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Teil 3:
Sinfonien und Konzerte des 18.
Jahrhundert
ABEL, Karl Friedrich
(1725–1787). Six Overtures
in Eight Parts
for Violins, French-horns, Hautboys,
one Tenor with a
Thorough Bass for the Harpsichord or Violoncello […] Opera Prima.
London, Johnson [1761]. Kompl. Stimmsatz in Stich, folio: Ob.1-2,
Hr.1-2,
Vl.1-2, Va., 2×Basso.
Schwach gebräunt, sonst
sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 58/59
Preis: € 1.200,00
RISM A bzw. AA 52
(viele Ex. sind unvollständig); BUC, S. 2. – Abel
lebte seit 1759 in London, wo
er das Musikleben entscheidend beeinflusste – nicht nur durch
seine gemeinsam
mit J. C. Bach veranstalteten Konzerte, sondern noch mehr durch seine
Orchesterwerke: Insbesondere Mozart zeigte sich von ihnen beeindruckt;
er
kopierte dessen op. 7 Nr. 6 im Jahre 1765 in sein Skizzenbuch (weshalb
sie
lange unter KV 18 als Werk Mozarts galt). Auch auf andere Zeitgenossen
wirkten
diese Orchesterwerke so, dass man geradezu von Abelischer
Sinfonik sprach
(C. L. Juncker 1776).
ABEL, Karl
Friedrich (1725–1787) / ARNE, Thomas
(1710–1778) / SMITH, John Cristopher (1712–1795). Abel, Arne and
Smith’s Six Favourite Overtures for Violins, Hoboys and
French Horns, with a
Bass for the Harpsichord and Violoncello From [linke Spalte] Love
in a
Village, Thomas & Sally, Judith, [rechte Spalte] Eliza,
Enchanter,
Fairies [darunter zentriert] To
which is
added the Tempest. London, Walsh
[1763]. Kompl. Stimmsatz in Stich, folio: Ob.1-2, Hr.1+2, Vl.1-2, Va., Basso (meist
mit Gb-Beziff.), Basso (ganz
mit Gb-Bez.). Vl.1 mit geringen Gebrauchsspuren; insgesamt sehr
schöner
Stimmensatz (stellenweise etwas gebräunt).
Bestell-Nr. 59/59
Preis: € 750,00
RISM B II S. 57
(sechs Expl. weltweit, keines in D; hier werden nur sieben Stimmen
genannt);
BUC, S. 751. – Es handelt sich um die erweiterte Auflage der
um 1760 bereits
aufgelegten sechs Ouvertüren (vgl. RISM B II, S. 57), zu der
nun als siebte diejenige
zu Smith’s »Tempest« kam. Wohl aus
Ersparnisgründen behielt man die
ursprüngliche (eigentlich aufgrund der falschen Angabe der
Anzahl ungeeignete)
Titelseite bei und ergänzte nur den siebten Titel bei der
Aufzählung der Werke.
– Das vorliegende Expl. ist aufführungsgeschichtlich
interessant; in der
Vl.1-Stimme wurden handschriftliche Ergänzungen zur Nr. 1 und
2 eingefügt,
wodurch originale Pausentakte ersetzt werden sollten (keine
Übernahme von Musik
aus anderen Stimmen!). – In der erstgenannten Basso-Stimme
fehlt zur Nr.
3 und 4 die Gb-Bezifferung; hier wurde die Stimme dafür mit Bassoon
bzw.
Violoncello bezeichnet. Inhalt: 1. Love
in a village (Abel) – 2. Thomas
and Sally (Arne) – 3. Judith (Arne) – 4. Eliza
(Arne) – 5. Enchanter (Smith)
– 6. Fairies (Smith) – 7. Tempest
(Smith); Nrr. 6 und 7 gehören
zu Schauspielen von Shakespeare. Wertvolle Sammlung von
Ouvertüren zu Opern und
Schauspielen, was die Aufführungspraxis um 1760 illustriert.
ANDRÉ,
Johann Anton (1775–1842). Grosse
Sinfonie zur Friedens Feyer 1797 [...]
7tes Werk. Offenbach/M., André,
Pl.-Nr. 883 [1797]. Stimmen in
Stich, folio: Fl. (4 S.), Due Fagotti (4
S.), Tromboni 1+2+3 (2 S.), Vl.1 (4
S.), Vl.2 (4 S.), Due Viole (3 S.), Violoncelli
e Violoni (4 S.).
Sehr gut
erhalten (nahezu ohne
Lagerungsspuren).
Bestell-Nr. 60/59
Preis: € 650,00
BUC S. 30; Eitner
I, S. 140; Matthäus S. 301. – Aus Vorbesitz des
Orchesters „Felix meritis“
(Amsterdam). Aufgrund entsprechender Angaben in den Musikalien scheinen
Partien
für Oboen und Hörner vorgesehen zu sein, deren
Stimmen in unserem Exemplar
jedoch nicht vorliegen. – J. A. André ist in die
Musikgeschichte v. a. als der
äußerst verlässlicher Herausgeber
zahlreicher Erstausgaben von Werken W. A.
Mozarts bekannt; er hatte von dessen Witwe einen sehr großen
Teil des
Nachlasses erworben. Weniger bekannt ist, dass er ein
fleißiger Komponist war.
Im vorliegenden Werk legte er mit einer höchst
ungewöhnlichen Besetzung (drei
Posaunen, geteilte Va.) eine sehr originelle Komposition vor,
dürfte sie doch
eines der frühesten Beispiele für Posaunen in einer
Sinfonie sein. Mit dem Werk
begrüßte André den Frieden von Campo
Formio, nicht ahnend, dass die großen
Kriege erst noch bevorstanden! – Die Violinstimmen weisen
eine eindrucksvolle
und sehr aufwendig gestaltete Titelseite auf: Im Zentrum eine
große Tafel, in
die der Titel »eingraviert« ist, bekrönt
von einem Medaillon mit drei Grazien,
dabei Musikinstrumente und Blumengirlanden; die Tafel wird links von
einem
Säulenstumpf, einer Kanne, und rechts von Überresten
eines Frieses flankiert.
ARNE,
Thomas Augustine
(1710–1778). Eight Overtures
in 8 Parts, Four for Violins, Hoboys, or German Flutes
and Four for Violins, French Horns &c. with a Bass for the
Violoncello
& Harpsichord. London, Walsh
[1751]. 7 (von 8) Stimmen in Stich, folio: Ob.1-2, Hr.2+Tr.1-2, Vl.1-2,
Va., 2×Basso.
Sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 61/59 Preis: € 450,00
RISM
A 2154; BUC S. 49. – Wertvolle Sammlung von acht
frühen Sinfonien, die Arne
hier noch im Sinne Händels Overtures nennt.
Sie sind meist dreisätzig
(Schnell-Langsam-Menuetto); abweichend davon hat Nr. 2 und 6 eine Fuge
als
Mittelsatz. – Die Hr.1-Stimme fehlt (die Hörner
spielen nur in den Sinfonien
Nr. 3-5; nach der Hr.2-Stimme zu schließen, fällt
das Fehlen von Hr.1 kaum ins
Gewicht).
ARNE,
Thomas Augustine
(1710–1778). The Overture in
Artaxerxes in all ist
Parts,
for Violins, &c. London, Johnson [um
1765]. Stimmen
in Stich, folio: Ob.1-2,
Fg.1-2, Hr.1-2, Vl.1-2, Va.,
Vc. (späterer Druck). Bis
auf die etwas gebräunte Titelseite (Vl.1) sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 62/59
Preis: € 280,00
RISM
A bzw. AA 1637 (vier Expl. weltweit, davon eines in D); BUC S. 42.
– Arnes Oper
»Artaxerxes« wurde am 2. Februar 1762 in London
uraufgeführt und war sein
erfolgreichstes Bühnenwerk; das Libretto stammte vom
Komponisten, ging aber auf
die vielfach vertonte Version von Metastasio zurück
(Erstvertonung von Vinci
1730, später z. B. auch von Gluck 1741, Graun 1743). Noch weit
bis ins 19. Jh.
blieb das Werk auf den englischen Spielplänen, und 1962 fand
eine vielbeachtete
Wiederbelebung unter Mitwirkung von Joan Sutherland in London statt.
ARNE, Thomas
Augustine. The Favorite Overture in
Artaxerxes for a Grand Orchestra […] London,
Preston [ca.
1789].
