte without Accomp.ts by the most Esteem’d Composers (hier: Nr. 15, Nr. 2): RISM P 4488 (weltweit nur zwei Exemplare nachgewiesen, nicht in Deutschland), auch: RISM B II, S. 114. Benton Nr. 111 (1230).– Zu Beginn des Notenteils befindet sich noch folgender Hinweis: NB. This is the Intire Concertante, &a Violin Acc.t may be had singly. – Informatives Verlagsverzeichnis auf der Titelseite mit insgesamt 48 Nachweisen (jeweils mit Notenincipit) auf der letzten Seite (Indeto Bland’s Harpsichord Collection without Accomp.ts), darunter mehrere Sonaten von J. Haydn und Scarlatti, aber auch Stücke von Ditters von Dittersdorf oder Vanhal. – Unser Exemplar weist ein zeitgenössisches gedrucktes Etikett von Rhames (Dublin) auf.


ROSETTI, Antonio (ca. 1750–1792).
A favorite Overture for the Harpsichord […] Sinfonia II (Murray A16). In: Bland’s Collection (Continued by F. Linley) of Sonatas, Lessons, Overtures, Capricios, Divertimentos &c.&c., Nr. 10. S. 92–101 Klavierauszug in Stich, folio. London, Linley [nach 1793]. Fadengeheftet. Bestens erhalten.
Bestell-Nr. 440 / 59    Preis: € 260,00
 
RISM B II, S. 114. – Neuausgabe mit dem Hinweis im Impressum auf den Originalverleger: Printed & Sold by F. Linley (successor to M.r Bland). – Rosettis Sinfonia in D-Dur entstand um 1781 und wurde in Paris in den Concerts des Tuileries aufgeführt, von wo sie sich auch nach England verbreitete. Drucke mit Werken von Antonio Rosetti sind äußerst selten! – Auf der letzten Seite befindet sich ein Verlagsverzeichnis der Reihe, das datiert und aufgrund der dort beigefügten Notenincipits besonders informativ ist. Die vorliegende Nr. gehört zu den Lieferungen von 1790; das Verzeichnis gibt noch die Jahrgänge 1791–1793 wieder.
Vorangehend: PLEYEL, Ignace (1757–1831). 1st Rondo [C-Dur] Dedicated to the King of Prussia (Benton 346, 3. Satz)


RUSH, George (lebte ca. 1760–1780 in London).
The Favorite Overture to the Royal Shepherd; Adapted for Two Performers on one Harpsichord or Piano Forte; By J. Relfe. London, Preston [ca. 1765]. 11 S. 4-händiger Klavierauszug in Stich, folio. Sehr schönes fadengeheftetes Exemplar.
Bestell-Nr. 441 / 59    Preis: € 100,00
 
Nicht in RISM oder BUC. – Die Oper wurde 1764 in London uraufgeführt; aus dieser Zeit dürften auch die vorliegenden Noten stammen. – Es handelt sich um eine dreisätzige Opernsinfonie (an zweiter Stelle jedoch ein Minuetto).


SCHUMANN, Robert (1810–1856).
Symphonie für grosses Orchester [B-Dur] Sr. Majestät dem Könige von Sachsen Friedrich August in tiefster Ehrfurcht zugeeignet [...] Op. 38. Pr. 2 Thlr. 10 Ngr. Leipzig, Breitkopf & Härtel, Pl.-Nr. 6683 [1842]. 55 S. Klavierauszug zu vier Händen in Stich, folio. Fadengeheftet. Äußere Lage mit Titelseite am linken und rechtem Rand mit Papierstreifen repariert; Falz schadhaft; sehr klares Druckbild.
Bestell-Nr. 442 / 59    Preis: € 180,00
 
Hofmann S. 89. McCorkle, S. 161. – Originalausgabe des Klavierauszugs der sog. Frühlingssymphonie. – Nachdem 1841 die Orchesterstimmen erschienen waren, folgte als zweite Ausgabe bereits im nächsten Jahr der vierhändige Klavierauszug, der von Schumann selbst hergestellt worden war; erst 1853 folgte die Partiturausgabe, ein zweihändiger Klavierauszug erschien 1862.


