Teil 7: Orchesterwerke in Arrangements
für Klavier solo
oder zu vier Händen sowie andere kammermusikalische
Besetzungen
ANONYMUS, wahrscheinlich: SCHUSTER, Ignaz (1770–1835). Ouverture aus: Der Baum der Diana. 4 Bll. hs.
Klavierauszug, querfolio. 2 Doppelbll. Handrastriertes Notenpapier (6 Systeme).
Reinschrift, vermutlich eines Dilettanten, ca. 1820. Äußeres der beiden
Doppelbll. am Falz etwas schadhaft, sonst sehr gut erhalten.
Bestell-Nr.
415 / 59 Preis: € 75,00
Die
»Travestie-Oper« Der Baum der Diana
ist am 19. Dezember 1812 im Leopoldstädter Theater (Wien) uraufgeführt worden.
ARNE, Thomas
Augustin (1710–1778). Overture in Artaxerxes. London, Longman & Co. [ca. 1768]. 4 S. Klavierauszug in Stich,
folio. Falz
unbedeutend brüchig; insgesamt sehr gut erhalten.
Bestell-Nr.
416 / 59 Preis: € 100,00
RISM A 1643
(nur in F-Pc und US-NH). – Die angegebene Verlagsadresse war zwischen ca. 1767
und 1769 gültig. – Arnes Oper Artaxerxes
ist am 2. Februar 1762 in London uraufgeführt worden.
BACH, Johann Christian. Bach’s, 4.th Concerto. Op. 13. First Publish’d
23.d Jan.y 1777. Republish’d Single 1.st Feb.y 1792. NB. the Acc.t to this may
be had Single Pr: 1.s 6.d [= No. 26 Vol.3 ausBland’s Collection of Sonatas, Lessons,
Overtures.... for the Harpsichord or Piano Forte, without Accomp.ts... London, J. Bland (1792)]. Titel + 10 S. in Stich (paginiert 252-261),
folio, + 1 S. Katalog. RISM B 291 (nur 2 Ex., beide in der späteren Ausgabe von
Bland & Weller). 2. Exemplar: letztes Bl. in Faksimile auf altem Papier.
Bestell-Nr. 417 / 59 Preis: € 180,00
Frühe Einzelausgabe der Soloklavierfassung dieses
Klavierkonzertes, das, der Anzahl der frühen Nachdrucke zufolge, eines der
beliebtesten der Frühklassik sein muss.
BEETHOVEN, Ludwig van (1770–1827) / REINECKE, Carl
(1824–1910). [Sinfonien Nr.
5, 6 und 7 aus dem Sammelwerk:] Sämmtliche Sinfonieen nebst dem Septett von
L. van Beethoven für Pianoforte zu 4 Händen bearbeitet von C. Reinecke.
Elberfeld, Arnold, Pl.-Nr. A.618, 619 und 561 [Anfang 1860er Jahre]. 53, 59 und 59 S. in Stich, folio.
Aufgebundene drei Einzelausgaben in einem braun marmoriertem HLnbd. Unbedeutend
bestoßen. Notenteil ausgezeichnet (einige Bll. gelockert).
Bestell-Nr.
418 / 59 Preis: € 75,00
Die Pl.-Nr. 544 kann auf Februar 1860 datiert
werden. – Alle Lieferungen mit der schönen, zweifarbig lithographierten
Titelseite: Feld mit dem Sammlungstitel, von einem prächtigen Rahmen
eingefasst, in den neben reichlich Zierwerk in zehn Kartuschen die Einzeltitel
mit Preis eingefügt sind.
EDELMANN,
Johann Friedrich (1749–1794). Edelman’s Grand Overture [D-Dur]. In:
Bland’s Collection of Sonatas, Lessons, Overtures, Capricios, Divertimentos
& c., Nr. 12 Vol. 1st. S. 112–121
Klavierauszug in Stich, folio. London, Bland [1790 oder etwas später]. Fadengeheftet. Bestens erhalten.
– Nachfolgend: PLEYEL,
Ignace (1757–1831). Second Rondo [D-Dur] Dedicated to the King of Prussia (Benton
312, 2. und 3. Satz).
Bestell-Nr.
419 / 59 Preis: € 160,00
Auf der
letzten Seite: Umfangreicher Verlagskatalog. Anhand des Verzeichnisses von
vorstehender Katalog-Nr. ist feststellbar, dass diese Nummer zum Jahrgang 1790
gehört.
DITTERS VON DITTERSDORF, Carl (1739–1799). The Favorite
Sinfonie [C-Dur] that was Perform’d at M.r
Kammell’s Subscription Concert with universal Applause. Disposed for the Piano
Forte or Harpsichord […] Price 1s. 6d.
London,
Skillern [ca. 1785]. 6 S. Klavierauszug in Stich querfolio. Äußeres Doppelbl. am
Falz ohne Folgeschäden gerissen. Unbedeutende Randschäden; insgesamt gut
erhalten.
Bestell-Nr.
421 / 59 Preis: € 240,00
RISM D 3266
(nur 5 Exemplare, alle in GB oder US). Breitkopf-Katalog, Suppl. VI (1771), S.
2 (Sp. 410)
FOURESTIER, Louis
(1892–1976). Polynice. Poème Symphonique. Réduction pour Piano à quatre mains. Paris, Heugel, Verl.-Nr. H.
29,678, © 1927. 2 Bll. (Titel, programmatische Erläuterungen), 64 S.
vierhändige Klavierfassung (in Partituranordnung), folio. OBrosch. Außen
unbedeutende Lagerungsspuren, sonst sehr gut (unaufgeschnittenes Exemplar).