Kompl. Aufführungsmaterial mit Duplierstimmen: Ob.1,
2× Ob.2, Fg.,
Hr.1-2, Tr.1-2, Pk., 2×Vl.1, 2×Vl.2,
Va., Vc., folio. Sehr gut erhalten. Eine Vl.1-Stimme mit deutlichem,
aber doch
verblasstem Wasserfleck; Stimmen zum Teil am Falz rissig, jedoch ohne
Beeinträchtigung des Drucks.
Bestell-Nr. 62a/59
Preis: € 120,00
RISM
A bzw. AA 1640 (nur 2 Expl. in GB); BUC, S. 42. – Die
anhaltende Beliebtheit
von Artaxerxes dokumentiert sich in zahlreichen Ganz- und Teilausgaben
sowie
Arrangements. Dieser späten Ausgabe wurden, dem Geschmack am
Ende des 18. Jh.s
folgend, Trompeten und Pauken hinzugefügt.
ARNE,
Thomas Augustine. The Periodical
Overture In 8 Parts […] Number
XXVII [G-Dur].
Price 2 sh. London,
Printed and sold by Bremner [1770]. Stimmen
in Stich, folio: Hr.2, Vl.1, Vl.2; es fehlen: Ob.1, Ob.2, Va.,
Basso. Sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 63/59
Preis: € 160,00
RISM
A bzw. AA 1834 (4 Fundorte: GB-Lpl und Mp, S-Ssr und US-NH); BUC, S.
44.
Selten. – Jeweils auf der ersten Notenseite wurde unten die
Herkunft des Stücks
nachgewiesen: Guardian Outwitted (comic opera;
Uraufführung: London, 12.
Dezember 1764). Sehr hübscher Zierrahmen zum Titel auf Vl.1
(Rankenwerk mit
Musikinstrumenten).
BACH,
Johann Christian
(1735–1782). A Third Sett of
Six Concertos for the
Harpsichord or Piano Forte. With
Accompaniments for two Violins and a Bass, two Hautboys and two French
Horns ad
Libitum. Humly Dedicated to M.rs Pelham [...] Opera
XIII. London, Dale
[ca. 1785]. 56
S. Cembalo solo-Stimme in Stich, folio.
Nachgefertigter blauer Lnbd. m. Goldprägung a. d. R. (2. H.
20. Jh.). Die
fehlende Titelseite sowie die gleichfalls fehlenden S. 55/56 durch
Kopien
ersetzt.
Bestell-Nr. 64/59
Preis: € 120,00
RISM
B 284; BUC, S. 75. Vollständige Exemplare dieser
Klavierkonzerte sind äußerst
selten; die einzelne Solostimme dagegen kommt gelegentlich vor.
BAGGE, Karl Ernst von
(1722–1791). Concerto de Violon à
plusieurs instruments [C-Dur] Dedié
a Son Altesse Royale Monseigneur le
Prince de Prusse, Paris, s.
n. [um 1780]. Vollständiger Stimmsatz in Stich, folio: Vl. Principale (2 Bll.
– Titel,
Widmung, 7 S.), Ob.1-2, Hr.1-2, Vl.1-2, Va.1-2, Basso.
Bestell-Nr. 65/59
Preis: € 750,00
RISM
B 640 (3 Expl., nur eines in Deutschland). – Dem adligen
Komponisten und seinem
königlichen Widmungsempfänger (vermutlich Friedrich
Wilhelm II., seit 1786
preußischer König) gemäß wurde
die Titelseite sehr aufwändig gestaltet: Im
Rahmen finden sich zahlreiche Putti, die sehr malerisch auf Wolken
platziert
sind; sie musizieren, beschäftigen sich mit der Bildenden
Kunst und haben
offenbar auch miltärische Ambitionen – im oberen
Bereich geben sie sich mit
Kanonen, Bajonetten und Fahnen ab. Auf diese unfriedliche Symbolik
bezieht sich
auch die Widmung an den Preuß. Kronprinzen: „Toute
L’Europe admire vos
Talens guerriers“, heißt es da, doch es
werden auch Künste und
Wissenschaften gebührend gewürdigt.
Bagge
erweist sich im vorliegenden Violinkonzert als durchaus origineller
Komponist:
Mehrfach taucht in der Solo-Partie die Spielanweisung voce
omana bzw. voce
omana sopra la quarta auf, was für die damalige
Zeit zu bedeuten hat, dass
die Tongebung des Geigers die menschliche Stimme imitieren soll
– nach Leopold
Mozart heißt das, ein natürliches Vibrato
wie ein Sänger einzusetzen
(man sage dies weiter an alle Übertreibungsapostel des non
vibrato-Spiels,
das – zumindest als Absolutum – eine ideologische
Erfindung des späten 20.
Jahrhunderts ist). – Ein weiterer, für die damalige
Zeit ungewöhnlicher Einfall
ist ein Recitativo Andante, mit dem der 2. Satz, Cavatina,
eingeleitet wird. Dem gegenüber wirkt der Begleitsatz des
Orchesters, der sich
dem Solisten völlig unterordnet, noch sehr konventionell
(ungewöhnlich ist
allerdings die Teilung der Bratschen).
Bagge
lebte seit ca. 1750 in Paris und gilt als komponierender Dilettant par
excellence; er spielte auch die Violine ganz leidlich und
sammelte
Musikinstrumente. Seine Zeitgenossen bestaunten ihn deshalb nicht nur,
sondern
amüsierten sich über den Sonderling, der aber auch
viele Künstler (darunter
Viotti und Kreutzer) gefördert hat. Auch die Famile Mozart
hatte 1764 und
1777/78 häufige Kontakte mit Baron Bagge. Am 28. Februar 1778
schreibt Leopold
an seinen Sohn und analysiert wohl am genauesten seine
Tätigkeit: „Er ist,
so viel ich weis ein armer Baron aus Preussen […]
und hat sich in Paris
mit einer sehr reichen Hutmacherstochter verheyrathet […]
Er ist ein
passionierter Liebhaber der Musick. Er hat immer Concerten in seinem
Haus
gegeben […] Dazu hatte er immer einige
Leute […] die er für
allzeit bezahlte, ihnen aber wenig gab […] Im
übrigen behalf er sich mit
allen fremden Virtuosen, die alle zu ihm Kamen, da sie in einer fremden
Statt
bey ihm sich Raths erhohlen und in fernere Bekanntschaften kommen
konnten.
Selbst die Pariser Virtuosen kommen öfters hin, einige,wenn
sie etwas neues
haben, solches alda probieren zu können, andere um fremde
Musikstücke alda zu
hören, weil er sich sehr um neue musikalien bewierbt, und
endlich kommen sie
auch dahin um Gelegenheit zu haben, neue fremde angekommene Virtuosen
zu hörn. […]“
Bagge war also eine Institution,
Laboratorium für ‚Neue Musik’ und
Kontaktbörse in einem, und so ist es legitim, dass man sich
seiner auch in der Kunst
erinnerte: Einmal in der opéra comique La
musicomanie (1779) von
Nicolas-Médard Audinot und zum andern in E. T. A. Hoffmanns Serapionsbrüdern.
BOCCHERINI,
Luigi
(1743–1805). A Second Set of
Six Simphonies or Sonatas for
two Violins & a Violoncello […] Opera
IV. […] London, [vermutlich
Preston], Pl.-Nr. 9207 [ca.
1780, Abzug wesentlich später]. Vollst. Stimmsatz in Stich,
folio: Vl.1, Vl.2, Basso.
Unwesentliche Lagerungs- und Alterungsspuren.
Bestell-Nr. 66/59
Preis:
€ 160,00
Gérard
83–88; RISM B bzw. BB 3068 (4 Expl. in GB, I und US).
– Das originale Impressum
wurde mit einem gedruckten Etikett des Händlers Robert Cocks
& Co.
überklebt, von dem die nachträglich eingestanzte
Pl.-Nr. stammt (vermutlich
erst um 1875). Das Papier des Aufklebers ist jedoch so stark, dass die
originale Verlagsangabe kaum zu identifizieren ist.
BORGHI,
Luigi (um 1745– um
1806). Six Overtures
In four Parts, with Hautboys and French-Horns ad libitum;
Calculated for Small or Great Concerts [..].
Opera
VI. [...]
London, Preston [ca. 1787]. Vollst. Stimmsatz in
Stich, folio: Ob.1-2, Hr.1-2, Vl.1-2, Va.,
2×Basso mit
Gb-Beziff. Sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 67/59
Preis: € 280,00
Diese
Auflage nicht in RISM (B 3732: … for the Author;
B 3733: Skillern for
the author); nicht in BUC (vgl. S. 124). – L.