SCHUMANN, Robert (1810–1856).
[Die vier Sinfonien jeweils als Arrangement für Klavier zu vier Händen in vier zusammengebundenen Einzelausgaben.] Dunkelvioletter HLdr., folio; Goldprägung auf dem Rücken. Leicht berieben und bestoßen; am Bund etwas geklockert. Noten sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 443 / 59    Preis: € 480,00
 
Symphonie für grosses Orchester [B-Dur] Sr. Majestät dem Könige von Sachsen Friedrich August in tiefster Ehrfurcht zugeeignet [...] Op. 38. Pr. 2 Thlr. 10 Ngr. Leipzig, Breitkopf & Härtel, Pl.-Nr. 6683 [1842; hier etwas späterer Abzug]. 55 S. in Stich (Titelseite aber in Lithographie).
Gleiche Preisauszeichnung wie Originalausgabe (s. vorstehende Kat.-Nr.), aber mit lithographierter Titelseite (identisch mit gestochener Fassung) und auf der ursprünglich unbedruckten letzten Seite jetzt noch ein umfangreicher Verlagskatalog. Der Notenteil ist jedoch mit den Originalplatten hergestellt worden.
Zweite Sinfonie für grosses Orchester [C-Dur] Seiner Majestät dem Könige von Schweden und Norwegen Oscar I ehrfurchtsvoll zugeeignet [...] Op. 61. [...] 2½ Thlr. Leipzig, Whistling, Pl.-Nr. 431 [1848; hier etwas späterer Abzug]. 59 S. in Stich (Titel jedoch in Lithographie).
Hofmann S. 137. McCorkle, S. 269f. – Identisches Titelblatt mit der nahezu zeitgleich erschienenen Partitur und den Stimmen (Pl.-Nrr. 429 bzw. 430). Allerdings im Unterschied zu diesem noch mit dem nachträglich eingefügten Vermerk vom Componisten bei der Nennung der vierhändigen Klavierausgabe einschließlich der Preisauszeichnung und jetzt ohne den Herstellervermerk Stich von C. G. Röder in Leipzig auf S. 59. Es fehlt aber noch die später gleichfalls eingefügte Jahreszahl im Titel. Der Notenteil wurde aber noch mit den bereits stellenweise schadhaften Stichplatten hergestellt (s. hierzu beispielsweise die beiden letzten Takte auf S. 37).
3te Sinfonie (Es dur ) [...] Op. 97. Berlin, Simrock, Pl.-Nr. 5063 [1852; hier nach 1872]. 51 S. in Umdruck.
Hofmann S. 211. McCorkle, S. 419 (beide Verzeichnisse erwähnen diese Ausgabe nicht mehr). – Ohne blauen ornamentalen Rahmen, wie dies für die EA typisch ist; allerdings auch ohne Angabe des Bearb. (Carl Reinecke), was Hofmann als Kennzeichen der TA anführt. Die Preisauszeichnung erfolgt nun in Mark.
Symphonie No IV. D moll. Introduction, Allegro, Romanze, Scherzo u. Finale in einem Satze für grosses Orchester ... Op. 120 [...] Pr. 2 Thlr. = Mk. 6. Leipzig, Breitkopf & Härtel, Pl.-Nr. 8742 [1853, hier wohl um 1872]. 47 S. in Umdruck.
Hofmann S. 261. McCorkle, S. 511. – Vermutlich in der Übergangszeit der Währungsumstellung herausgekommenes Expl. Auf der letzten Seite befindet sich Verlagswerbung.


SPOHR, Louis (1784–1859).
Historische Symphonie im Styl und Geschmack vier verschiedener Zeitabschnitte [...] für das Piano-Forte zu vier Händen eingerichtet von Carl Czerny [...] N° 6 der Symphonien. 116tes Werk [...] Preis fl. 2.30x. C. M. Wien, Mechetti, Pl.-Nr. 3529 [1842]. 43 S. Klavierauszug in Stich, querfolio. Fadengeheftet. Außenseiten etwas gebräunt, Papier sonst sehr gut.
Bestell-Nr. 444 / 59    Preis: € 120,00
 
Göthel, S. 197ff. – Zweite und umfangreichere künstlerische Auseinandersetzung Spohrs mit den verschiedenen Musikepochen, wobei er der neuesten Entwicklung eigentlich ablehnend gegenüberstand. Bereits zwei Jahre zuvor hatte er im gleichen Verlag das Concertino für Violine op. 110 mit dem Titel Einst und Jetzt veröffentlicht, in dem er »Altes« mit »Neuem« konfrontierte. Gleichzeitig mit der Sinfoniepartitur, den Orchesterstimmen und einer gleichfalls von Czerny angefertigten zweihändigen Klavierübertragung (Pl.-Nr. 3526 bis 3528) wurde auch die vorliegende Fassung herausgegeben. Auf der Titelseite befinden sich zum Inhalt folgende Angaben: „Erster Satz: Bach-Händel’sche Periode 1720. Adagio: Haydn-Mozart’sche Periode 1780. Scherzo: Beethoven’sche Periode 1810. Finale: Allerneueste Periode 1840.“