Bestell-Nr.
422 / 59 Preis: € 25,00
Fourestier
hatte u.a. bei d’Indy und Dukas studiert und seine erste große Anerkennung als
Komponist mit dem Prix de Rome 1925 für eine Kantate erreicht. Hauptberuflich
war er jedoch als Dirigent tätig (hier auch von 1945–1963 als Professor am
Pariser Konservatorium). – Die Sinfonische Dichtung besteht aus drei Sätzen
(Prolog – Die Schlacht vor Theben – Die Bestattung Polyneikes’). Verschiedene
Passagen aus dem vorangestellten sehr ausführlichen Programm sind auch im
Notentext enthalten; die beiden Klavierpartien sind ungewöhnlicherweise nicht
auf den gegenüber liegenden Seiten, sondern in Partiturform wiedergegeben. Das
Werk erhielt den Prix Heugel 1927 und ist Madame J. Berl (?) und Paul Dukas gewidmet.
GRÉTRY,
André-Erneste-Modeste (1741–1813). Ouverture de L’Ami de la Maison. Arrangés
[sic] pour le Clavecin ou le Forté Piano
avec accõpagn.t d’un Violon ad Libitum Par M.r Benaut […] Ecrit par Ribière. Paris, Chez l’Auteur [um 1775]. 4 S. Violinstimme in
Stich, folio. Außenseiten
des Doppelblatts unbedeutende Lagerungsspuren.
Bestell-Nr.
423 / 59 Preis: € 100,00
RISM G 3926
(einziges Expl. in F-Pc; dort wird als vollst. Stimmensatz genannt: Klavier,
Vl., Vc.). – Die genannte Oper ist 1771 in Fontainebleau aufgeführt worden und
stammt von Grétry. – Der weitgehend unbekannte Bearbeiter (auch Eitner weiß
kaum etwas zu berichten) bezeichnet sich auf der Titelseite als Maître de Clavecin (von seinen
Kompositionen s. RISM B 1800ff.); außerdem erfahren wir hier über die
Herstellung der Noten: Gravé par Madame
son Epouse (vermutlich mit der bei Eitner genannten Pianistin und
Komponistin identisch; vgl. auch im »Dictionnaire des éditeurs de musique
français«, wo nur hinsichtlich der Datierung etwas nähere Angaben vorhanden
sind). – Die Titelseite ist links unten vom Bearbeiter hs. signiert.
GUGLIELMI, Pietro
(1728–1804). Il Desertore. Overture [D-Dur]. London:
Harrison [1797]. 6 S. Klavierauszug in Stich, folio. Bl. 1: hinterlegter
Querriss; Bl. 2: kleines Loch (ohne Textverlust); insgesamt leicht gebräunt
Bestell-Nr.
424 / 59 Preis:
€ 80,00
RISM G 4987
(nur zwei Expl. weltweit, eines in D-Mbs); BUC S. 409. – Zur Identifizierung
der Ausgabe (im vorliegenden Expl. sind keinerlei Verlagsangaben oder eine
Titelseite vorhanden): in der Bogennorm ist auf S. „2 Book 2d“ bzw. auf S. 5 „End
of Book 2d“ angegeben (außerdem am unteren Seitenrand die parallele
Paginierung 22 bis 25); das Sammelwerk The
four favourite Italian overtures, die als Piano-Forte Magazine, vol. II bei Harrison (London) erschienen
sind, steht dieses Stück an letzter Stelle (BSB-Musik nennt 25 S.
Gesamtumfang!). – Die im Titel genannte Oper ist 1770 in London uraufgeführt worden.
GYROWETZ, Adalbert (1763–1850). Ouverture del Opera Selico. [Augsburg,
Gombart], Pl.-Nr. 436 [1805]. 7 S.
Klavierauszug in Stich, querfolio (zwei ineinanderliegenden Doppelbögen). Gut
erhalten.
Bestell-Nr.
425 / 59 Preis: € 80,00
Rheinfurth, S.
231 (Nr. 276). RISM GG 5247ii (3 Exemplare: D-F, -WERI, -HAmi). – Das
zweiaktige Singspiel Selico von
Gyrowetz ist 1804 in Wien uraufgeführt worden. Die Gombart-Ausgabe ist ohne
Titelseite erschienen, und der Preis (36x)
rechts unten auf S. 1 eingetragen worden (vgl. Rheinfurth).
HAYDN, Joseph
(1732–1809). Sinfonie
[F-Dur] arrangée pour le Clavecin ou
Piano Forte, avec accompagnement de
deux Violons et Basse, par Mr. C. Fodor. N° [hs. 5] Prix
1.30x. Offenbach, André, Pl.-Nr. 140
[1786]. Stimmen in Stich, folio, Klav. (11 S.), Vl.1 (4 S.), Vl.2 (4 S.), Basso (3 S.). Sehr gut erhaltenes
Exemplar (Stimmen soweit möglich fadengeheftet, am Bund mit Papierstreifen
verstärkt).
Bestell-Nr.
426 / 59 Preis: € 450,00
Hob. I:79.
RISM deest? Hoboken Nr. 141. Matthäus S. 149. – Wie bei einigen anderen
zeitgenössischen Bearbeitungsausgaben fehlt auch hier der originale 3. Satz
(Menuetto). – In den Lexika lassen sich für gewöhnlich nur die Brüder Anton und
Joseph Fodor nachweisen; Eitner nennt als einer der wenigen Lexikographen noch
den dritten Bruder der aus Venloo, Holland, stammenden Geschwister, Charles
Fodor (um 1754–1799), und weist hier auch ausdrücklich auf dessen Bearbeitungen
von Sinfonien Haydns und Pleyels (hier auch von Streichquartetten) hin
(ebenfalls bei Fétis). – Die Druckplatte der Titelseite mit dem hübschen Rahmen
war zuvor für den Druck eines gleichartigen Arrangements der Sinfonie Hob. I: 63
verwendet worden; sie weist deshalb deren Pl.-Nr. 94 auf.
