Teil 6: Klavierauszüge mit Solo-Stimmen
ALBERT, Eugen d’ (1864–1932). Concert C-Dur für Violoncello mit Begleitung des Orchesters
oder des Pianoforte […] Op. 20.
Leipzig, Forberg, Verl.-Nr. 5380, ©
1900. Stimmenausgabe der Version mit Klavierbegleitung, folio, Vc. (12 S.),
Klav. (31 S.). Fadengeheftet; äußeres Doppelbl. der Klavierstimme (mit
Titelseite) am Falz vollst. gerissen, Titelbl. etwas schadhaft (Druckbereich
nicht betroffen). Einige aufführungstechnische Einzeichnungen mit Bleistift.
Insgesamt gutes Exemplar.
Bestell-Nr.
374 / 59 Preis: € 35,00
Erstausgabe. –
Das Stück ist Meinem lieben Freunde Hugo
Becker (1863–1941) gewidmet, der Cellovirtuose gewesen ist. – Unser
Exemplar aus Vorbesitz des Violoncellisten und Kammervirtuosen Fritz Espenhahn
(geb. 1862), der seit 1887 an der Berliner Oper tätig war.
ALBERT, Eugen d‘. Konzert C-Dur für Violoncello und Orchester,
Opus 20. Ausgabe für Violoncello und Klavier, Violoncellostimme neu
durchgesehen von Paul Grümmer. Leipzig, Rieter-Biedermann, Verl.-Nr. 11359 [1950er Jahre]. Stimmen, folio,
Vc. (12 S.), Klav. 31 S. OBrosch. Klav.-Stimme mit einliegender Vc.-Stimme.
Etwas bestaubt.
Bestell-Nr.
375 / 59 Preis: € 25,00
D’Alberts
einziges Vc.-Konzert ist 1900 veröffentlicht worden und dem Cellisten Hugo
Becker (1863–1941) gewidmet. Das mehrteilige Werk ist ohne Satzunterbrechungen
vorzutragen, wobei in den letzten Takten das Präludieren des Beginns wieder
aufgenommen wird. – Hier liegt ein später Nachdruck (in die Edition Peters aufgenommen, Nr. 4405) vor, der im Explicit den Herstellernachwewis „VEB Deutsche Graphische Werkstätten“
aufweist. – Der Editor, P. Grümmer (1879–1965), war ebenfalls Cellist und u.a.
1913–30 im legendären Busch-Quartett tätig.
BACH, Johann Sebastian (1685–1750). Erstes Violin-Concert (in A-moll) [...] für Violine und Pianoforte bearbeitet von
Ferdinand David. Pr. 3 Mk. 50 Pf. Leipzig, Rieter-Biedermann, Verl.-Nr. 295 [ca. 1864, hier Abzug nach 1872].
Stimmen in Umdruck, folio, Vl. (7 S.), Klav. (17 S.). Ungeheftet m. OUmschl.
Sehr gut erhalten.
Bestell-Nr.
376 / 59 Preis: € 45,00
BWV 1041. – F.
David (1810–1873) hatte u.a. bei Louis Spohr studiert und gilt als einer der
größten Geigerpersönlichkeiten Mitte des 19. Jahrhunderts. Er spielte die
Uraufführung von Mendelssohn-Bartholdys Violinkonzert.
BEETHOVEN, Ludwig
van (1770–1827). Concerto pour le Violon avec Accompagnement d’Orchestre […] Oeuvre 61.
Arrangée avec Accompagnement de Piano par Robert Volkmann. Les Cadences par J.
Joachim et H. Vieuxtemps se vendent séparément. [...] Prif. 4 – C.M. Wien, Haslinger, Pl.-Nr. 11535 [1853]. – 50 S. Klavierpartitur in
Stich, folio. – Sehr schön erhaltenes Exemplar (einige Bleistifteinzeichnungen).
Bestell-Nr.
377 / 59 Preis: € 250,00
Erste Ausgabe
als Klavierpartitur mit Solostimme. Mit R. Volkmann (1815–1883) betätigte sich
ein durchaus renommierter Komponist seiner Zeit als Verfasser des
Klavierauszugs.
BÉRIOT,
Charles-Auguste de (1802–1870). 6me Concerto pour Violon avec accompagnement de Piano ou
d’Orchestre [A-Dur], op. 70. Mainz, Schott, Verl.-Nr. 10419, [um 1850, hier spätere Auflage in
Umdruck]. 1 Stimme: Viol. principal (Revu et doigté par
A. Pollitzer) und 17 S. Klavier, folio. Ungeheftetes Expl.
Lagerungsspuren; Falz des äußeren Doppelbl. der Klavier-Stimme ohne
Folgeschäden gerissen.
Bestell-Nr.
378 / 59 Preis: € 40,00
BÉRIOT,
Charles-Auguste de. 7e Concerto pour Violon avec accompagnement de Piano [G-Dur] dédié à sa
Majesté Guillaume III, Roi des Pays Bas […] Op.
75
[…] Net. Fr. 4. – Mk. 3.20. Mailand,
Ricordi, Pl.-Nr. 30081 [ca. 1859,
hier: nach 1872]. Stimmen in Stich, folio, Vl. (10 S.), Klav. (22 S.). Sehr
schönes Exemplar mit kräftigem Druckbild.
Bestell-Nr.
379 / 59 Preis: € 80,00
Die Preisauszeichnung in Mark deutet auf das späte Abzugsdatum unseres
Exemplars hin.
BÉRIOT, Charles-Auguste de. Cinquième Grand Concerto pour le Violon avec accompagnement d’Orchestre ou
de Piano [D-Dur], op. 55. Mainz, Schott,
Pl.-Nr. 8877, [ca. 1847]. 1 Bl.
(Titel) u. 9 S. Vl. principal bzw. 1
Bl. (Titel) u. 17 S. Klavier in Stich, folio. Ungeheftetes Expl. Lagerungsspuren,
etwas fleckig. Spärlich Einzeichnungen mit Bleistift (darunter zwei »Sprünge«
im 1. Satz).
Bestell-Nr.