Borghi, Schüler Pugnanis,
stammte aus Bolgna und war Violinist und Komponist; ab 1769 lebte er in
London,
wo er auch starb. – Die Stücke des Opus VI sind in
den Stimmen jeweils als Sinfonia
bezeichnet, wobei die damals gebräuchlichen
Typen vertreten sind (3- oder
4sätzig, teils mit langsamer Einleitung zum ersten Satz; in
den langsamen
Sätzen haben die Bläser immer zu pausieren).
BORGHI,
Luigi. Six
Concertos for the Violin, in nine Parts [...] London,
Napier, Pl.-Nr. 46 [ca. 1780]. 1
Bl. (Titel, Verlagskatalog), 25 S. Violino Principale in
Stich, folio.
Fadengeheftet.
Außen Lagerungsspuren.
Sehr klares Druckbild. Einige Bleistifteintragungen d. Z.
Bestell-Nr. 68/59
Preis: € 135,00
RISM
B bzw. BB 3703 (in E, GB, I und USA; selten); BUC, S. 124. –
Diese dem galanten
Stil zugehörenden Konzerte sind mehrfach nachgedruckt worden
und müssen demnach
recht beliebt gewesen sein. Auf der Titelseite ist
diesbezüglich noch
angemerkt: These Concertos may be had single at 4sh.s each.
CIRRI, Giovanni Battista
(1724–1800). Six Overtures
In
Eight Parts, Dedicated to His Royal Highness the Duke of York
[…] Opera 5.
London, Welcker [1765]. Vollst. Stimmsatz in Stich, folio: Ob.1-2,
Hr.1-2,
Vl.1-2, Va., 2×Basso.
Druckerschwärze gering
durchscheinend, sonst sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 69/59
Preis: € 280,00
RISM
C 2502 (3 Expl., nicht
in D); BUC, S. 192. – Der aus
Forli stammende Cirri studierte und wirkte zunächst in
Bologna. Zwischen 1764
und 1780 lebte er in London, wo er als Cellist an den Konzerten des
achtjährigen Mozart und an den Bach-Abel-Konzerten teilnahm.
Danach kehrte er
in seine Heimatstadt zurück, wo er bis zu seinem Tod als
Kirchenmusiker tätig
war. Aufgrund seiner melodischen Begabung, die sich mit dem Stil des
jungen
Boccherini vergleichen lässt, war Cirri in den 1760er und
1770er Jahren recht
populär; er hat vorwiegend Kammermusik (besonders für
Cello) komponiert. – Hier
handelt es sich um dreisätzige Ouvertüren (schnell
– langsam – schnell), wobei
die Bläser jeweils in den mittleren Sätzen pausieren.
CRAMER,
[Johann Baptist] (1771–1858).
Concerto op. 16. [d-moll, für Klavier] Kein
Verlagsnachweis möglich [2.
Hälfte 18. Jh.]. Unvollst. Stimmsatz in Stich, fol.: Vl.1,
Va., Basso.
Bestell-Nr. 70/59
Preis: €
60,00
Einzige
Titelangabe in der Bogennorm der Stimmen: Cramers Concerto
Op. 16. Es
muss sich um dessen 2. Klavierkonzert handeln (vgl. New Grove mit
identischer
Tonart und Opuszahl); BUC weist eine Ausgabe bei Birchall (London) aus
dem Jahr
1799 nach.
CRAMER,
Wilhelm
(1745–1799). Concerto [Nr. 1; C-Dur] A
Violon Principalle, Premier et
Second Violon, Alto et Basse [...] Paris
/ Lyon, Sieber / Casteau [um 1785]. Unvollst. Stimmsatz in Stich, fol.:
Violino
principale (S. 3–8 vorhanden), Vl.2 (5), Va. (3).
Gut erhalten.
Bestell-Nr. 71/59
Preis: € 100,00
RISM
C 4377 (eines von insgesamt zwei Expl. in D). – Gedruckte
Nummerierung des
Konzerts in den Stimmen. – Der in Mannheim geborene W. Cramer
gehörte zu den
bedeutendsten Geigern der Mannheimer Schule. Von 1757–1772
war er Mitglied in
der dortigen Hofkapelle, bevor er als Königlicher
Kapellmeister nach London
ging. Besonders wertvolle Quelle zum Mannheimer Violinkonzertschaffen.
CRAMER,
Wilhelm. [2.e] Concerto [B-Dur]
à Violon Principalle [!],
Premier et Second
Violon, Alto et Basse [...] Prix
4tt 4s.
Paris / Lyon, Sieber /
Casteau [1774]. Stimmen in Stich, folio: Violino principale (8
S., Blatt
mit den S. 5/6 fehlt), Vl.1-2, Va.;
Basso in
Kopie beiliegend. Gut erhaltener Stimmensatz.
Bestell-Nr. 72/59
Preis: €
180,00
RISM C 4381; Lesure S. 143.
CRAMER,
Wilhelm. A
Favorite Concerto [Nr. 5] For
a Violin Obligato [F-Dur] ... London, Longman & Broderip [1783]. Unvollst. Stimmsatz in Stich,
fol.: Vl. Solo, Vl.2,
Va. Sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 73/59
Preis: € 120,00
RISM C 4371 (einziges
Expl. in GB-Lbm, jedoch unvollständig: nur Vl. solo); BUC S.
237. – Gedruckte
Nummerierung zu Beginn des Notenteils in den Stimmen.
CRISPI,
Pietro
(1737–1797). To be continued
Monthly. The Periodical Overture In 8 Parts […] Number V. London, Bremner [1763]. Kompl. Stimmsatz
in Stich, folio:
Ob.1-2, Hr.1-2 (alle je 5 S.), Vl.1-2, Va.,
2×Basso
(alle jew. 11 S.). Vereinzelt Druckerschwärze
schwach durchscheinend, sonst
sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 74/59
Preis: € 450,00
RISM
C bzw. CC 4416 (fünf Expl.,
nicht in D); BUC, S. 239.
– Hier handelt es sich um eine dreisätzige Sinfonie
(schnell – langsam –
schnell). Crispi war Organist an San Luigi die Francesi in Rom. Burney
erwähnt
ihn ausführlich wegen der regelmäßigen
Konzerte, die bei ihm zu Hause
stattfanden. Seine Zeitgenossen schätzten ihn sehr: Burney
berichtet, er sei „a
good performer“, und Fétis lobt an
seinen Kompositionen, „le chant en
est naturel et d’une élégante
simplicité“.
DALAYRAC,
Nicolas-Marie (1753–1809). Ouverture de Maison à vendre [...] à
Grand
Orchestre. Paris, Janet
& Cotelle, Pl.-Nr. 1516 [ca. 1825, Abzug
nach Platten vor 1800].
Vollst. Stimmsatz (mit Duplierstimmen) in Stich, folio: Fl.,
Ob.1-2, Fg.1+2, Hr.1-2, Pos., 2×Vl.1, Vl.2, Va.,
2×Basso. Handschriftliche
Ersatzstimmen: Hr.1, Hr.2, statt original C nun in D. Gering
stockfleckig,
jedoch ausgesprochen klares Druckbild.
Bestell-Nr. 75/59
Preis: € 160,00
RISM D 395 (einziges und
gleichzeitig unvollständiges
Exemplar in I). – Die einaktige, komische Oper Dalayracs ist
am 23. Oktober
1800 in Paris uraufgeführt worden und dürfte sein
beliebtestes Bühnenwerk
gewesen sein (noch im 20. Jahrhundert ebd. gegeben). Bis in die 1820er
Jahre
ist sie in nahezu allen Opernhäuser
Europas gespielt
worden, ebenso in Buenos Aires und Kalkutta. – Für
den Stich dieser
Einzelausgabe sind die wesentlich älteren Druckplatten der
ganzen Oper
verwendet worden; in einigen Bläserstimmen folgen noch einige
Takte eines
weiteren Stücks (einschließlich Stichworte). Sie
stammen wahrscheinlich aus der
zunächst vom Komponisten vertriebenen Ausgabe (RISM D 388),
mit der später
Pleyel handelte.
DAVAUX,
Jean-Baptiste (1742–1822). [4 Violinkonzerte op. 2, Nr.