HAYDN, Joseph
(1732–1809). The
Celebrated Overture, […] Performed at
Mess.rs Bach & Abel’s Concerts. Adapted for the Piano Forte or Harpsichord.
Price 2 sh. London,
Longman & Broderip [1782]. 8 S. Klavierauszug in Stich, folio. Titelseite
etwas gebräunt; Notenteil sehr gut.
Bestell-Nr.
427 / 59 Preis: € 145,00
Hob. I:53,
Fassung E‘‘. RISM H 4260 (nur zwei Expl. weltweit, keines in D). – Es handelt
sich um eine von insgesamt fünf unterschiedlichen Varianten, in denen diese
Sinfonie (Beiname: »L’Impériale«) überliefert ist (vgl. Hoboken I, S. 67). Hier
steht an der Stelle des originalen Kopfsatzes die Ouvertüre Hob. Ia:7bis
(seinerseits eine Verballhornung von Hob. Ia:7), und außerdem besteht sie nur
aus drei Sätzen (Finale fehlt).
HAYDN, Joseph
(1732–1809). A favorite Overture [C-Dur] for the Harpsichord [...] Sinfonia IV. London, Cooper [ca. 1790]. 9 S. Klavierauszug
in Stich, folio. Erste Seite gering gebräunt, sonst sehr gutes Expl.
Bestell-Nr.
428 / 59 Preis: € 160,00
Hob. I: 69.
RISM H 4283 (einziges Expl. in GB); BUC S. 461. – Die Sinfonie ist mit dem
Beinamen »Loudon« bekannt.
HAYDN, Joseph
(1732–1809) – [unterschoben]. The Celebrated Overture […] Performed at Mess.rs Bach & Abel’s
Concerts. Adapted for the Piano Forte or Harpsichord. London,
Longman & Broderip [ca. 1785]. 1 Bl. (Titel), S. 25-30 Klavierauszug in
Stich, folio. Druckerschwärze schwach durchscheinend.
Bestell-Nr.
429 / 59 Preis: € 145,00
Hob. I:B2.
RISM H 4348 (nur zwei Expl. weltweit, keines in D); BUC, S. 472. – Die beiden
ersten Sätze stammen von Michael Haydn, das Finale stellt hingegen eine
Übertragung des vierten Satzes von Sinfonie Hob. I:59 dar (original: A-Dur,
2/2, jetzt: B-Dur, 2/4); im Unterschied zur Stimmenausgabe enthält die
Klaviertranskription anstelle des dortigen 2. Satzes (Andantino) ein Menuett,
dessen Herkunft bisher jedoch noch nicht geklärt werden konnte.
JOMELLI, N. (et
al.). Demofoonte. Adapted by I. S. Schroeter.
Overture. Englischer
Druck mit der Pl.-Nr. 92 (Vermutlich
London, Dale [ca. 1780]). 5 S. Klavierauszug in Stich, folio. Falz teilweise
gerissen (ohne Folgeschäden)
Bestell-Nr.
430 / 59 Preis: € 120,00
BUC, S. 264.
Klavierfassung der Ouverture zu einem Pasticcio, das 1755 in London aufgeführt
wurde und das Teile aus Jomellis Vertonung einschließt.
KALLIWODA, Johann
Wenzel (1801–1866). Seconde Ouverture [F-Dur] pour le
Pianoforte á [sic] quatre mains [...] Op.
44. […] Pr. 16 Gr. Leipzig, Peters, Pl.-Nr. 2422 [1834]. 15 S. vierhändige Klavierfassung
in Stich, querfolio. Geringe Alterungsspuren; zwei Blätter (S. 7–10) wurden
durch eine seitenidentische Abschrift ersetzt (zeitgenössisch, keine
Kopistenschrift); dennoch ist das gedruckte Material fast frei von
Benützungsspuren.
Bestell-Nr.
431 / 59 Preis: € 90,00
Werkverz.
(Strauß-Németh), S. 64f. – Die vorliegende Bearbeitung des Orchesterwerkes ist
zeitgleich mit der Stimmenausgabe (Peters, Pl.-Nr. 2421) erschienen; auf der dortigen Titelseite befindet sich noch
die Widmung: … dédiée aux membres d’Orchestre
à Leipzig. Diese spielten am 15. Oktober 1832 die Uraufführung des zu
dieser Zeit noch ungedruckten Stücks. – Unser Exemplar trägt den
zeitgenössischen Besitzvermerk „Mühlenfeld“; einem Carl Mühlenfeldt (Pianist
aus Braunschweig) hat Kalliwoda sein op. 71 (Introduction, Variationen und Rondo, 1837) gewidmet. Ob es sich
dabei um die gleiche Person handelt ist unklar, aber bei den damaligen
Ungenauigkeiten bei Schreibweisen durchaus möglich.
KRUMPHOLTZ, Johann Baptist (um 1745–1790). The Favorite
Harp Concerto [F-Dur, Nr. 6 Op. 9], perform’d by Mad.me Krumpholtz with
Universal Applause. Adapted for the Harpsichord or Piano-Forte, & play’d by
Mr Clementi at the Theatre Royal Covent Garden.