380 / 59 Preis: € 70,00
Mit hübschem,
hs. Besitznachweis: Cassel, I. Weinreich,
1874.
BERR [Beer], Frédéric [Friedrich] (1794–1838). Premier Solo pour
la Clarinette en si b. avec accompagt d’Orchestre ou de Piano [f-moll] Dédiée à
son Elève C. Lamour [...] Prix: Clarinette et Piano 9f. Paris, Richault,
Verl.-Nr. 12.516 (Umschlag) bzw.
Pl.-Nr. 1.L.M. (Klarinette) und 2.L.M. (Klavier), [um 1825]. Stimmen in
Stich, folio, Klar. (4), Klav. (12). Originaler grauer Papierumschlag mit
eingelegten, ungehefteten Stimmen. Sehr schönes Exemplar.
Bestell-Nr.
381 / 59 Preis: € 120,00
Die Verl.-Nr.
auf dem Umschlag dürfte später (vermutlich 1853) eingefügt worden sein; das
Stück ist jedenfalls zu Berrs Lebzeiten erschienen. Auf der Titelseite der
Klavierstimme befindet sich ein Stempel mit der erst ab 1862 gültigen
Verlagsadresse; demnach ist unser Expl. erst danach verkauft worden. – Der aus
Mannheim gebürtige Berr lebte seit ca. 1814 in Paris, wo er
Klarinettenunterricht gab, in verschiedenen Opernorchestern spielte und seit
1831 als Professor am Konservatorium tätig war. Schilling charakterisierte ihn
1840 als einen sehr umsichtigen und
erfahrenen Künstler, besonders aber näher vertraut mit der Natur der
Blasinstrumente. Über seine Kompositionen heißt es dort: Fast alle sind concertirend, im sogenannten
galanten Style abgefaßt [...]. Besonderen
Vorzug verdienen die Clarinett=Compositionen; dem Instrumente gut angemessen
gewähren sie auch dem Virtuosen viele Vortheile, neben einer achtungswerthen
mechanischen Fertigkeit zugleich seine Meisterschaft im ausdrucksvollen
gesangreichen Vortrage zu bekunden. – Hier handelt es sich um ein
umfangreiches einsätziges Werk mit einem eingefügten Majeur-Abschnitt (F-Dur); im Klarinettenpart überwiegen die
virtuosen Passagen.
BERR [Beer], Frédéric [Friedrich] (1794–1838). 11me Air varié [Es-Dur] pour la
Clarinette, avec Accompt d’Orchestre, Quintette ou Piano, dédié à son Elève
Lecerf, Artiste du théâtre Royal Italien. Paris, Meissonier & Heugel,
Pl.-Nr. 596 [nach 1839]. 15 S.
Klavierauszug in Stich, folio. Ungeheftet. Teilweise etwas blasses Druckbild,
allgemein etwas gebräunt. Lagerungspuren. 2. Ex
Bestell-Nr.
382 / 59 Preis: € 80,00
Der aus
Mannheim gebürtige Friedrich Berr wird hier als Chévalier de la Légion d’Honneur (Aufnahme im Jahr 1833), Profess. au Conservatoire, Directeur du
Gymnase Musical Militaire bezeichnet. – Das Stück besteht aus einer
Introduktion, dem Thema, 3 Variationen und dem Finale.
BERR [Beer], Frédéric [Friedrich] (1794–1838). 6e Air varié pour
la Clarinette en Si b [b-moll] avec Accompagnement d’Orchestre, Harmonie ou
Piano, dédié à son Frère Philippe. – Paris, Meissonier, Pl.-Nr. 612 [1832]. Stimmen in
Stich, folio, Klar. solo (5 S.); Klavierauszug (1 Bl. – Titel, 13 S.).
Bestell-Nr.
383 / 59 Preis: € 180,00
Das Stück
besteht aus einer ausgedehnten Introduktion, dem Thema (Des-Dur), 3 Variationen
und dem Finale (Thema und Variationen schließen jeweils mit einer identischen
Ritournella).
BOCCHERINI, Luigi
(1743–1805). II.me Concerto pour Violoncelle. Hrsg. von
Georges Papin. Paris, Leduc, Verl.-Nr. A.L.9814
[1897]. Stimmen, folio, Vc. (5 S.), Klavierauszug (15 S.). Ungeheftet. Sehr gut
erhalten.
Bestell-Nr.
384 / 59 Preis: € 20,00
Das Werk war
unter den Cellokonzerten und -sonaten des Verzeichnisses von Gérard nicht
lokalisierbar. Er erwähnt allerdings diese Ausgabe, wenn auch sehr kritisch: This edition is not recommended. The
modifications by Papin are too extend (S. 532). Im Unterschied zu sonstigen
Sammlungen gibt er hier jedoch nicht den Werkbestand an.
BRAHMS, Johannes
(1833–1897). Concerto de Violon en Ré. Op. 77. Édition revue et doigtée par Ed. Nadaud.
Professeur au Conservatoire National de Musique de Paris, Membre du Conseil
Supérieur. Paris, Eschig, Verl.-Nr. M. E. 1758, © 1927. Stimmen der
Ausgabe mit Klavierbegleitung, folio, Vl. (17 S.), Klav. (37 S.). Ungeheftet.
Offensichtlich unbespieltes Exemplar, leicht gebräunt.
Bestell-Nr.
385 / 59 Preis: € 15,00
Edouard Nadaud
(1862–1928) war selbst ein angesehener Geiger und lehrte seit 1900 am Pariser
Konservatorium. – Es handelt sich um eine instruktive Ausgabe, die manche
Anregung zur Interpretation vermitteln kann.
BREPSANT, Enge[l]bert (Lebensdaten unbekannt). Deuxième Air [F-Dur] varié pour la Clarinette avec Accompagnement
d’Orchestre ou Piano seulement. Dédiè à son Ami V.t Gambaro [...] Prix 7. f. 50c. Paris,
Gambaro, Pl.-Nr. (Klavierstimme) 16,
[nach 1828]. Stimmen in Stich, folio, Klar. solo (4 S.); Klavierauszug (6 S.).