STRAUSS, Richard (1864–1949).
[Sammelband mit fünf Sinfonischen Dichtungen in Ausgaben für Klavier zu zwei Händen]. Schöner dunkelgrün marmorierter HLnbd., folio. Bis auf einen unbedeutend kleinen Farbfleck am unteren Rand des vorderen Buchdeckels sehr schön; Noten bestens.
Don Juan, op. 20 (bearb. von Otto Singer). Leipzig, Aibl, Verl.-Nr. 3050, © 1903. 23 S.
Tod und Verklärung, op. 24 (bearb. von Otto Singer). Leipzig, Aibl, Verl.-Nr. 3051, © 1905 (in die Universal Edition aufgenommen). 23 S.
Till Eulenspiegels lustige Streiche, op. 28 (bearb. von Otto Singer). Leipzig, Aibl, Verl.-Nr. 3056, © 1903 (in die Universal Edition aufgenommen). 26 S.
Also sprach Zarathustra, op. 30 (bearb. von Otto Singer). Leipzig, Aibl, Verl.-Nr. 3021, © 1903 (in die Universal Edition aufgenommen). 54 S.
Don Quixote, op. 35 (bearb. von Heinrich Hartmann). Wien, Universal Edition, Verl.-Nr. U.E. 2754, © 1912.
Ein Heldenleben, op. 40 (bearb. von Otto Singer). Leipzig, Leuckart, Verl.-Nr. F.E.C.L. 5601, © 1903. 47 S.
Jeweils mit den hübsch gestalteten Titelseiten der Erstausgaben.
Bestell-Nr. 445 / 59    Preis: € 45,00


TSCHAIKOWSKY
Pjotr Iljitsch (1840–1893). Manfred. Symphonie en quatre tableaux d’après le poème dramatique de Byron. [...] Op. 58. [Bearbeitung für Klavier zu 4 Händen]. Moskau, Jurgenson, Verl.-Nr. 6764 [1886]. – Der ursprünglich vorhandene Originalumschlag des broschierten Drucks fehlt; am Bund umgebogen. Ausgesprochen schöne und aufwendig gestaltete Titelseite (vorwiegend in Gold, Gelb und Blau gehalten).
Bestell-Nr. 446 / 59    Preis: € 100,00
 
Zeitgleich mit der Erstaugabe der Partitur (Verl.-Nr. 6762, 1886) veröffentlicht (Mili Balakirew gewidmet).


VANHAL, Johann Baptist (1739–1813).
To be Continued Ocationally. The Favorite Overture [C-Dur] [hs.: 42] adapted for the Harpsichord or Piano Forte […] Pr. 1s. London, Bland [ca. 1785]. 8 S. Klavierauszug in Stich, folio. Fadengeheftet; sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 447 / 59    Preis: € 120,00
 
RISM V 333 (nur in C-Tu und GB-Lbl); BUC, S. 1055. Bryan C6 (viersätzige Sinfonie).


VANHAL, Johann Baptist (1739–1813).
To be Continued Ocationally. The Favorite Overture [F-Dur] [hs.: 45] adapted for the Harpsichord or Piano Forte […] Pr. 1s. London, Bland [ca. 1785]. S. 10–15 Klavierauszug in Stich, folio. Fadengeheftet; sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 448 / 59    Preis: € 120,00
 
RISM V 341(nur in C-Tu und GB-Lbl). Nicht in BUC. Bryan F5 (viersätzige Sinfonie).


WAGNER, Richard (1813–1883).
Siegfried-Idyll […] Klavier-Auszug von Jos. Rubinstein. Mainz, Schott, Verl.-Nr. 22523 [1878]. 27 S. der Fassung für Klavier zu 4 Händen, folio. Ungeheftet mit OUmschl. Außen leicht bestaubt; innen ausgezeichnet.
Bestell-Nr. 449 / 59    Preis: € 180,00
 
WWV 103 (S. 506). – Erstausgabe, die fast zeitgleich mit der Partitur und dem Klavierauszug zu 2 Händen erschienen ist. – Auf S. 1 ist das zweistrophige Widmungsgedicht für Cosima wiedergegeben, zu deren 33. Geburtstag am 25. Dezember 1870 Wagner das Idyll erstmals aufführte. – Josef Rubinstein (1847–1884) ist einer jener jüdischen Mitstreiter Wagners, die dem antisemitischen »Meister« völlig ergeben waren. Er beging – angeblich aus Verzweiflung über Wagners Tod – rund eineinhalb Jahre danach Selbstmord.