Price 4s. Harpsichord part only 2/6. London,
Bland [ca. 1790]. 11 S. Klavierausgabe in Stich, folio. Fadengeheftet,
ausgezeichnet erhalten.
Bestell-Nr.
432 / 59 Preis: € 100,00
RISM K 2869
(vier Exemplare, keines in D); BUC, S. 581. – Krumpholtz war einer der
bedeutendsten Harfenvirtuosen seiner Zeit und u.a. für den Fürsten Esterhazy
zwischen 1773 bis 1776 tätig; später lebte er in Leipzig und Paris, wo er sich
aus Gram über die Untreue seines Weibes 1790 in die Seine stürzte. Jene
übertraf ihn noch als Harfenvirtuosin, flüchtete aber mit ihrem Liebhaber nach
London und liess sich dort fest nieder (Eitner); hier hat sie offenbar im
Todesjahr ihres verlassenen Mannes mit dessen Konzert großen Erfolg (eine
weitere Übertragung für Cembalo hat z.B. S. Storace angefertigt; vgl. BUC, S.
581). – In den Notentext sind die Orchester- und Solo-Abschnitte eingearbeitet,
was durch tutti und solo kenntlich gemacht worden ist
(außerdem sind noch einige Instrumentationsangaben vorhanden).
MONSIGNY,
Pierre-Alexandre (1729–1817). Ouverture Detachèe [sic] de la Belle Arséne [sic]. Accomodé pour le Clavecin par J. Robbers,
Organist & Carilonneur à Rotterdame. Prix
12sols.
Amsterdam: Markordt [Ende 18. Jahrhundert]. – 1 Bl. (Titel), 5 S.
Cembalo-Stimme in Stich, folio. Sehr schön erhaltene Blattausgabe mit
ausgesprochen deutlichem Druckbild.
Bestell-Nr. 433 / 59 Preis: € 160,00
Fehlt in RISM. – Die dreiaktige comédie-féerie La belle Arsène ist 1775 in Paris bzw.
Fontainebleau uraufgeführt und sogleich europaweit nachgespielt worden. Die
erste holländische Aufführung ist für 1788 belegbar, und wahrscheinlich stammt
aus dieser Zeit die vorliegende Ausgabe; weitere bei RISM nachgewiesene Drucke
sowohl der ganzen als auch von Teilen der Oper (darunter auch Veröffentlichungen
holländischer Verlage) belegen deren große Popularität. – Die Druckplatte des
Titels besitzt ein sehr kleines Format (9,5×13cm).
MOZART, Wolfgang
Amadeus (1756–1791). Ouverture [hs. du Mariage de Figaro] arrangée
Pour Le Clavecin ou Piano Forte par [hs. Hausmann]. Paris: Le
Duc [1793?]. 1 Bl. (Titel), S. 25-32 Klavierauszug in Stich, folio.
Bestell-Nr.
434 / 59 Preis: € 180,00
KV 492. RISM B
II S. 206f. – Veröffentlicht in der Reihe Journal
de clavecin par les meilleurs maîtres, die mit einer gleichbleibenden
Titelseite erschienen sind (vgl. RISM B II, S. 207); für die tatsächlich
enthaltenen Werke der betr. Lieferung wurden an dafür frei gehaltenen Stellen
Titel und Bearbeiter handschriftlich eingetragen. Da das Periodikum seit 1782
erschien und in der vorliegenden Ausgabe 12me
Annee angegeben ist, müsste der Druck 1793 hergestellt worden sein; die angegebene
Adresse galt jedoch erst zwischen 1797 und 1799!
MOZART, Wolfgang
Amadeus (1756–1791). Ouverture [hs. de la Flute Enchantée] Arrangée pour le Clavecin ou Piano Forte par [hs. M:
Carbonel].
Paris: Le Duc [1795?]. 1 Bl. (Titel), S. 41–48 Klavierauszug in Stich, folio.
Titelseite etwas blass, Notenteil ordentlich.
Bestell-Nr. 435 / 59 Preis: € 180,00
KV 620. RISM B
II S. 206f. – Jahrgangsbezeichnung: 14e
Année. (erschien seit 1782). Im Unterschied zur Besetzung des Reihentitels
lautet zu Beginn des Notenteils der entsprechende Hinweis: … pour le Piano avec Accomp.t de Violon.
Die Violine scheint jedoch nicht obligat gewesen zu sein, wie man dies in
Ausgaben des 18. Jh. häufig antrifft; die Klavierstimme reicht zur sinnvollen
Wiedergabe der Musik aus. – Die Ouvertüre umfasst nur die S. 41–46; auf S.
47/48 schließt sich eine bisher nicht näher identifizerte Air de Danse de Corisandre (ebenfalls „arrangé par N. Carbonel“) an. – Bei dem Bearbeiter dürfte es sich
um Joseph-François-Narcisse Carbonel (1773–1855) handeln, der zunächst eine
große Sängerkarriere gemacht hatte.
PICCINNI,
Nicolò (1728–1800). Overture to La Schiava […] Price 6d. ½. Dublin, Rhames [ca. 1770]. 5 S.
Klavierauszug in Stich, folio. Außenseiten vacat (keine Titelseite). Am Falz
mit Papierstreifen zusammengehalten. Notenteil sehr gut. 2 Exemplare.
Bestell-Nr.
436 / 59 Preis: € 80,00
RISM P 2191
(einziges Expl. in Dublin). – Die Oper wurde unter dem Titel Gli Stravaganti in Rom 1764
uraufgeführt; nach einer Pasticcio-Bearbeitung (1766) erklang das Werk in der
Originalfassung, nun aber mit dem Titel La
Schiava, erstmals 1767 in London. – Bei der Ouvertüre handelt es sich um
eine dreisätzige Opernsymphonie.