Zusätzlich: Vl.2 (4 S.). Titelseite gebräunt, fleckig. Letztes Bl. der
Klar.-Stimme stärker schadhaft (Noten beeinträchtigt, aber ohne
Verlust).Schadhaftes Notenmaterial ohne Textverlust.
Bestell-Nr.
386 / 59 Preis: € 120,00
Der Vorname
ist mit Engebert wiedergegeben. Die
Verlagsadresse war zwischen 1828 und 1833 gültig. Auf der 1. S. der
Klar.-Stimme, unten: Gravé par M.me
Chiarini. – Der Neapolitaner Gambaro war seit 1813 im Théâtre italien in
Paris als Klarinettist tätig und gründete im folgenden Jahr einen Musikverlag,
in dem er v.a. Militär- und Bläsermusik veröffentlichte. – Das Stück besteht
aus einer Introduktion, dem Thema und vier Variationen, an deren Ende jeweils
ein refrainartiger Tuttiabschnitt steht.
BREPSANT, Enge[l]bert. Fantaisie [F-Dur] Pour la Clarinette avec accompagnement
d’Orchestre ou de Piano. Dédié à son Ami M.r de Pleud. Paris, Troupenas,
Pl.-Nr. E. T. et C.ie 2390, [1850]. 13 S. Klavierauszug
in Stich, folio. 5 S. Klar. solo, handschriftlich. Musikalien im originalen
Gesamtumschlag aus dunkelblauem Papier; sehr schön erhaltenes Exemplar mit
kräftigem Druckbild.
Bestell-Nr.
387 / 59 Preis: € 100,00
Die hs.
Klarinettenstimme ist überschrieben: Fantaisie
sur la Norma. Tatsächlich taucht bspw. das berühmte »Casta Diva« auf. Warum
Brepsant nicht im Druck auf die Verbindung mit Bellinis berühmtester Oper
hingewiesen hat, ist nicht ganz verständlich; zum einen sind die »Highlights«
der Oper zweifelsfrei und leicht identifizierbar, und zum anderen müsste doch
gerade die Beliebtheit des populären Stücks für einen besseren Absatz sorgen. –
Einer der letzten Drucke des Verlags vor seiner Vereinigung mit Schlesinger.
DANCLA, Charles
(1818–1907). Symphonie
concertante [D-Dur] Pour Deux Violons
et Violoncelle avec Accompagnement d’Orchestre ou de Quatour ou de Piano
[...] Œuvre: 105. Paris,
Richault, Pl.-Nr. 13605 [ca. 1862].
Ausgabe für 2 Violinen, Violoncello und Klavier. Stimmen in Stich, folio, Vl.1
(6 S.) Vl.2 (5 S.), Vc. (5 S.); Kl. (25 S.). Schönes Exemplar (Stimmen in
originalem Papierumschlag).
Bestell-Nr.
388 / 59 Preis: € 80,00
Der
Violinvirtuose Ch. Dancla hat die drei Solo-Partien zu einem sehr dichten,
klangvollen Satz verwoben, wobei die erste Violine aber doch Primus inter pares
ist; dies kann man leicht im Klavierauszug nachvollziehen, wo das Streichtrio
vollständig wiedergegeben wurde. Im Mittelsatz (Andante cantabile, G-Dur, 6/8,
1. Violine: „avec beaucoup de suavité“)
pausiert das Klavier (hier dennoch die Partiturwiedergabe der Streicher). Zu
Beginn des letzten Satzes wird die Thematik des Kopfsatzes wieder aufgenommen
und so der zyklische Charakter der höchst originellen Sinfonie unterstrichen.
Auf der Titelseite befindet sich die Widmung „au trois Sœurs Clauss“, denen das Werk vermutlich „auf den Leib“ geschrieben
wurde und bei denen es sich vermutlich zugleich um die ersten Interpretinnen
handelt
DVORÁK, Antonín (1841–1904). Concert
für Violine mit Begleitung des Orchesters [...] Op. 53. Berlin, Simrock, Verl.-Nrr. 8330 / 8331 [1883].
Stimmen, folio, 20 S. Vl., 47 S. Klavierauszug. Ungeheftet; komplett im
OUmschl. eingelegt (dieser stark schadhaft und mehrfach repariert). Noten mit
unbedeutenden Lagerungsspuren.
Bestell-Nr.
389 / 59 Preis: € 25,00
Burghauser
109. – Originalausgabe. – Die
Widmung an Joseph Joachim, die der Komponist im Autograph eingetragen hatte,
unterblieb bei der Veröffentlichung. Die Uraufführung hatte am 14. Oktober 1883
in Prag stattgefunden, wobei Frantisek Ondricek den Solo-Part spielte.
DVORÁK, Antonín (1841–1904). Concert
für Violoncell mit Begleitung des Orchesters [...] Op. 104. Berlin, Simrock, Verl.-Nr. 10540, © 1896. Stimmen, folio: 16 S. Vc., 47 S. Klavierauszug.
Ungeheftet im Gesamtumschlag (dieser am Falz vollst., aber ohne Folgeschäden
gerissen). Allgemein schwache Lagerungsspuren.
Bestell-Nr.
390 / 59 Preis: € 60,00
Burghauser
191. – Originalausgabe (vielleicht
etwas späterer Abzug). – Wenn er gewusst hätte, dass man ein solches
Cellokonzert komponieren könne, würde er es selbst geschrieben haben, meinte J.
Brahms zu dem Werk. – Das Stück ist Hans Wihan (1855–1920) gewidmet, der
zwischen 1892 und 1914 im legendären Böhmischen Streichquartett spielte. Die
Uraufführung, bei der Leo Stern den Solo-Part übernahm, fand am 19. März 1896
in London statt.
DVORÁK, Antonín (1841–1904). Concert
für Violoncell mit Begleitung des Orchesters [...] Op. 104. Berlin, Simrock, Verl.-Nr. 10540, © 1896 (hier: nach 1920). Stimmen, folio, 16 S. Vc., 47 S.
Klavierauszug. Ungeheftet im Gesamtumschlag. Allgemein schwache
Lagerungsspuren.
Bestell-Nr.