1-4 jeweils in Ms.] Concerto
a Violon principal premier et
second, Alto e Basso. Dédié aux Amateurs, Compose
Par M.r
Davau [sic] Amateur. Mis
au Jour Par Monsieur
Bailleux. Paris
/ Lyon, Bailleux / Castaud [um
1785]. Stich, folio, jeweils 3 Seiten Notentext: Vl.1,
Vl.2, Va.,
Basso. Tuttistimmen jeweils
zusammengebunden in 4 Heften mit
dunkelblauem Papierumschlag; deutliche Lagerungsspuren.
Bestell-Nr. 76/59
Preis: € 180,00
RISM
D 1135 bis 1138 (sehr seltene Drucke). – Auch bei Hummel in
Den Haag sind die
vier Konzerte erschienen (s. RISM D 1134). – Am unteren Rand
der Titelseite zum
1. Konzert befindet sich zu unterst die Warnung: «
Il paroit des exemplaires
défectueux de ce Concerto, qui a été
gravé furtivement sur une copie informe;
l’Editeur en prévient les Amateurs, et annonce que
celui ci a été corrigé par
l’Auteur. »
DIBDIN,
Charles (1745
–1814). A select
Overture In 8 Parts [zur Oper Padlock]
[...] N° 9. London,
Johnston
[ca. 1770]. 3 (von 8) Stimmen in
Stich, folio: Hr.2, Vl.1, Vl.2. Sehr
schön.
Bestell-Nr. 77/59
Preis: € 120,00
RISM
D 2566 (alle vier Expl. in GB); BUC S. 276. – Vl.1-Stimme mit
sehr hübschem
Titelblatt: Aufwändiger Zierrahmen, vorwiegend aus
Musikinstrumenten, dazu
einige Blumenmotive und Notenfolianten. –
Uraufführung des genannten Werkes:
1768.
DITTERS VON
DITTERSDORF,
Karl (1739–1799). The Periodical
Overture [C-Dur] In eight Parts
Composed by Diter [sic] No. 38. London,
Preston [ca. 1795]. 6 (von 8) Stimmen in Stich, folio: Ob.1-2, Vl.1-2, Va., Basso mit
Gb-Bezifferung; es fehlen: Hr. 1-2.
Schwach gebräunt.
Bestell-Nr. 78/59
Preis: € 380,00
Nicht in RISM (D 3280:
London, Bremner); nicht in BUC (vgl. S. 285; nennt nur die Ausgabe von
Bremner); Krebs I, 19. – In den Stimmen wurde zu Beginn des
Notentextes
angegeben: Sinfonia XXXVIII (dementsprechend hs.
Numerierung auf der
Titelseite: 38). –
Wertvoller englischer Druck, der Dittersdorfs Beliebtheit auch jenseits
des
Kanals dokumentiert.
DUSSEK,
Johann Ladislaus
(1760–1812). Cinquième
Concerto Pour le Forté-Piano avec Orchestre (Ad-Libitum)... Edition Corigée. Ce
Concerto a
été
exécuté par l’Auteur au Concert de Mr.
Libon. Oeuvre 22. Paris,
Sieber et Fils, Pl.-Nr. 1414 [ca. 1825]. 1 Bl., 22
S. Klavierstimme in
Stich, fol., stockfleckig.
Bestell-Nr. 79/59
Preis: € 80,00
Diese
Ausgabe nicht in RISM. Sie basiert auf einem Druck
von Sieber Père, der
bereits 1796 mit der Pl.-Nr. 1414 erschienen war (s. RISM D 4034, nur 2
Ex., davon 1
unvollst.); die alte Pl.-Nr. ist in unserem
Exemplar am unteren Rand noch teilweise zu erkennen.
DUSSEK,
Johann
Ladislaus. Dussek’s,
Grand Concerto, As
Performed at Mr.
Salomon’s, and at the Professional Concerts, &c.
Composed for the Piano
Forte, with additional Keys, and also adapted for any other Piano
Forte, or
Harpsichord, with Accompaniments […] Op.
22. London / Edinburgh, Author, Corri & Co. [ca.
1797]. Stimmen in
Stich, folio: Klavier (22 S.), Violino I, Va., Basso.
Bestell-Nr. 80/59
Preis: € 280,00
RISM
D 4033 (lediglich die Klavierstimme ist bekannt!). –
Äußerst seltene Original-
und Erstausgabe dieses in den französischen Drucken
als fünftes Konzert
bezeichneten Werks; unser Exemplar scheint das erste zu sein, das
wenigstens
einen Teil der Orchesterstimmen der Originalausgabe enthält.
Dem Titeltext ist
zu entnehmen, dass das Konzert zunächst auch ohne Begleitung
gespielt werden
kann (was das Fehlen der Orchesterstimmsätze erklären
würde); die „additional
Keys“ beziehen sich auf die um diese Zeit dem klassischen
Pianoforte
hinzugefügte höchste Oktave; zum Gebrauch der
„Piano Forte’s without Additional
Keys“ gibt die Solostimme tiefer gelegte Varianten in
Kleinstich.
DUSSEK,
Johann
Ladislaus. A Concerto [Es-Dur] for
the Piano Forte or Harpsichord with
Accompaniments in which is introduced The
favorite Air
of the Plough Boy […] Price 5s.
London, Longman & Broderip [ca. 1795].
19 S.
Klavierstimme in Stich, folio. Fadengeheftet;
an den Rändern sehr knapp beschnitten (Druckbereich wird
stellenweise berührt,
jedoch ohne Textverlust). Fehlstelle S. 15/16 (rechts unten) hinterlegt
und
betroffene Noten hs. ergänzt. Letztes Blatt mit einigen
Schäden, die den
Notenteil etwas beeinträchtigen.
Bestell-Nr. 81/59
Preis: € 60,00
RISM
D 4014 (nicht in D); BUC, S. 301. – Das Konzert ist auch mit
der Opuszahl 15
veröffentlicht worden. Die Arie The Plough Boy (auch:
The Little
Plough Boy) mit einigen sozialen und politischen Anspielungen
stammt aus
der komischen Oper The Farmer von William Shield,
die am 31. Oktober
1787 in London uraufgeführt worden war. 1947 nahm Benjamin
Britten das Stück in
seine Folk-Song Arrangements auf.
EDELMANN, Johann Friedrich
(1749–1794). Overture [D-Dur,
op. 4]. London, Verlag nicht feststellbar, 2. Hälfte 18. Jh.
Stimmen in Stich,
folio: Vl.1, Basso. Sehr gut erhalten. Die
Identifizierung des
Komponisten ist nur durch die zeitgenössische hs. Aufschrift Overture
Edelmann möglich. Es müsste sich um eine
der Ausgaben RISM E 386 bis 389
handeln.
Bestell-Nr. 82/59
Preis: € 80,00
EVANCE,
William. A Favorite
Concerto for the Harpsichord or Piano Forte with
Accompanyments... Loncon,
Longman & Broderip [ca. 1785]. 1 Bl., 9
S.
Klavierstimme, 1 S. Verlagskatalog,
in Stich,
folio.
Bestell-Nr. 83/59
Preis: € 80,00
BUC
S. 321; RISM E 890 (4 Ex.). – William Evance lebte, wie der
Titel angibt, in
Durham, wohl als Organist. Bisher ist von ihm außer
vorliegendem Konzert nur
noch eine um 1775 in London erschienene Sammlung von Klaviertrios
bekannt
geworden.
GALLO, Alberto (18. Jh.).
Twelve
Sinfonie or Sonatas in 4 Parts. For
Two Violins, a Tenor, with a Bass for the
Violoncello & Harpsichord. Compos’d in
an easy and pleasing Stile.
[...] Opera 2da. London,
printed for Walsh [1754]. Vollst. Stimmsatz in Stich,
folio: Vl.1 (12
S.) Vl.2 (11 S.), Va. (9 S.), Cembalo e Violoncello mit Gb-Bezifferung
(10 S.).
Gebräunt, leichte Lagerungsspuren.
Bestell-Nr. 84/59
Preis: € 480,00
RISM
G 260 (fünf Expl. weltweit, keines in D); BUC S. 359.
– Dieses Sammelwerk ist
innerhalb einer Reihe erschienen; auf der Titelseite ist oben die
Zählung Numb.
XXVIII angebracht. – Gallo ist lexikographisch
praktisch nicht nachweisbar
und wird lediglich von Eitner kurz erwähnt. Die vorliegenden
Sinfonien bestehen
aus drei kurzen Sätzen, von denen der mittlere oft nur ca.
acht Takte
umfassende und meistens in Moll stehende fast immer mit einem
Halbschluss
endet.