PICCINNI,
Nicolò (1728–1800). La Schiava. Overture. Kein Impressum
[vermutlich englische Publikation, um 1768]. 5 S. Klavierauszug in Stich,
folio. Gut erhalten.ermutlich RISM P 2192.
Vermutlich BUC, S. 928. – Die Außenseiten sind unbedruckt; zusätzliche
Paginierung des Notenteils: S. 14-17 (gehört also vermutlich zu einer
Musikalienreihe). – Die Oper wurde unter dem Titel Gli Stravaganti in Rom 1764 uraufgeführt; nach einer
Pasticcio-Bearbeitung (1766) erklang das Werk in der Originalfassung, nun aber
mit dem Titel La Schiava, erstmals
1767 in London. – Bei der Ouvertüre handelt es sich um eine dreisätzige
Opernsymphonie.
PLEYEL, Ignace
(1757–1831). Pleyel’s celebrated Concertante [Es-Dur] as performed with the greatest
applause at the Pantheon and Hanover
Square Concerts, adapted for the Harpsichord or
Piano-Forte with an Accompaniment for a Violin. Pr.
2s. 6d.
London, Dale, [ca. 1795]. 1 Bl. (Titel), 9 S. Klavierauszug in Stich, folio.
Fadengebunden. Gut erhalten, klares Druckbild
Bestell-Nr.
437 / 59 Preis: € 120,00
RISM P 4495
(fünf Exemplare, davon nur das in D-Mbs mit Violinstimme, die für gewöhnlich
nur die entsprechenden Passagen des Klaviers zu verdoppeln hat und deshalb für
eine Aufführung nicht unbedingt notwendig ist); BUC, S. 792. Benton Nr. 111
(1237); hier sind nicht weniger als 76 Ausgaben (teilweise auch von einzelnen
Sätzen) dieses offenbar unglaublich populären und 1789 als op. 20 bei André
(Offenbach) erstmals veröffentlichten Werks nachgewiesen. – Der zweite Satz
enthält neben dem Thema nur zwei Variationen (folgende Ausgabe mit fünf
Variationen). Der letzte Satz (Rondo – Allegro) besteht aus dem Thema und vier
Variationen. – Äußerst interessante Verlagsinformation von Joseph Dale at his Music-Warehouses, in denen man nicht nur alle
denkbaren Musikinstrumente (auch Military
Instruments), Noten, Musikbücher und sonstige Musikmobiliar erhalten (Music Desks & Seats, for Public or
Private Concerts), sondern auch noch Reparaturen ausführen lassen konnte.
PLEYEL, Ignace
(1757–1831). Pleyel’s Second Concertante [B-Dur] as performed with the
utmost applause, at the Principal Concerts, for the Harpsichord or Piano-Forte
with Accompagnements for a Violin & Violoncello. Price 2s. 6. London, Preston [um 1795]. 1 Bl.
(Titel), 9 S. Klavierauszug in Stich, folio. Ungeheftet; bei der äußeren Lage
ist der Falz gerissen, jedoch sehr schöner Druck.
Bestell-Nr.
438 / 59 Preis: € 120,00
RISM und BUC
deest. Benton Nr. 112 (1294.2); hier wurde als Erscheinungszeitraum 1791-98
angegeben. – Benton weist jedoch ca. zwanzig Ausgaben dieses Werks nach
(darunter viele Bearbeitungen). Die Originalausgabe mit Vl, Va. Und Orchester
ist demnach 1791 als op. 35 bei André in Offenbach erschienen. – Für gewöhnlich
haben die beiden Streichinstrumente nur die entsprechenden Passagen des
Klaviers zu verdoppeln hat; sie sind deshalb für eine Aufführung nicht
unbedingt notwendig.
PLEYEL, Ignace
(1757–1831). Pleyel’s
celebrated Concertante [Es-Dur]. London,
Birchall [1800]. S. 142–152 Klavierauszug in Stich, folio. Gut erhaltene
Blattausgabe.
Bestell-Nr.
439 / 59 Preis: € 120,00
Hier in der
späteren Titelauflage mit der originalen Titelseite, auf der nur das Impressum
geändert worden ist: RISM B II, S. 114. Originalausgabe aus der Reihe Bland’s Collection (Continued by Rt.
Birchall) of Sonatas, Lessons, Overtures [sic], Capricios [sic],
Divertimentos &c&c. for the Harpsichord or Piano-Forte without
Accomp.ts by the most Esteem’d Composers (hier: Nr. 15, Nr. 2): RISM P 4488
(weltweit nur zwei Exemplare nachgewiesen, nicht in Deutschland), auch: RISM B
II, S. 114. Benton Nr. 111 (1230).– Zu Beginn des Notenteils befindet sich noch
folgender Hinweis: NB. This is the Intire
Concertante, &a Violin Acc.t may be had singly. – Informatives
Verlagsverzeichnis auf der Titelseite mit insgesamt 48 Nachweisen (jeweils mit
Notenincipit) auf der letzten Seite (Indeto
Bland’s Harpsichord Collection without Accomp.ts), darunter mehrere Sonaten
von J. Haydn und Scarlatti, aber auch Stücke von Ditters von Dittersdorf oder
Vanhal. – Unser Exemplar weist ein zeitgenössisches gedrucktes Etikett von
Rhames (Dublin) auf.