391 / 59 Preis: € 25,00
Burghauser
191. – Originalausgabe; auf dem
Umschlag werden Verlagsverzeichnisse bis
1920 annonciert. – Wenn er gewusst hätte, dass man ein solches Cellokonzert
komponieren könne, würde er es selbst geschrieben haben, meinte J. Brahms zu
dem Werk. – Das Stück ist Hans Wihan (1855–1920) gewidmet, der zwischen 1892
und 1914 im legendären Böhmischen Streichquartett spielte. Die Uraufführung,
bei der Leo Stern den Solo-Part übernahm, fand am 19. März 1896 in London
statt.
FABRE, Casimir. Souvenir de Fontainebleau.
Fantaisie Pour Clarinette avec acc.t de Piano ou d’Orchestre [b-moll] Op. 1er. Paris, Richault, Pl.-Nr. 15488 [um 1870]. Stimmen in Stich,
folio, Klar. solo (5 S.); Klav. (12 S.). Noten im originalen Gesamtumschlag aus
Papier. Stellenweise durchschlagende Druckerschwärze, jedoch sehr klares
Druckbild.
Bestell-Nr.
392 / 59 Preis: € 80,00
Nach einer
dramatischen Einleitung (Agitato; rezitativische Abschnitte) folgt ein hoch
virtuoser Variationenteil, der mit einem effektvoll-schlichten Finale beendet
wird. – Pazdírek weist von dem ansonsten lexikalisch völlig vergessenen
Militärmusiker (Berufsbezeichnung auf der Titelseite: „Clarinette Solo au Guides de la Garde“) Fabre v.a. noch Stücke für
Harmoniemusik nach.
GLASUNOW,
Alexander (1865–1936). Concerto (la) pour Violon avec Accompagnement d’Orchestre, op. 82. Leipzig, Belaïeff, Verl.-Nr. 2603, 1905. 16 S. Vl. principale doigté par L. Auer bzw. 31 S.
Klavierauszug, folio. Letzterer OBrosch. mit einliegender Vl.-Stimme (geklammert).
Sehr schönes, offensichtlich unbenütztes Exemplar.
Bestell-Nr.
393 / 59 Preis: € 80,00
Originalausgabe.
Glasunows einziges Violinkonzert ist 1904 entstanden und dem berühmten
Violinvirtuosen Leopold Auer (1845–1930), einem Schüler Joseph Joachims,
gewidmet, der bis zur Oktoberrevolution in St. Petersburg als Solist und
Dirigent wirkte. – Wie für die Veröffentlichungen Belaieffs üblich, wurde die
Titelseite des Umschlags zweisprachig gestaltet (russisch-deutsch).
GOETZ, Hermann (1840–1876). Concert
(B dur) für Pianoforte mit Begleitung des Orchesters [...] Op. 18 (N° 5 der nachgelassenen Werke).
Leipzig, Kistner & Siegel, Verl.-Nr. 5432,
[1880]. 51 S. Pianofortestimme mit
unterlegter Zweiten Pianofortestimme als
Ersatz des Orchesters eingerichtet von Ernst Frank, folio. Ungeheftetes
Expl.; äußeres Doppelbl. am Falz vollst. gerissen (weitgehend ohne Folgeschäden).
Blatteinriss auf S. 49/50. Insgesamt aber sehr gutes Exemplar.
Bestell-Nr.
394 / 59 Preis: € 120,00
Der Bearbeiter
des Klavierauszugs, E. Frank (1847–1889), war mit Goetz eng befreundet und
kümmerte sich um dessen musikalischen Nachlass; er gab die Opera 14 bis 22
heraus und vervollständigte auch die als Fragment hinterlassene Oper »Francesca
von Rimini«.
HEGAR, Friedrich (1841–1927). Concert für die Violine mit Begleitung des Orchesters oder
Pianoforte
[D-Dur], op. 3. Offenbach, André, Verl.-Nr. 11332,
[1873]. 15 S. Vl. principale bzw. 31 S. Klavier, folio. Ungeheftetes Expl.;
Klavierstimme in Vl. einliegend, bei beiden jeweils der Falz des äußeren Doppelbl.s
vollst. gerissen (ohne Folgeschäden). Allgemein etwas gebräunt; unbenütztes
Expl.
Bestell-Nr.
395 / 59 Preis: € 60,00
Obwohl es sich
im Grunde um ein dreisätziges Werk handelt, ist dieser Aufbau durch ein
vielteiliges Finale gleichsam in Frage gestellt. – Der Schweizer F. Hegar war
kurze Zeit als Geiger im Leipziger Gewandhausorchester tätig, später als
Konzertmeister in Zürich.
JOACHIM, Joseph (1831–1907). Konzert
d moll in ungarischer Weise […] Op. 11. Berlin-Leipzig, Breitkopf & Härtel, Verl.-Nr. (Edition Breitkopf) V.A. 3357 [vermutlich 1913]. Ausgabe für Violine mit
Klavierbegleitung in Stimmen, folio, Vl. (31 S.), Klav. (63 S.). Vl.-Stimme m.
OUmschl., der bei der Klav.-Stimme verloren ist. Allgemein leicht gebräunt.
Bestell-Nr.
396 / 59 Preis: € 25,00
Die
Originalausgabe von Joachims berühmtesten und Johannes Brahms gewidmeten
Konzerts ist bei Breitkopf & Härtel bereits 1861 erschienen (letzterer
revanchierte sich später mit der Zueignung des eigenen Violinkonzerts).
MOLIQUE, Bernhard (1802–1869). Konzert D moll für Flöte mit Orchester [...] Op. 69. Für Flöte mit Pianofortebegleitung
bearbeitet und zum Konzertvortrag genau bezeichnet von Paul Wetzger. Heilbronn,
Schmidt, Verl.-Nr. C.F.S. 2975, [kurz
vor 1900] (Cefes-Edition). 11 S.
Fl.-Stimme bzw. 25 S. Klavierauszug, folio. Ungeheftetes Expl. Sehr gut
erhalten.
Bestell-Nr.