GIARDINI,
Felice
(1716–1796). N° [hs.: 3] A Concerto in 7
Parts [C-Dur]. Dedicated
To His Royal Highness the Duke of Cumberland.
[…] Opera
XV. Price
3 = 6. N. B. These Concertos
are intended to be Published one ev’ry Month till the Six are
compleated. London,
Welcker [1771/72]. 3 (von 7) Stimmen in Stich,
folio: Vl. principale, Vl.2, Va. Sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 85/59
Preis: € 120,00
RISM
G 1939; BUC, S. 374. – Erstausgabe. –
Schilling berichtet über Giardini,
dass er „einer der größten
Violinvirtuosen“ seiner Zeit gewesen sei.
GIARDINI,
Felice. The Overture [D-Dur] to
Astarto as Performed at the King’s Theatre in the Hay Market.
London,
Napier, Pl.-Nr. 62 [1777]. Vl.1-Stimme
in Stich, folio (1 Bl. – Titel, 3 S.).
Bestell-Nr. 86/59
Preis: € 50,00
RISM
G 1853 (einziges Expl. in GB); BUC, S. 373. – Astarto
war ein 1776 in
London uraufgeführtes Pasticcio; Opera-Grove gibt
an, dass Giardinis
Beiträge zu solchen Werken (im Gegensatz zu seinen
vollständig alleine
komponierten Opern) enthusiastisch bejubelt worden seien.
GOSSEC,
François-Joseph
(1732–1829). The Periodical
Overture In 8 Parts. Number XXXIIII [D-Dur].
London, Bremner [1772]. Vollständiger Stimmensatz in Stich,
folio: Ob.1-2,
Hr.1-2, Vl.1-2, Va., Basso
mit Gb-Bezifferung.
Bestell-Nr. 87/59
Preis: €
450,00
RISM
G 3167 (fünf Expl. weltweit, davon nur zwei
vollständige, keines in D).
– In den Stimmen wurde das Werk (vermutlich versehentlich)
mit der Nr. XXIV gezählt,
ist so aber nicht nachweisbar. Es handelt sich um die erste der sechs
Sinfonien
op. 12 von Gossec.
GYROWETZ, Adalbert
(1763–1850). [15.] Sinfonie
Périodique [pour] Divers Instrumens [...]
Paris, Imbault, Pl.-Nr. 249 [vor 1794]. Stimmen in
Stich, folio: Fl.1,
Ob.1-2, Hr.1-2; Vl.1-2, Va.,
Basso.
Vervollständigt mit Kopien: Fl.2, Klar.1-2. Gut erhaltener
Stimmsatz (Fl.1 und
Ob.2 an der Vorderkante sehr knapp beschnitten, jedoch ohne
Textverlust).
Bestell-Nr. 88/59
Preis: €
260,00
RISM
G 5327 (fünf Expl. weltweit, nur eines in D). – Hier
noch mit der
Verlagsadresse Rue
S.
Honoré, die 1794 revolutionsbedingt in Rue Honoré
umbenannt worden ist.
GYROWETZ,
Adalbert. Sinfonie [C-Dur] a
grand
Orchestre [...] Oeuvre 23e. Livre [hs. 3].
Offenbach, André, Pl.-Nr. 896 [1796].
8 (von 12) Stimmen in Stich, folio: Fl.,
Ob.2, Fagotti,
Hr.1, Vl.1-2, Viole, Basso. Allgemein
etwas gebräunt;
Lagerungsspuren.
Bestell-Nr. 89/59
Preis: € 160,00
RISM
G 5301. Matthäus, S. 304. – Es handelt sich um die
letzte der drei Sinfonien
op. 23, die im Januar 1796 in drei Lieferungen bei André
erschienen sind. Es
fehlen die Stimmen für Horn 2, Oboe 1, Trompeten und Pauken.
HÄNDEL, Georg Friedrich
(1685–1759). The Musick of
the Royal Fireworks, Performed in the Year 1749. London, Arnold, Longman
& Broderip, Nr. XXIV [ca.
1790]. 20 S. Partitur in
Stich, folio. Fadengeheftet, o. Umschlag. 1. S.
mit leichten
Lagerungsspuren, sonst ausgezeichnet.
Bestell-Nr. 90/59
Preis: € 120,00
HWV
351; RISM H 1506. – Ein sehr schönes Exemplar aus
der insgesamt 180 Nummern
umfassenden legendären »Arnold’s
Edition«, die zwischen 1787 und 1797 erschien
und in repräsentativem Druck The works of Handel, in
score, correct,
uniform, and complete veröffentlichte.
HÄNDEL, G. F. [6 Ouvertüren ] Six
Overtures for Violins &c. in Seven
Parts from the Oratorios of Solomon, Susanna, Alexander Balus, Joshua,
Judas
Maccabeus, Salomon… 2d […] Tenth
Collection. London, Walsh [1746].
Stimmen in Stich, folio (alle mit einem ungezähltem Titelbl.):
Ob.1 (S. 11–17),
Ob.2 (S. 9– 15), Vl.1 (S. 11–19), Vl.2 (S.
11–19), Va. (S. 9–15), 2×Basso (S.
13–21). Bestens erhalten.
Bestell-Nr. 91/59
Preis: € 680,00
RISM
H bzw. HH 1276 (einziges deutsches Expl. in D-Hs); BUC, S. 423.
– Wertvolle und
sehr attraktive Sammlung von sechs Orchester-Ouvertüren, die
aus einer Reihe
von besonders beliebten Oratorien Händels zusammengestellt
worden war. Aus
diesem Schatz schöpften, wie auch die Folgenummer zeigt, die
Londoner Verleger
bis gegen 1800, um einen Hauptbeitrag zur englischen Orchestermusik des
18.
Jahrhunderts optimal zu kommerzialisieren. Die ganze Reihe wurde
durchpaginiert
und die Stücke komplett gezählt (hier: Nr. LV
bis LX). Es handelt
sich hier um die letzte Lieferung einer Gesamtreihe, die bereits um
1750
sechzig Ouvertüren umfasste.
HÄNDEL, G. F. [24
Ouvertüren, ohne Gesamttitel]. London,
Wright (meistens) bzw. Wright & Wilkinson [um 1787].
Stimmen
in Stich, folio, in 7
Stimmbänden. Buchdecken stark schadhaft; Notenmaterial
hingegen sehr gut
erhalten (ganz vereinzelt etwas blass).
Bestell-Nr. 92/59
Preis: € 750,00
Die
Vl.1-Stimme hat jeweils den Serientitel, in den dann von Hand der
betreffende
Individualtitel eingetragen wurde: The Overture to [Raum
für den
Werktitel] for al full Band. Composed by M:r Handel. [folgt
gedrucktes
Impressum von Wright] bzw. The Overture [Raum
für Werktitel] Composed
by M:r Handel [gedrucktes Impressum von Wright &
Wilkinson].
Unmittelbar vor dem Beginn des Notentextes wurde der Titel sowie eine
Nummerierung eingedruckt (Titel ergänzt nach HWV und
vorhandenen Stimmen, die
meist nur 1 bis 2 S. Umfang haben). Standardbesetzung: 2 Ob.,
2 Vl., Va., Basso (Zusatzstimmen gesondert
angegeben): Ariadne (XL;
HWV 32) / Berenice (XXXV; HWV
38) / Samson (XXVI;
HWV 57) / Esther (I; HWV 50;
zusätzlich Fg.) / Occasional
Oratorio (I; HWV 62) / Saul (XXVII;
HWV 53) / Otho (XXI;
HWV 15; zusätzl. Fg.+Vc.) / Richard the
First (XXXVIII;
HWV 23) / Sosarmes (XLVIII; HWV
30) / Deidamia (XXVIII;
HWV 42;
m. Organo+Vc.)
/ Semele (LIII; HWV 58) / Hercules
(LI; HWV 60) / Ptolomy
(XXXIX; HWV 25; zusätzl. Hr.) / Lotharius (V;
HWV 26; zusätzl. Fg.+Vc.)
/ Solomon (LV;
HWV 67) / Scipio (X; HWV 20; m.
Fg.+Vc.) / Alexanders Feast (XXXIV;
HWV 75) / Alcina (XLV; HWV 34)
/ Atalanta (XLII;
HWV 35) / Acis and Galetea (XIV;
HWV 49) / Pastor fido (XLI;
HWV 8; zus. Hr.) / Joshua (LVIII;
HWV 64; zus.