ROSETTI,
Antonio (ca. 1750–1792). A favorite Overture for the Harpsichord
[…] Sinfonia II (Murray A16). In:
Bland’s Collection (Continued by F. Linley) of Sonatas, Lessons, Overtures,
Capricios, Divertimentos &c.&c., Nr. 10. S. 92–101 Klavierauszug in Stich,
folio. London, Linley [nach 1793]. Fadengeheftet. Bestens erhalten.
Bestell-Nr.
440 / 59 Preis: € 260,00
RISM B II, S.
114. – Neuausgabe mit dem Hinweis im Impressum auf den Originalverleger: Printed & Sold by F. Linley (successor
to M.r Bland). – Rosettis Sinfonia in D-Dur entstand um 1781 und wurde in
Paris in den Concerts des Tuileries
aufgeführt, von wo sie sich auch nach England verbreitete. Drucke mit Werken
von Antonio Rosetti sind äußerst selten! – Auf der letzten Seite befindet sich
ein Verlagsverzeichnis der Reihe, das datiert und aufgrund der dort beigefügten
Notenincipits besonders informativ ist. Die vorliegende Nr. gehört zu den
Lieferungen von 1790; das Verzeichnis gibt noch die Jahrgänge 1791–1793 wieder.
Vorangehend: PLEYEL,
Ignace (1757–1831). 1st
Rondo [C-Dur] Dedicated to the King
of Prussia (Benton
346, 3. Satz)
RUSH, George
(lebte ca. 1760–1780 in London). The Favorite
Overture to the Royal Shepherd; Adapted for Two Performers on one Harpsichord
or Piano Forte; By J. Relfe. London, Preston [ca. 1765]. 11 S.
4-händiger Klavierauszug in Stich, folio. Sehr schönes fadengeheftetes Exemplar.
Bestell-Nr.
441 / 59 Preis: € 100,00
Nicht in RISM
oder BUC. – Die Oper wurde 1764 in London uraufgeführt; aus dieser Zeit dürften
auch die vorliegenden Noten stammen. – Es handelt sich um eine dreisätzige
Opernsinfonie (an zweiter Stelle jedoch ein Minuetto).
SCHUMANN, Robert (1810–1856). Symphonie für grosses Orchester [B-Dur] Sr. Majestät dem Könige von Sachsen Friedrich August in tiefster
Ehrfurcht zugeeignet [...] Op. 38.
Pr. 2 Thlr. 10 Ngr. Leipzig, Breitkopf & Härtel, Pl.-Nr. 6683 [1842]. 55 S. Klavierauszug zu vier
Händen in Stich, folio. Fadengeheftet. Äußere Lage mit Titelseite am linken und
rechtem Rand mit Papierstreifen repariert; Falz schadhaft; sehr klares
Druckbild.
Bestell-Nr.
442 / 59 Preis: € 180,00
Hofmann S. 89.
McCorkle, S. 161. – Originalausgabe des
Klavierauszugs der sog. Frühlingssymphonie.
– Nachdem 1841 die Orchesterstimmen erschienen waren, folgte als zweite Ausgabe
bereits im nächsten Jahr der vierhändige Klavierauszug, der von Schumann selbst
hergestellt worden war; erst 1853 folgte die Partiturausgabe, ein zweihändiger
Klavierauszug erschien 1862.
SCHUMANN, Robert (1810–1856). [Die vier
Sinfonien jeweils als Arrangement für Klavier zu vier Händen in vier
zusammengebundenen Einzelausgaben.] Dunkelvioletter HLdr., folio; Goldprägung
auf dem Rücken. Leicht berieben und bestoßen; am Bund etwas geklockert. Noten
sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 443 / 59 Preis: € 480,00
– Symphonie für grosses Orchester [B-Dur] Sr. Majestät dem Könige von Sachsen Friedrich August in tiefster
Ehrfurcht zugeeignet [...] Op. 38.
Pr. 2 Thlr. 10 Ngr. Leipzig, Breitkopf & Härtel, Pl.-Nr. 6683 [1842; hier etwas späterer Abzug].
55 S. in Stich (Titelseite aber in Lithographie).
Gleiche
Preisauszeichnung wie Originalausgabe (s. vorstehende Kat.-Nr.), aber mit
lithographierter Titelseite (identisch mit gestochener Fassung) und auf der
ursprünglich unbedruckten letzten Seite jetzt noch ein umfangreicher
Verlagskatalog. Der Notenteil ist jedoch mit den Originalplatten hergestellt
worden.
– Zweite Sinfonie für grosses Orchester [C-Dur]
Seiner Majestät dem Könige von Schweden
und Norwegen Oscar I ehrfurchtsvoll zugeeignet [...] Op. 61. [...] 2½ Thlr.
Leipzig, Whistling, Pl.-Nr. 431
[1848; hier etwas späterer Abzug]. 59 S. in Stich (Titel jedoch in
Lithographie).
Hofmann S.
137. McCorkle, S. 269f. – Identisches Titelblatt mit der nahezu zeitgleich
erschienenen Partitur und den Stimmen (Pl.-Nrr. 429 bzw. 430). Allerdings
im Unterschied zu diesem noch mit dem nachträglich eingefügten Vermerk vom Componisten bei der Nennung der
vierhändigen Klavierausgabe einschließlich der Preisauszeichnung und jetzt ohne
den Herstellervermerk Stich von C. G.
Röder in Leipzig auf S. 59. Es fehlt aber noch die später gleichfalls
eingefügte Jahreszahl im Titel. Der Notenteil wurde aber noch mit den bereits
stellenweise schadhaften Stichplatten hergestellt (s. hierzu beispielsweise die
beiden letzten Takte auf S. 37).