397 / 59 Preis: € 55,00
Auf der
Titelseite befindet sich der Hinweis auf den 2. Satz: Berühmtes Andante aus dem
Konzert (dies war auch im gleichen Verlag einzeln erschienen). – Moliques
Flötenkonzert erlebte um die Jahrhundertwende eine erstaunliche Renaissance:
Hofmeister nennt für den Bereichszeitraum 1898 bis 1903 neben der vorliegenden
Ausgabe noch zwei weitere (von G. Kurth bzw. Wilhelm Barge hrsg.). Molique war
seit 1826 in der Stuttgarter Hofkapelle als Violinist tätig, ging aber als
Folge der 1848er Revolution nach England, von wo er erst 1866 nach Stuttgart
(Cannstatt) zurückkehrte.
MOZART,
Wolfgang Amadeus (1756–1791). [22] Klavier-Concerte
für Klavier allein sowie mit Begleitung eines zweiten Pianoforte oder eines
Streichquintetts oder des Orchesters bearbeitet zum Gebrauche für das Studium
und für den Concertsaal unter Mitwirkung von Immanuel Faisst, Ignaz Lachner,
Vinzenz Lachner und Gottfried Lindner, hrsg. von Sigmund Lebert. Stuttgart,
Cotta, 1881. Einzelausgaben aufgeteilt in vier hellbraune Lnbde. mit Rückenschild
aus Leder (hier Goldprägung), folio. Zum 14. Konzert ist noch die Titelseite
erhalten. Allgemein schwach gebräunt, sonst bestens.chgewiesen bei Hofmeister 1887
(1880–85). – Inhalt: Band I – KV 175, 238, 246, 271, 413 (387a), 414 (385p);
Band II – KV 415 (387b), 449, 450, 451, 453, 456; Band III – KV 459, 466, 467,
482, 488; Band IV – KV 491, 503, 537, 595, 382. – Es handelt sich um eine
»instruktive« Ausgabe, in der zwar der Originaltext enthalten ist; an vielen
Stellen wurden jedoch Varianten zu den Klavierpassagen beigefügt und so die
Virtuosität erhöht. Dadurch wird die Sammlung zu einem wertvollen
rezeptionsgeschichtlichen Dokument. – Nicht nur wegen des Verlags kann man
diese Sammlung als »Stuttgarter Ausgabe« bezeichnen; I. Faisst, G. Lindner und
S. Lebert waren hier am Konservatorium tätig, und Ignaz Lachner hatte einige
Jahre als Hofkapellmeister an der württembergischen Hofoper gewirkt. Jedes
Konzert trägt eine Widmung, die Lebert Freunden und Schülern zugedacht hatte.
Ergänzend gab es noch Musikalien für ein zweites Klavier und für eine
Streichquintettbegleitung.
PAGANINI, Niccolò
(1782–1840). 1er
Concerto pour Violon [D-Dur] Œuvre 6.
No: 1 posthume. Mainz, Schott,
Pl.-Nr. 11368 [ca. 1852]. Stimmen in
Stich, folio, Vl. solo (25 S.), Klavierauszug (44 S.). Fadengeheftet; sehr gut
erhalten.
Bestell-Nr.
398 / 59 Preis: € 250,00
Moretti-Sorrento M.S. 21 (S. 67ff.). Deutsche
Erstausgabe. – Paganini hütete seine Kompositionen, damit zu seinen Lebzeiten
kein Konkurrent die Stücke spielen konnte. Werke wurden erst posthum veröffentlicht;
hier handelt es sich um die früheste deutsche Ausgabe, die ein Jahr nach der
französischen Erstausgabe (Schonenberger in Paris) erschienen ist. – Um einen
brillanteren Ton des Soloinstrumentes zu erreichen, wurde der Orchestersatz
nach Es-Dur transponiert und die Saiten der Geige einen halben Ton höher
gestimmt (Scordatura), worauf sowohl in der Solo-Stimme als im Klavierauszug zu
Beginn hingewiesen wird). Somit hat der Solist weiterhin in D-Dur zu spielen,
während als klangliches Ergebnis ein Es-Dur Konzert entsteht.
REINECKE, Carl (1824–1910). Clavier-Concerte
alter und neuer Zeit. [...] Zum Gebrauch
beim Conservatorium der Musik in Leipzig genau bezeichnet und herausgegeben [...] Pr. 12 Mark netto. Bd. 3: Beethoven
opp. 58 und 73, Weber op. 79 (Konzertstück), Chopin op. 21, Schumann op. 54,
Reinecke op. 72 und Henselt op. 16. Leipzig, Breitkopf & Härtel, Verl.-Nr. 14216 [1876/77]. 2 Bll. (Titel,
Vorwort), 259 S., folio. Bestoßener und beriebener HLdr. mit aufgezogenem
Titelbl. des OUmschlg. Stellenweise Fingersatz mit Bleistift eingezeichnet.
Bestell-Nr.
399 / 59 Preis: € 90,00
Reinecke war
ein geschätzter Pianist und unterrichtete seit 1860 am Leipziger
Konservatorium, dessen Direktor er 1897 wurde. Für seine Zeit ist seine
Herausgebertätigkeit von Klavierkonzerten, die Veröffentlichung von Kadenzen
und sein Eintreten speziell für die Klavierkonzerte Mozarts sehr wichtig.
RIMSKI-KORSAKOW,
Nikolai (1844–1908). Fantaisie de Concert (Si mineur) pour Violon et Orchestre
sur des thèmes russes […] Op. 33. Leipzig, Belaieff, Verl.-Nr. 76 [1887]. 6 S., Violino principale und
18 S. Klavierauszug, folio. Letzterer geklammert m. OUmschl. Unbedeutend gealtert;
einige Einzeichnungen in der Vl.-Stimme.
Bestell-Nr.
400 / 59 Preis: € 45,00
Hübsches
Beispiel jener Belaieff-Ausgaben d.Z., die mit einer mehrfarbigen Titelseite
hergestellt wurden. – Widmung: À Monsieur
Pierre Krasnokoutsky. Es handelt sich um eine Fantasie, in deren Verlauf
zwei Themen russischer Volksmusik auftauchen (entspr. Hinweis in den Noten);
sie bestimmen den größten Teil der Komposition.