Fg.+Vc.) / Rodelinda
(XI; HWV 19; zus.
Fg.+Vc.) / Joseph
(LII; HWV 59) / Pharamond
(XXXII; HWV 39).
Angebunden: ARNE, Th. A.: The Overture in
Artaxerxes for Violins &c: in all its Parts [...] Price
2s. London,
Thorowgood &
Horne [1763]. 8 (von 9) Stimmen in Stich, folio: Ob.1 (2 S.), Ob.2 (2
S.), Fagotti
(2 S.), Hr.2 (1 S.), Vl.1 (2 S.), Vl.2 (2 S.), Va.
(2 S.), Vc. (2 S.). Gutes Exemplar. –
RISM A 1638.
HAYDN,
Joseph (1732–1809).
[Hob. I:47] An Overture […]
As Performed at the Pantheon, and other Public-Concerts.
Price
3s.
London, Napier, Pl.-Nr. 65 [1784]. 7 (von 8)
Stimmen in Stich, folio:
Ob.1, Ob.2, Hr.2, Vl.1, Vl.2, Va.,
2×Basso.
Insgesamt sehr gut erhalten, jedoch ohne Corno-I-Stimme.
Bestell-Nr. 93/59
Preis: € 160,00
Hoboken
Bd. I, S. 57 f.; RISM H bzw. HH 3069 (2 Expl. in GB, 1 in A); BUC, S.
460. –
Sehr früher Nachdruck. Beim 3. Satz handelt es sich um ein
»Menuet al Roverso«,
d. h. im 1.
Teil des Menuetts wird der 1.
rückwärts gespielt (ebenso im Trio).
HAYDN,
Joseph. [Hob. I:63] No [gestempelt:
6] Simphonie Pour
Orchestre [...] Edition Revue et
Corrigée. Paris, Sieber, Pl.-Nr. 47 (bzw.
247) [1825]. Vollst. Stimmsatz (teils
dupliert) in Stich, folio: Flauto
obligato, Ob. 1-2, Hr.1-2, 2×Vl.1,
2×Vl.2, Va.,
2×Basso. Handschriftliche Zusatzstimmen:
Hr.1-2 von C nach D
transponiert. Vereinzelt ganz schwach stockfleckig. Offenbar
unbespieltes
Notenmaterial.
Bestell-Nr. 94/59
Preis:
€ 120,00
Hoboken
Bd. I, S. 87f. – Es handelt sich um die Sinfonie mit dem
Beinamen »La Roxolane«
(nach dem so bezeichneten 2. Satz). – Offenbar neuerer Abzug
der 1782 mit der
Platten-Nummer 47 veröffentlichten Stimmen (ohne Fagott);
für eine spätere
Ausgabe wurde dann vor die ursprüngliche Platten-Nummer die
»2« gesetzt;
aufgrund der Verlagsadresse auf der Titelseite (Rue des Filles St.
Thomas, No.
21) müsste dieses Notenmaterial allerdings erst um 1825 unter
Verwendung der
alten Druckplatten hergestellt worden sein (wegen des
Erscheinungsbildes eher
früher als später). – Die
beigefügten handschriftlichen Bläserstimmen
könnten
für Trompeten bestimmt sein (Übernahme nur eines
kleinen Teiles der beiden
Hörner, jetzt aber von C nach D transponiert).
HAYDN,
Joseph. [Hob. I:67] N. [hs.:
8] Simphonies Periodiques A
plusieurs Instruments […] Paris: Sieber, Pl.-Nr. 49 [1786].
Vollst. Stimmsatz:
Ob.1-2, Fg.1-2, Hr.1-2, Vl.1-2, Va., 2×Basso.
Beiliegend: Zusatzstimmen
der Edition Revue & Corrigée. Ebd.,
Pl.-Nr. 249 [um 1815]
(Streicher, meist mehrfach). Teilweise mit blauem Papierumschlag;
ältere
Stimmen mit blassem Druckbild; allgemein deutliche Lagerungsspuren und
Randschäden.
Bestell-Nr. 95/59
Preis: € 180,00
Hoboken Bd.
I, S. 96f.; RISM H 2888
bzw. H 2931. – Bibliographisch
interessante Musikalien; bei der Ausgabe Pl.-Nr. 49 ist
ein zweiseitiger
Verlagskatalog mit einer sehr großen Anzahl von Nachweisen
einbezogen
(Vl.1-Stimme). In der anderen Auflage liegt ein thematisches
Verzeichnis aller
bisher bei Sieber publizierten Sinfonien Haydns vor.
HAYDN,
Joseph. [Hob. I:76] N° [hs.:
4] A favorite Overture in all
its parts […] London, Forster, Pl.-Nr. 40 [1784].
Vollst. Stimmsatz
in Stich, folio: Fl.,
Ob.1-2, Fg., Hr.1-2, Vl.1-2,
Va., Basso & Violoncello. Sehr gut
erhalten.
Bestell-Nr. 96/59
Preis: € 850,00
Hoboken
Bd. I, S. 118f.; RISM H
2790 (alle 4 Expl. in GB);
BUC, S. 462. – Laut Hoboken handelt es sich um die Erstausgabe,
der ca.
drei Monate später eine Konkurrenzausgabe bei Torricella
(Wien) folgte. Trotz
dieser späteren Anzeige (in der Wiener Zeitung) versieht
Hoboken beide Ausgaben
mit der Bezeichnung “EA (?)”. Das Autograph dieser
Sinfonie ist verschollen,
nur die Kopie, die Haydn für Forster anfertigen
ließ, ist erhalten, weshalb die
vorliegende Ausgabe die Bezeichnung “authentisch”
verdient.
HAYDN,
Joseph. [Hob. I:76] N° [hs.:
4] A favorite Overture in all
its parts […] London, Forster, Pl.-Nr. 40 [1784].
6 (von 7) Stimmen
in Stich, folio : Ob.2,
Fg., 2×Vl.1, Vl.2, Va., 2×Basso
& Violoncello. Insgesamt sehr gut erhalten
(Doppelblatt der
Basso-Stimme ohne weiter Schäden vollst. gerissen). Ob.
1Stimme fehlt.
Bestell-Nr. 97/59
Preis: €
180,00
Hoboken
Bd. I, S. 118f.; RISM H
2790 (alle 4 Expl. in GB);
BUC, S. 462. – Erstausgabe (siehe
vorhergehende Nr.). – Auf der letzten
S. der Vl.-Stimmebefindet sich ein Verlagskatalog.
HAYDN,
Joseph. [Hob. I:86] N° [hs.:
15] A Grand Overture [D-Dur]
in Parts. Perform’d at the Professional and
other Public Concerts. […]. London, Forster, Pl.-Nr. 82 [ca.
1788]. Stimmen
in Stich, folio: Fl.,
Ob.1-2, Fg.1-2, Hr.1-2, Vl.1, Va., Basso. Allgemein
geringe
Alterungsspuren; unbedeutend fleckig. Schöne Ausgabe,
allerdings ohne Vl.2.
Bestell-Nr. 98/59
Preis: €
190,00
Hoboken
Bd. I, S. 153ff.; RISM H
bzw. HH 2846 (4 Expl.); BUC,
S. 460 (weist allerdings die spätere, mit Buchstabenkennungen
versehene Auflage
nach). – Es handelt sich nach Hoboken um die letzte Nummer
der zunächst aus 15
Sinfonien bestehende Reihe, die 1781– 88 erschien und
durchgehend paginiert
ist; auf 23 Sinfonien erweitert erschien sie bereits seit 1786 in einer
zweiten
Ausgabe, die durch Kennbuchstaben (A–W) identifizierbar ist.
– Sehr schöne, für
englische Notendrucke d. Z. ungewöhnlich aufwendig gestaltete
Titelseite: Im
Vordergrund ein fast formatfüllender Monopterus mit
einbeschriebener Titelei,
Hintergrund, links, eine erhabene Landschaft (Ruine, Obelisk), rechts
Blick
aufs Meer mit einem Segelschiff. Der Verlag versichert auf der
Titelseite, dass
es sich um eine von Haydn autorisierte Ausgabe handelt (… publish’d
by his
Authority).