– 3te Sinfonie (Es dur ) [...] Op. 97.
Berlin, Simrock, Pl.-Nr. 5063 [1852; hier nach 1872]. 51 S. in Umdruck.
Hofmann S.
211. McCorkle, S. 419 (beide Verzeichnisse erwähnen diese Ausgabe nicht mehr).
– Ohne blauen ornamentalen Rahmen, wie dies für die EA typisch ist; allerdings
auch ohne Angabe des Bearb. (Carl Reinecke), was Hofmann als Kennzeichen der TA
anführt. Die Preisauszeichnung erfolgt nun in Mark.
– Symphonie No IV. D moll. Introduction,
Allegro, Romanze, Scherzo u. Finale in einem Satze für grosses Orchester
... Op. 120 [...] Pr. 2 Thlr. = Mk. 6. Leipzig, Breitkopf
& Härtel, Pl.-Nr. 8742 [1853,
hier wohl um 1872]. 47 S. in Umdruck.
Hofmann S.
261. McCorkle, S. 511. – Vermutlich in der Übergangszeit der Währungsumstellung
herausgekommenes Expl. Auf der letzten Seite befindet sich Verlagswerbung.
SPOHR, Louis (1784–1859). Historische Symphonie im Styl und Geschmack vier verschiedener Zeitabschnitte
[...] für das Piano-Forte zu vier Händen
eingerichtet von Carl Czerny [...] N°
6 der Symphonien. 116tes Werk [...] Preis
fl. 2.30x. C. M. Wien, Mechetti, Pl.-Nr. 3529 [1842]. 43 S. Klavierauszug in Stich, querfolio.
Fadengeheftet. Außenseiten etwas gebräunt, Papier sonst sehr gut.
Bestell-Nr.
444 / 59 Preis: € 120,00
Göthel, S.
197ff. – Zweite und umfangreichere künstlerische Auseinandersetzung Spohrs mit
den verschiedenen Musikepochen, wobei er der neuesten Entwicklung eigentlich
ablehnend gegenüberstand. Bereits zwei Jahre zuvor hatte er im gleichen Verlag
das Concertino für Violine op. 110
mit dem Titel Einst und Jetzt
veröffentlicht, in dem er »Altes« mit »Neuem« konfrontierte. Gleichzeitig mit
der Sinfoniepartitur, den Orchesterstimmen und einer gleichfalls von Czerny
angefertigten zweihändigen Klavierübertragung (Pl.-Nr. 3526 bis 3528) wurde auch
die vorliegende Fassung herausgegeben. Auf der Titelseite befinden sich zum
Inhalt folgende Angaben: „Erster Satz:
Bach-Händel’sche Periode 1720. Adagio: Haydn-Mozart’sche Periode 1780. Scherzo:
Beethoven’sche Periode 1810. Finale: Allerneueste Periode 1840.“
STRAUSS, Richard (1864–1949). [Sammelband
mit fünf Sinfonischen Dichtungen in Ausgaben für Klavier zu zwei Händen].
Schöner dunkelgrün marmorierter HLnbd., folio. Bis auf einen unbedeutend kleinen
Farbfleck am unteren Rand des vorderen Buchdeckels sehr schön; Noten bestens.
– Don Juan, op. 20 (bearb. von Otto
Singer). Leipzig, Aibl, Verl.-Nr. 3050,
© 1903. 23 S.
– Tod und Verklärung, op. 24 (bearb. von
Otto Singer). Leipzig, Aibl, Verl.-Nr. 3051,
© 1905 (in die Universal Edition aufgenommen). 23 S.
– Till Eulenspiegels lustige Streiche, op.
28 (bearb. von Otto Singer). Leipzig, Aibl, Verl.-Nr. 3056, © 1903 (in die
Universal Edition aufgenommen). 26 S.
– Also sprach Zarathustra, op. 30 (bearb.
von Otto Singer). Leipzig, Aibl, Verl.-Nr. 3021,
© 1903 (in die Universal Edition aufgenommen). 54 S.
– Don Quixote, op. 35 (bearb. von Heinrich
Hartmann). Wien, Universal Edition, Verl.-Nr. U.E. 2754, © 1912.
– Ein Heldenleben, op. 40 (bearb. von Otto
Singer). Leipzig, Leuckart, Verl.-Nr. F.E.C.L.
5601, © 1903. 47 S.
Jeweils mit
den hübsch gestalteten Titelseiten der Erstausgaben.
Bestell-Nr.
445 / 59 Preis: € 45,00
TSCHAIKOWSKY, Pjotr Iljitsch (1840–1893). Manfred. Symphonie en quatre tableaux d’après le poème
dramatique de Byron. [...] Op. 58. [Bearbeitung für Klavier zu 4
Händen]. Moskau, Jurgenson, Verl.-Nr. 6764
[1886]. – Der ursprünglich vorhandene Originalumschlag des broschierten Drucks
fehlt; am Bund umgebogen. Ausgesprochen schöne und aufwendig gestaltete
Titelseite (vorwiegend in Gold, Gelb und Blau gehalten).
Bestell-Nr.
446 / 59 Preis: € 100,00
Zeitgleich mit
der Erstaugabe der Partitur (Verl.-Nr. 6762,
1886) veröffentlicht (Mili Balakirew gewidmet).
VANHAL, Johann
Baptist (1739–1813). To be Continued Ocationally. The Favorite Overture [C-Dur] N° [hs.: 42] adapted for the
Harpsichord or Piano Forte […] Pr. 1s. London,
Bland [ca. 1785]. 8 S. Klavierauszug in Stich, folio. Fadengeheftet; sehr gut
erhalten.