RODE, Pierre
(1774–1830). Huitième Concerto pour le Violon avec Accompagnement de Piano [...] dédié à
Mademoiselle Josephine Grassini [...]. Op. 13. Pr. 1 Thlr. Leipzig, Peters, Pl.-Nr. 3650 [ca. 1853]. Stimmen in Stich,
folio, Vl. (12 S.); Klav. (16 S.). Fadengeheftete Klavierstimme gering
gebräunt; klares Druckbild.
Bestell-Nr.
401 / 59 Preis: € 80,00
Späterer Abzug
der ursprünglich mit der Pl.-Nr. 371 versehenen Noten (um 1805 erschienen),
wobei die neue Nummer nur auf der Titelseite und neben der alten in der
Klavierstimme auftaucht. – Einige aufführungstechnische Einzeichnungen mit
Bleistift in der Violinstimme. – Neben 13 Violinkonzerten schrieb Rode auch
Violinetüden, die heute noch im Unterricht verwendet werden.
SAINT-SAËNS,
Camille (1835–1921). Havanaise pour Violon avec accompagnement d’Orchestre ou
de Piano, op. 83. Paris, Durand
& Schœnewerk, Verl.-Nr. D. S. 3860,
[1888]. 7 S. Vl.-Stimme bzw. 15 S. Klavierauszug, folio. Ungeheftetes Expl.;
äußeres Doppelbl. des Klavierauszugs am Falz vollst. gerissen (ohne
Folgeschäden und Textverlust). In der Vl.-Stimme zahlreiche aufführungspraktische
Einzeichnungen (beeinträchtigen das Notenbild nicht; hier noch eine auf 1927
datierte hs. Widmung).
Bestell-Nr.
402 / 59 Preis: € 45,00
Saint-Saëns
komponierte neben drei Violinkonzerten noch mehrere kürzere Stücke für Violine
mit Orchesterbegleitung.
SCHUBERT, Franz
[Dresden] (1808–1878). Fantaisie Pour le Violon sur des Thèmes
favoris de l’Opéra le Pré au Clercs de Herold [A-Dur] avec Accompagnement de l’Orchestre ou de Piano […] dédiée à Monsieur Antoine Rolla, Maître de
Concert de S. M. le Roi de Saxe […] Priav.
Orch. 2 Thlr., av. Piano 16 Gr.
Leipzig, Breitkopf & Härtel, Pl.-Nr. 5618
[ca. 1835]. Stimmen
in Stich, folio, Violino prinzipale
(7 S.), Klav. (8 S.). Geringe Randschäden, Lagerungsspuren, jedoch klares
Druckbild.
Bestell-Nr.
403 / 59 Preis: € 120,00
Der
»Dresdener« Franz Schubert darf mit dem ungleich berühmteren Namensvetter und
Liedkomponisten aus Wien nicht verwechselt werden; auf der Titelseite des
vorliegenden Werks wird er als Violon de
la Chambre et de la Chapelle de S. M. le Roi de Saxe bezeichnet. Im Musikalischen Conversations-Lexikon wird
der mehrfach ausgezeichnete Violinvirtuose als „Concertmeister von hoher
Begabung, eine sichere, nie wankende Stütze des Dirigenten und des Orchesters“
gerühmt. Das vorliegende Stück ist in eine Fantaisie und ein Thema mit 3
Variationen gegliedert; an die letzte Variation wurde noch ein längerer virtuoser
Teil angehängt. – Das Werk ist Schuberts Amtsvorgänger Antoine Rolla
(1798–1837) gewidmet. – Le Pré au Clercs
von L. J. F. Herold ist 1832 in Paris uraufgeführt worden und entwickelte sich
nach »Zampa« zu dessen erfolgreichster Oper.
SPOHR, Louis (1784–1859).
Violin-Concerte für den
Concertvortrag genau bezeichnet in Herausgabe von Edm. Singer […] Nr. 6, G-moll. Op. 28. Kopenhagen,
Hansen, Verl.-Nr. 10501 [1891]. 13 S.
Vl. Principale und 35 S.
Klavierauszug, folio. Ungeheftet. Falz des äußeren Doppelblattes des Klavierauszugs
(zugleich Gesamtumschlag) weitgehend gerissen (nahezu ohne Folgeschäden, kein
Textverlust); sonst sehr gut erhalten.
Bestell-Nr.
404 / 59 Preis: € 35,00
Göthel, S. 46.
– Sehr originelles Stück, in dem Spohr mit dem 2. Satz (Rezitativ und Adagio)
erstmals einen gesangstypischen Charakter in ein Violinkonzert einführt. Neben
den ohnehin zahlreichen Ausgaben des Werkes erschienen einige Separatdrucke
dieses Teils. In seinem 8. Violinkonzert, In
Form einer Gesangsszene, weitete er dies auf die ganze Komposition aus. –
E. Singer (1831–1912) war ein anerkannter Violinsolist und seit 1856 in der
Stuttgarter Hofkapelle Konzertmeister.
TANSMAN, Alexandre
(1897–1986). Concerto pour Piano avec accompagnement d’orchestre. Paris, Eschig, Verl.-Nr. M.
E. 1615, © 1926. 1 Bl. (Titel), 42 S. Solo Klavier mit beigefügtem
Klavierauszug (für zwei Klaviere, in Partituranordnung), folio. Ungeheftet m.
OUmschl. Unbedeutende Alterungsspuren; insgesamt sehr gutes Exemplar.
Bestell-Nr.
405 / 59 Preis: € 45,00
Der aus Lotz
(Polen) stammende Tansman lebte seit 1920 überwiegend in Paris, wo er 1938 die
französische Staatsbürgerschaft erhielt. Als Jude musste er 1940 aus dem
besetzten Frankreich fliehen und wohnte bis zum Kriegsende in Los Angeles.
Natürlich wurde er im berüchtigten Lexikon
der Juden in der Musik nicht vergessen. – Es handelt sich hier um Tansmans
erstes Klavierkonzert, dem ein Jahr später noch ein weiteres folgte. Obwohl er
nie zu den avantgardistischen Komponisten gehörte und vielfach sogar polnische
bzw. hebräische Folklore verwendet hat, wurde er immer als sehr modern
empfunden und in die Nachfolge Scriabins eingeordnet.