HAYDN, Joseph. [Hob. I:89: Grande
Sinfonie à plusieurs instruments]. Wien,
Artaria, Pl.-Nr. 253 [1789]. 10 (von 11) Stimmen
in Stich, folio: Fl.,
Ob.2, Fg.1+2, Hr.1-2, Vl.1-2, Va., Basso.
Allgemein bestaubt und deutliche Lagerungsspuren; gutes Druckbild.
Titelblatt
und Ob.1 fehlen.
Bestell-Nr. 99/59
Preis: € 180,00
Hoboken
Bd. I, S. 161ff. – RISM H 2758. – Angezeigt in Wien
am 1. Juli 1789; nahezu
zeitgleich muss der französische Druck bei Sieber erschienen
sein, mit dem die
Artaria-Ausgabe um den Rang der Erstausgabe streitet.
HAYDN,
Joseph. [Hob. I:96] Symphonie
à grand Orchestre [...] Ouvrage Proposé par
Souscription.
Bonn, Simrock, Pl.-Nr. 833 [1811]. Kompl.
Stimmesatz in Stich, folio (Fl.1+2, Ob.1-2, Fg.1+2, Hr.1-2, Tr.1-2, Pk., Vl.1-2, Va., Violoncello
e Basso), an den
Rändern einige Lagerungsspuren; bestaubt. Titelseite etwas
blass, Noten
hingegen mit sehr klarem Druckbild.
Bestell-Nr. 100/59
Preis: € 140,00
Hoboken
Bd. I, S. 191ff.; RISM H
bzw. HH 3032 (einziges Expl.
in D-DT, unvollst.). – Innerhalb einer 37 Lieferungen
umfassenden Verlagsreihe
Haydnscher Sinfonien erschienen.– Beiname dieser Sinfonie:
»The Miracle« (auch
»6. Londoner Sinfonie«). – In einer
Variation des zweiten Satzes sind neben dem
Tutti noch zwei Solo-Violinen zu besetzen.
HAYDN,
Joseph. [Hob. I:99] N° [hs:
10] of Haydn’s Twelve
Grand
Symphonies Composed for Mr. Salomon’s Concerts for a Full Band.
London,
Birchall [um 1802]. Vollst. Stimmsatz, folio
(Fl.1-2, Ob.1-2, Klar.1-2, Fagotti, Hr.1-2, Tr.1-2,
Pk, Vl.1-2, Va., Vc e
Basso. Schwache Alterungsspuren. Gutes
Druckbild.
Bestell-Nr. 101/59
Preis: € 120,00
Hoboken
Bd. I, S. 201f.; RISM H
3263 (aus dieser Reihe ist die
Nr. 10 nur einmal in S-Skma nachgewiesen!); nicht in BUC. –
Zu Beginn der
Stimmen wurde die Nummerierung gedruckt: Haydn’s
SINFONIA N°. 10. – Es
handelt sich um die sog. „10. Londoner Sinfonie“
(Es-Dur).
HAYDN, Joseph. [Hob.
I:103] Symphonie à Grand Orchestre [Es-Dur]
N°50. Paris, Richault,
Verl.-Nr. 6915.R. [ca. 1841, Titelseite] bzw. 1546
[um 1826,
Stimmen]. Vollst. Material mit Duplierstimmen in Stich, folio: Fl.,
Ob.1-2, Klar.1-2,
Fg.1+2, Hr.1-2, Tr.1-2, Pk., 2×Vl.1, 2×Vl.2, Va.,
Vc., Kb. Unbedeutende
Alterungsspuren, stellenweise etwas schwaches Druckbild.
Bestell-Nr. 102/59
Preis: € 80,00
Hoboken
Bd. I, S. 217ff. – Es handelt sich um die sogannte
„Sinfonie mit dem
Paukenwirbel“ (auch „8. Londoner
Sinfonie“). Der vorliegende Druck verwendet
die alten Stichplatten von Sieber (RISM H 2920), wo das Werk 1801 in
der Reihe Simphonie
périodique erschienen war; zu Beginn jeder Stimme
befindet sich der
gedruckte Hinweis No.
50. SINFONIADE Mr. HAYDN; die
Stimmen liegen in einem Papierumschlag des Verlags Richault.
– In einer
Variation des 2. Satzes ist eine Solo-Violine zu besetzen.
HAYDN, Joseph. [Hob.
I:104] Symphonie à Grand Orchestre [d-moll/D-Dur].
Paris, Richault,
Verl.-Nr. 6915.R. [ca. 1841, Titelseite] bzw. 1576
[um 1827,
Stimmen]. Vollst. Material mit Duplierstimmen in Stich, folio: Fl.,
Ob.1-2,
Klar.1-2, Fg.1+2, Hr.1-2, Tr.1-2, Pk., 2×Vl.1,
2×Vl.2, Va., 2×Violoncello e
Basso (6 S.). Unbedeutende Alterungsspuren; insgesamt
schöner Stimmensatz
mit klarem Druckbild.
Bestell-Nr. 103/59
Preis: € 80,00
Hoboken
Bd. I, S. 217ff. Es handelt sich um die sog. „7. Londoner
Sinfonie“ mit dem
Beinamen „Salomon“. – Neben dem
Reihentitel No. 51. SINFONIA de J. Haydn (jeweils
zu Beginn der Stimmen) wurde noch im Kopf der Stimmen rechts Op.
98 angegeben.
HAYDN,
Joseph. [Hob. I:104] Grande Simphonie
à Grand Orchestre […]Œuvre 95. [hs.: 5] Livre.
Paris, Pleyel, Pl.-Nr. 430 [1802].
12 (von
14) Stimmen in Stich, folio: Fl.1+2, Ob.1-2,
Klar.1-2, Fg.1+2, Hr.1-2, Vl.1-2, Va.,
Basso o Viol.[one].
An den Rändern Lagerungsspuren; Notenbild sehr gut. Tr.
1+2/Pk. fehlen.
Bestell-Nr. 104/59
Preis: €
140,00
Hoboken
Bd. I, S. 217ff.; RISM H
bzw. HH 3245 (5 Expl., 1 in
D-F); Benton, S. 110. – Letzte von insgesamt fünf
Sinfonien, die Pleyel
zwischen 1800 und 1802 in dieser Folge veröffentlichte
(vorausgegangen waren
Hob. I:103, 101, 99 und 102). Die fehlenden Trompeten- und
Paukenstimmen sind
ergänzt, ebenso wie S. 3-4 der Fagottstimme.
Eine unbekannte Titelauflage
HAYDN, Joseph und Michael
(1737-1806). [Hob. I:B2] To be continued
Monthly. The
Periodical Overture. In
8 Parts.
[…] Number XL. London,
Preston [ca.
1785]. Vollst.
Stimmsatz in Stich, folio: Ob.1-2, Hr.1-2,
Vl.1-2, Va., 2×Basso.
Titelseite mit starken
Lagerungsspuren; Vl.1-Stimme am Falz schadhaft (fast ohne Textverlust);
Vl.2-Stimme durch Lagerungsspuren ebenfalls beeinträchtigt,
übriges Material
fast einwandfrei.
Bestell-Nr. 105/59
Preis: € 460,00
Hoboken
Bd. I, S. 269f.; RISM B
II, S. 284 (weist nur die
Bremner-Ausgabe nach); BUC, S.
472. – Es handelt sich um die zuerst (ca. 1775) bei Bremner
erschienene
Ausgabe, die von Preston übernommen wurde. Von den drei
Sätzen stammen die
beiden ersten von Michael Haydn, und der letzte ist eine
überarbeitete Fassung
des Finalsatzes von Joseph Haydns Feuer-Sinfonie (Hob.
I:59).
HAYDN, J.,
[WANHAL, J. B. (1739–1813)] und PICHL, Wenzel
(1741– 1805). Trois
Simphonies A Grand Orchestre. les
Cors ad Libitum. Composées Par Messieurs Haydn et
Pichl. La Premiere et la
troisieme, sont de Mr. Hayden
[!],
cette derniere a été faite a Vienne, pour
l’Ouverture et les Entr-actes du Distrait, Comédie
de M.r Regnard. […]. Lyon/Paris,
Guera/Boyer [ca. 1782]. 5 (von 8)
Stimmen in Stich, folio: Ob.1-2, Vl.1-2, Basso.
Sehr gut erhalten,
jedoch ohne Viola- und Hornstimmen.
Bestell-Nr. 106/59
Preis: € 350,00
Hoboken
Bd. I, S. 223 u. 83; RISM B II, S. 381 (einziges Expl. in S-L). Inhalt:
Hob.