Bestell-Nr.
447 / 59 Preis: € 120,00
RISM V 333
(nur in C-Tu und GB-Lbl); BUC, S. 1055. Bryan C6 (viersätzige Sinfonie).
VANHAL, Johann
Baptist (1739–1813). To be Continued Ocationally. The Favorite Overture [F-Dur] N° [hs.: 45] adapted for the Harpsichord
or Piano Forte […] Pr. 1s. London,
Bland [ca. 1785]. S. 10–15 Klavierauszug in Stich, folio. Fadengeheftet; sehr
gut erhalten.
Bestell-Nr.
448 / 59 Preis: € 120,00
RISM V 341(nur
in C-Tu und GB-Lbl). Nicht in BUC. Bryan F5 (viersätzige Sinfonie).
WAGNER, Richard (1813–1883). Siegfried-Idyll […] Klavier-Auszug von Jos. Rubinstein.
Mainz, Schott, Verl.-Nr. 22523
[1878]. 27 S. der Fassung für Klavier zu 4 Händen, folio. Ungeheftet mit
OUmschl. Außen leicht bestaubt; innen ausgezeichnet.
Bestell-Nr.
449 / 59 Preis: € 180,00
WWV 103 (S.
506). – Erstausgabe, die fast
zeitgleich mit der Partitur und dem Klavierauszug zu 2 Händen erschienen ist. –
Auf S. 1 ist das zweistrophige Widmungsgedicht für Cosima wiedergegeben, zu
deren 33. Geburtstag am 25. Dezember 1870 Wagner das Idyll erstmals aufführte.
– Josef Rubinstein (1847–1884) ist einer jener jüdischen Mitstreiter Wagners,
die dem antisemitischen »Meister« völlig ergeben waren. Er beging – angeblich
aus Verzweiflung über Wagners Tod – rund eineinhalb Jahre danach Selbstmord.
VIER OUVERTÜREN in Bearbeitungen für Klavier oder andere
kammermusikalische Besetzungen – SAMMELBAND extrem seltener Drucke. HPergament m.
hs. Titelschild. Buchdecke stark berieben und bestoßen, Noten jedoch sehr gut
(hin und wieder etwas blasses Druckbild).
Bestell-Nr.
450 / 59 Preis: € 190,00
– DELLA-MARIA,
Pierre-Antoine-Dominique (1769–1800). Ouverture
Du Prisonnier ou La ressemblance […] Arrangée
Pour le Piano par l’auteur. Prix 2tt 10s. […] Ecrit par Ribiere. Paris, Chapelle [ca. 1798]. 1 Bl.
(Titel), 8 S. Bearbeitung für Klavier in Stich, folio.
RISM D 1462 (3
Expl.). Lesure, S. 161. – Uraufführung: Paris, 29. Januar 1798; die Oper war
Della-Marias größter Erfolg (bis 1814 über 150 Vorstellungen). – Das originale
Impressum unseres Expl. ist mit zwei gedruckten Etiketten der Musikverlage
Jean-François Louis und Imbault überklebt.
– CHAMPEIN, Stanislas (1753–1830). La Mélomanie.
Ouverture. Arrangée pour Clavecin ou Piano Forte. Prix 2fr. 50. Paris, Imbault, Pl.-Nr. # 53 [vermutlich kurz nach 1800]. 3 Bll. (Titel, Verlagskatalog), 5
S. (Bearbeitung für Klavier) und 2 S. (Vl.) in Stich, folio.
RISM C 1820 (1
Expl.). Nicht bei Lesure, nicht in BUC. Die Verlagsadresse war zwischen 1799
und 1802 gültig. – Uraufführung: Paris, 23. Januar 1781. – Obwohl der Titel
dazu nichts mitteilt, gehört die Vl.-Stimme zu dieser Ausgabe (gleiche
Pl.-Nr.), dürfte aber ad libitum zu betrachten sein. Sie ist hier erstmalig
überhaupt nachweisbar.
– DEZÈDE, Nicolas (um 1740/45–1792). Blaise et Babet. Ouverture. Arrangée pour Clevecin ou Piano Forte. Prix
2fr. 50. Paris, Imbault, Pl.-Nr. # C. 56 [um 1810]. 1 Bl. (Titel),
5 S. (Bearbeitung für Klavier) und 1 S. (Vl.) in Stich, folio.
RISM D
2175 (einziges Expl. in I-Mc); die
Vl.-Stimme ist dort nicht bekannt und demnach hier erstmalig nachgewiesen. Die
Verlagsadresse war zwischen 1807 und 1811 gültig. – Uraufführung: Versailles,
4. April 1783; es war Dezèdes erfolgreichste Oper, die es bis Ende 1791 schon
auf 145 Vorstellungen gebracht hatte.
– STEIBELT, Daniel (1765–1823). Ouverture et
Marche de Romeo et Juliette pour le Forte-Piano avec Accompagnement de Violon
et Basse. Composées et arrangées par D. Steibelt. Prix 4tt 10f. N° 122 du
Journal de Pieces de Clavecin par differens auteurs. Paris,
Naderman, Pl.-Nr. 1036 [1794?].
Stimmen in Stich, folio, Klav. (1 Bl. – Titel, 13 S.), Vl. (3 S.), Vc. (3 S.).
RISM S 4787/4788; mit der Reihenzählung nur im
Verlag Boyer nachgewiesen. – Es handelt sich um Steibelts erste Oper, die am 9.
Oktober 1793 in Paris uraufgeführt worden ist und großen Erfolg hatte.
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