TSCHAIKOWSKY, Pjotr Iljitsch (1840–1893). Concert für Violine mit Begleitung des Orchesters oder des
Pianoforte
[...] Op. 35. Einzige vom Componisten
autorisirte Ausgabe. Zum Gebrauch am Kgl. Conservatorium der Musik zu Leipzig
revidirt, mit Fingersatz u. Stricharten versehen von Arno Hilf. Leipzig,
Rahter, Verl.-Nr. 2954 [um 1905/10].
20 S. Vl.-Stimme und 51 S. Klavierauszug. Beide ungeheftet im OGesamtumschl.
einliegend. Etwas gealtert, aber insgesamt sehr gut.
Bestell-Nr.
406 / 59 Preis: € 35,00
Der Editor, A.
Hilf (1858–1909), war seit 1892 erster Violinlehrer an der genannten
Institution.
TSCHEREPNIN,
Alexandre (1899–1977). Concerto en fa pour Piano et Orchestre. Transcription
pour deux pianos. Édition annotée et doigtée par I. Philipp. London, Chester, Verl.-Nr. J.W.C. 2918, © 1924. 39 S. (Fassung für zwei Klaviere, in Partitur
notiert), folio. Fadengeheftet mit OUmschl. Sehr gutes, offenbar unbenütztes
Exemplar.
Bestell-Nr.
407 / 59 Preis: € 35,00
Es muss sich
hier um Tscherepnins 2. Klavierkonzert op. 26 handeln, das hier aber ohne
irgendeinen diesbezüglichen Anhaltspunkt veröffentlicht wurde. Das Werk besteht
aus einem mehrteiligen Satz, in dem sich der rhythmisch betonte Stil des
Komponisten immer wieder deutlich zeigt (Spielanweisung des Schlussteils: Allegro tumultuoso). – Bei dem Editor
handelt es sich um den Pianisten Isidore Philipp (1863–1958).
VIEUXTEMPS, Henry (1820–1881). Grand Concerto pour Violon, avec
accomp. de Piano ou d’Orchestre, dedié à sa Majesté Le Roi des Belges. […] Op. 10. Paris, Brandus, Pl.-Nr. B. et Cie. 7388 [um 1851]. Stimmen in
Stich, folio: Vl. (19 S.), Klav. (1 Bl. – Titel, 47 S.). Beide Stimmen
fadengebunden (im nachgefertigten Gesamtumschlag lose einliegend). Titelseite
sehr blass, sonst stellenweise etwas blass; fleckig; Wendespuren; einige
Bleistifteinzeichnungen.ffensichtlich Titelauflage des zuerst bei Troupenas
erschienenen Stücks unter Verwendung der originalen Druckplatten (hier noch mit
der Pl.-Nr. T. 1017); die Nummerierung von Brandus wurde nur jeweils auf der
ersten Notenseite unten rechts angefügt. – Es handelt sich um das erste von
insgesamt sieben Violinkonzerten des berühmten belgischen Geigers.
VOGT, Gustave
(1781–1879). Air
suisse [F-Dur]. Varié Pour le
Hautbois avec Accompagt d’Orchestre, ou Piano et dédié à M.r Anne Louis Fernand
de Rohan-Charles, Prince de Léon, Maréchal de Camp, Commandant de la Légion
d’Honneur etc. Paris, Schonenberger, Pl.-Nr. 2795 [vermutl. vor 1841]. Stimmen in Stich, folio, Ob. (5); Klav.
(16). Klavierstimme (in blauem Papierumschlag eingebunden) mit einliegender
Oboenstimme; Noten etwas stockfleckig.
Bestell-Nr.
408 / 59 Preis: € 65,00
Der aus
Straßburg stammende G. Vogt wird auf der Titelseite als 1er Hautbois de l’Academie Rle de Musique, Professeur au Conservatoire
et Chevalier de la Legion d’Honneur bezeichnet. Das vorliegende Werk
besteht aus Introduktion, Thema und drei Variationen, die deutlich länger als
das zugrundegelegte Thema sind. Die überwiegend virtuose Oboen-Partie lässt dem
Spieler kaum Zeit zum Atmen. Das Stück dürfte für die Oboisten eine willkommene
Ergänzung ihres verhältnismäßig kleinen konzertanten Repertoires sein.
VOGT, Gustav. Mélodie anglaise [B-Dur], variée
pour le Hautbois avec Accompagnement de 2 Violons, Alto, Bass, 2 Clarinettes, 2
Cors & 2 Bassons (Ad-libitum) ou de Piano seulement. Dédiée à son Alresse
Royale Monseigneur Le Duc de Cambridge, Gouverneur Général du Royaume de
Hanovre. Paris,
Richault, Pl.-Nr. 4435 [ca. 1840].
Stimmen in Stich, folio, Ob. (3 S.); Klav. (7 S.). Klavierstimme im Umschlag
aus blauem Papier mit aufgeklebtem Titelblatt des OUmschl.s eingebunden
(Oboenstimme einliegend). Unbedeutende Alterungsspuren.
Bestell-Nr.
409 / 59 Preis: € 65,00
Zur beruflichen Stellung des aus Straßburg stammenden G.
Vogt heißt es auf der Titelseite: 1er
Hautbois de la Chapelle du Roi, hautbois solo de l’Academie Royale de Musique,
Professeur à l’Ecole Rle & Membre de la Société Acadque des Enfans d’Apollon.
Vogt
komponierte mehrere Oboenkonzerte und weitere konzertante Musik für sein
Instrument. Das vorliegende Werk besteht aus Introduktion, Thema und drei
Variationen, die im Unterschied zur herkömmlichen Ausarbeitung wesentlich
länger sind, als das zugrundeliegende Thema; besonders umfangreich ist die
abschließende Polacca, in der der Solist nicht nur die grifftechnischen
Schwierigkeiten bewältigen, sondern auch Ausdauer beweisen muss.