VIER OUVERTÜREN in Bearbeitungen für Klavier oder andere kammermusikalische Besetzungen – SAMMELBAND extrem seltener Drucke.
HPergament m. hs. Titelschild. Buchdecke stark berieben und bestoßen, Noten jedoch sehr gut (hin und wieder etwas blasses Druckbild).
Bestell-Nr. 450 / 59    Preis: 190,00
 
DELLA-MARIA, Pierre-Antoine-Dominique (1769–1800). Ouverture Du Prisonnier ou La ressemblance […] Arrangée Pour le Piano par l’auteur. Prix 2tt 10s. […] Ecrit par Ribiere. Paris, Chapelle [ca. 1798]. 1 Bl. (Titel), 8 S. Bearbeitung für Klavier in Stich, folio.
RISM D 1462 (3 Expl.). Lesure, S. 161. – Uraufführung: Paris, 29. Januar 1798; die Oper war Della-Marias größter Erfolg (bis 1814 über 150 Vorstellungen). – Das originale Impressum unseres Expl. ist mit zwei gedruckten Etiketten der Musikverlage Jean-François Louis und Imbault überklebt.
CHAMPEIN, Stanislas (1753–1830). La Mélomanie. Ouverture. Arrangée pour Clavecin ou Piano Forte. Prix 2fr. 50. Paris, Imbault, Pl.-Nr. # 53 [vermutlich kurz nach 1800]. 3 Bll. (Titel, Verlagskatalog), 5 S. (Bearbeitung für Klavier) und 2 S. (Vl.) in Stich, folio.
RISM C 1820 (1 Expl.). Nicht bei Lesure, nicht in BUC. Die Verlagsadresse war zwischen 1799 und 1802 gültig. – Uraufführung: Paris, 23. Januar 1781. – Obwohl der Titel dazu nichts mitteilt, gehört die Vl.-Stimme zu dieser Ausgabe (gleiche Pl.-Nr.), dürfte aber ad libitum zu betrachten sein. Sie ist hier erstmalig überhaupt nachweisbar.
DEZÈDE, Nicolas (um 1740/45–1792). Blaise et Babet. Ouverture. Arrangée pour Clevecin ou Piano Forte. Prix 2fr. 50. Paris, Imbault, Pl.-Nr. # C. 56 [um 1810]. 1 Bl. (Titel), 5 S. (Bearbeitung für Klavier) und 1 S. (Vl.) in Stich, folio.
RISM D 2175  (einziges Expl. in I-Mc); die Vl.-Stimme ist dort nicht bekannt und demnach hier erstmalig nachgewiesen. Die Verlagsadresse war zwischen 1807 und 1811 gültig. – Uraufführung: Versailles, 4. April 1783; es war Dezèdes erfolgreichste Oper, die es bis Ende 1791 schon auf 145 Vorstellungen gebracht hatte.
STEIBELT, Daniel (1765–1823). Ouverture et Marche de Romeo et Juliette pour le Forte-Piano avec Accompagnement de Violon et Basse. Composées et arrangées par D. Steibelt. Prix 4tt 10f. N° 122 du Journal de Pieces de Clavecin par differens auteurs. Paris, Naderman, Pl.-Nr. 1036 [1794?]. Stimmen in Stich, folio, Klav. (1 Bl. – Titel, 13 S.), Vl. (3 S.), Vc. (3 S.).
RISM S 4787/4788; mit der Reihenzählung nur im Verlag Boyer nachgewiesen. – Es handelt sich um Steibelts erste Oper, die am 9. Oktober 1793 in Paris uraufgeführt worden ist und großen Erfolg hatte.

Teil 4:
Orchesterwerke des 19. Jh.
Teil 5:
Orchesterwerke des 20. Jh.
Teil 6:
Konzerte in Klavier-
auszügen
Teil 7:
Klavier-
fassungen
sin-
fonischer Musik

Hauptseite Seitenanfang Bestellen