WAGNER, Richard (1813–1883). Albumblatt [...] als Romanze für Violine mit Orchester oder
Clavier bearbeitet von August Wilhelm. [...] Ausgabe für Violine und Pianoforte. 2 M. Leipzig, Kistner &
Siegel, Verl.-Nr. 13476 (E.W.F.212.213.L.), 1873. Stimmen in
Umdruck, folio, Vl. 3 S.), Klav. 6 S. Ungeheftet. Leicht gebräunt. 2. Expl. der
Vl.-Stimme liegt bei (etwas schlechter erhalten).
Bestell-Nr.
410 / 59 Preis: € 35,00
WWV 94. –
Originaltitel: In das Album der Fürstin
Metternich (für Klavier).
WALTON, William
(1902–1983). Concerto for Viola and orchestra. London, Oxford University
Press, © 1930. 12 S. Va. solo (ungeheftet), 43
S. Klavierauszug (fadengeheftet), folio. Äußeres Doppelbl. des Klavierauszugs
beinah gerissen; gesamtes Material dennoch nahezu neuwertig.
Bestell-Nr.
411 / 59 Preis: € 35,00
Das
Viola-Konzert, das kurz vor dem berühmten Oratorium Belshazzar’s Feast entstanden war, gehört zu Waltons frühesten
Werken, in denen er zu einem eigenständigen Stil gefunden hatte: „... Walton deepened his expressive range and contrapuntal
technique, advancing his musical language“ (New Grove).
WEBER, Carl
Maria von (1786–1826). Concertino per il Corno [e-moll] con accompagnamento dell
Orchestro […] Op. 45.
Berlin-Lichterfelde, Lienau, Verl.-Nr. S.
5598 (A) [vermutl. 1920er Jahre]. 6 S. Hr., 14 S. Klav., folio. Ungeheftet;
praktisch neuwertig.
Bestell-Nr.
412 / 59 Preis: € 45,00
Jähns 188. –
Weber hatte das Stück bereits 1806 komponiert, aber erst 1815 bei Peters
veröffentlicht und dafür grundlegend umgearbeitet; die Erstfassung ist
verloren. – Hier scheint es sich um einen reprographischen Nachdruck zu
handeln, bei dem nur das Impressum auf der Titelseite geändert wurde (die
Verl.-Nr. deutet auf eine Ausgabe von Schlesinger). – Höchst originell sind die
vom Solisten auszuführenden Akkorde in der Kadenz unmittelbar vor der Polacca;
hierfür muss gleichzeitig mit dem geblasenen Ton ein weiterer gesummt werden,
worauf sich durch ein physikalisches Phänomen für den Hörer ein dritter (in
Ausnahmefällen sogar vierter) Ton einstellt.
WINKLER, Alexandre
(1865–1935). Air
finnois varié pour Violon [A-Dur] avec
accompagnement d’Orchestre op. 18. Leipzig, Belaïeff, Verl.-Nr. 3061, 1913. Stimmen (jeweils geheftet),
folio, Vl. (8), Klav (19). Fast neuwertiges Exemplar (Violinstimme in der
Klavierstimme einliegend).
Bestell-Nr.
413 / 59 Preis: € 65,00
Das
wirkungsvolle Werk, das zu den gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufkommenden
folkloristischen und konzertanten Violinkompositionen gehört (wie z.B. Lalos Sinfonie espagnole oder Sarasates Zigeunerweisen), besteht aus einem
schlichten Thema und neun z.T. äußerst virtuosen Variationen (darunter Nr. 7 alla marcia und Nr. 8 Allegro, Tempo rubato, quasi Cadenza),
wobei die letztere als ausgedehnter Finalsatz gestaltet ist. – Winkler wirkte
vorwiegend in St. Petersburg, das er wegen der Oktoberrevolution nur für einige
Jahre verließ und in Besançon lebte; 1923 kehrte er in das nunmehrige Leningrad
zurück und nahm seine Tätigkeit als Kompositionslehrer wieder auf. Der
Widmungsträger, Charles Grigorowitsch (1867–1926), war Schüler u.a. von
Wienawski und Joachim; nach einer großen Karriere v.a. in Osteuropa beging er
Selbstmord. – Auf dem OUmschl. der Klavierstimme befindet sich interessante Verlagswerbung,
die einen Überblick über das Repertoire mit vorwiegend heute nahezu unbekannten
russischen Komponisten der Zeit informiert.
Sammelband mit Kammermusik für Violoncello (teilweise auch
Violine) und Klavier. HLnbd., folio. Gut erhalten; eingebundene Musikalien in
versch. Formaten. Es handelt sich immer um die Klavierpartituren.
Bestell-Nr.
414 / 59 Preis: € 60,00
KLENGEL, Julius (1859–1933). 1. [2. bzw. 3.] Concertino für
Violoncell und Pianoforte, op. 7 [op. 41
bzw. 46]. Leipzig,
Breitkopf & Härtel, Verl.- Nr. 2938
[3966 bzw. 3113], [ca. 1885; © 1904 bzw. 1909]. 27 S. [27 bzw. 17 S.].
OUmschl. jeweils eingebunden. Leicht gebräunt.
GOLTERMANN, Georg (1824–1898). Erste Sonatine für Violoncell und Piano,
op. 36. Offenbach, André, Verl.-Nr. 8607,
[ca. 1862, hier: um 1900]. 14 S. Die Streicherstimme ist mit Violino (od. Violoncello) bezeichnet und durchgehend im Violinschlüssel
wiedergegeben. OUmschl. eingebunden.
ders.: 4me Concert pour
Violoncelle avec accompagnement d’orchestre ou de Piano, op. 65. Neu revidierte
Ausgabe von Julius Klengel & Edm. Parlow. Offenbach, André, Verl.-Nr. 11044, © 1912. 23 S.
MENDELSSOHN, Ludwig (1858–1921). Schüler-Konzert (D dur) für Violoncello (od.
Violine) mit Begleitung des Pianoforte,
op. 213. Eingeführt am Sternschen
Konservatorium zu Berlin. Leipzig, Junne, Verl.-Nr. 4386, © 1908. 15 S. Gebräunt.
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