I:C8 [Vanhal] / Pichl / Hob. I:60. In London im Januar 1783 angezeigt.
– Die
letztere Sinfonie (Hob. I:60) ist die Ouvertüre zu Haydns
Schauspielmusik zu
“Il Distratto” von Regnard, 1775 in Esterhaz
aufgeführt. Im Finalsatz dieser
Sinfonie, die hier als Erstausgabe vorliegt,
müssen Vl.1 bzw. Vl.2 eine
Scordatura vornehmen: Avant que de commencer cette finale il
faut baisser la
4me Corde d’un ton afin de pouvoir faire l’Accord
de Fa, et Ré, et la remonter
subitement en finissant la 4me Mesure de cet Accord.
– Ein Jahr später kam die
Ausgabe, jetzt aber ergänzt mit Haydns Sinfonie I:66 und mit
neuem Titel Quatre
Simphonies…, nochmals heraus.
HERSCHEL,
Jacob
(1734–1792). To be continued
Monthly. The Periodical Overture In
8 Parts [...] Number XXVI [Sinfonie C-Dur]. London, Bremner
[ca.1770].
Stimmen in Stich, fol.: Hr.2 (1 S.), Vl.1 (3 S.), Vl.2 (3 S.). Falz von
Vl.1
schadhaft, sonst sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 107/59
Preis: € 100,00
RISM
H 5194 (drei Expl., alle in GB); BUC, S. 479. – Titelseite
(nur bei Vl.1) mit
dem hübschem Barockrahmen (vorwiegend aus einem Blumenband
bestehend), der für
die Reihe immer wieder verwendet worden ist (der Name des Komponisten,
die
Nummerierung und der Preis blieben ausgespart und wurden mit einer
kleinen
Stichplatte ergänzt). Da es sich um die Lieferung innerhalb
einer Reihe
handelt, wurden die Seiten nicht werkbezogen paginiert, sondern
fortlaufend
(hier bspw. in der Vl.2: S. 60 und 61).
– J. Herschel war der
Bruder des wesentlich bekannteren Komponisten William Herschel
(1738–1822), der
sich außerdem als Astronom betätigte und dabei 1781
den Uranus entdeckt hatte.
Erstes vollständiges
Exemplar.
JANSON,
Jean-Baptist-Aimé-Joseph (1742–1803). Trois
Symphonies [f-moll, B-Dur, D-Dur] A Grand
Orchestre Dédiées A Monsieur Frere Du
Roy; [...] Ces Symphonies ont
été Exécutées au Concert
Spirituel. Paris, Le Duc
[ca.
1786]. Vollst.
Stimmsatz in Stich, fol.:
Fl.1+2, Ob.1+2, Klar.1+2, Hr.1-2, Tr., Pk.; Vl.1-2,
Va., Basso, hervorragend erhalten.
Bestell-Nr. 108/59
Preis: € 650,00
RISM
J 483 (nur ein unvollst. Expl. weltweit in einer französischen
Privatsammlung).
– In der Vl.1-Stimme sind dem Notenteil zwei unpaginierte
Blätter vorgeschaltet
(Titel / Widmung / Verlagswerbung); die folgende S. 1 enthält
weiterhin
Verlagswerbung (insgesamt also 3 S.); der Notenteil beginnt dann auf S.
2. J.
Janson war als Cellist und Komponist in Paris tätig. Er trat
mit elf Jahren zum
ersten Malund mit sehr großem Erfolg im Concert spirituel in
Paris auf.
Naheliegenderweise komponierte er v. a. Musik mit solistischem Cello
(Sonaten,
Konzerte). Der vorliegende Druck beinhaltet sein einziges sinfonisches
Opus.
JOMMELLI, Niccolò
(1714–1774). To be continued
Monthly. The
Periodical Overture In 8
Parts [...] Number XIIII [Es-Dur].
London, Bremner [1766]. Vollst. Stimmsatz in Stich, fol.: Ob.1-2,
Hr.1-2,
Vl.1-2, Va., Basso mit Gb-Bezifferung. Generell
geringe Lagerungsspuren
(Falz von Vl.1 nahezu gerissen, keine Folgeschäden). Sehr
gutes Druckbild.
Bestell-Nr. 109/59
Preis: €
650,00
RISM
J 595; BUC, S. 558. – Titelseite (nur bei Vl.1) mit dem
hübschem Barockrahmen
(vorwiegend aus einem Blumenband bestehend), der für die Reihe
immer wieder
verwendet worden ist (der Name des Komponisten, die Nummerierung und
der Preis
blieben ausgespart und wurden mit einer kleinen Stichplatte
ergänzt). Zu Beginn
der Stimmen wird das Werk als Sinfonia XIV bezeichnet
(vgl. die nahezu
identische Ausgabe unter der folgenden Katalog-Nr.). – Es
handelte sich um ein
offenbar sehr populäres Werk Jommellis, da RISM und BUC
verschiedene Ausgaben
(darunter auch Klaviertranskriptionen) nennen; mehrfach wird in den
Titeln auf
den besonders berühmten 2. Satz
hingewiesen, wie z. B. in RISM J 604: Jomelli’s favorite
overture with the celebrated chaconne.
JOMMELLI,
Niccolò. To be continued
Monthly. The Periodical Overture In
8 Parts [...] Number XIV [Es-Dur].
London, Bremner, [1766]. Stimmen in Stich, fol.: Vl.1, Basso;
übrige
Stimmen (Ob.1-2, Hr.1-2, Vl.2, Va) in Kopie ergänzt.
Bestell-Nr. 110/59
Preis: € 80,00
RISM
J 595; BUC, S. 558. – Auf den ersten Blick bis auf die
Nummerierung völlig
identisch mit der vorstehend beschriebenen Ausgabe, jedoch sind
mindestens
einige weitere Teile der Titelseite neu gestochen (z. B. hat der
Komponistenname eine größere Laufweite).
Für die Noten sind hingegen die
gleichen Stichplatten verwendet worden.
KELLY,
Thomas Alexander
Earl of (1732–1781). The Periodical
Overture In 8
Parts [...] Number XXV [D-Dur]. London,
Bremner [1769]. Stimmen in
Stich, folio: Hr.2, Vl.1, Vl.2. Sehr gut erhalten.
Bestell-Nr.111 /59
Preis: € 120,00
RISM
E 777 (alle vier bekannten Expl. in GB); BUC S. 319. – Kelly
stammte aus
Schottland und bereiste in den 1750er Jahren Mitteleuropa. Gerber gibt
über ihn
im NTL ein etwas schillerndes Urteil ab: „Dieser Dilettant,
der zuletzt mehr
Wissenschaft in allen Theilen der theoretischen und praktischen Musik
besaß,
als irgend einer der
ersten Musik=Professoren seiner
Zeit, wußte vor seiner Reise nach Deutschland kaum die
Violine zu halten.“ In
Mannheim habe er bei Karl Stamitz Geigenunterricht gehabt und dabei so
viel
gelernt, dass er sogar als Solist auftreten konnte; auch als
Opernsänger ließ
er sich hören.
KOTZWARA,
Franz (ca.
1750–1791). To be Continued. N°
[hs. 1] A
Periodical Overture in Eight Parts [Sinfonie
B-Dur]. London, Bland
[ca. 1790]. Stimmen in Stich, folio: Ob.1-2, Hr.2, Vl.1-2, Va.,
2×Basso mit Gb-Bezifferung. Stellenweise schwache
Lagerungsspuren, sonst sehr
gut erhalten. –
Hr.1 fehlt.
Bestell-Nr. 112/59
Preis: € 175,00
RISM
K 1075 (3 Expl.); BUC, S. 576. – Kotzwara ist vor allem durch
seine in
unzähligen Drucken und Bearbeitungen veröffentlichten
»Schlacht bei Prag«
berühmt gewesen. Selbst Schilling, der zu älterer
Musik ein eher distanziertes
Verhältnis hatte, rühmt Kotzwaras Werke als
ihrer Zeit nach sehr
geschmackvoll. Noch in New Grove wird von seinem unsteten
Leben berichtet
und als Vagabundendasein umschrieben. Dazu passt das Gerücht
über seinen
makabren Tod, das Schilling kolportiert, wonach „mehrere
leichtsinnige
Menschen in einer Weingesellschaft Abends
scherzweise
ihn aufhängten, und zu spät wieder aus seiner
Schlinge befreiten. Kein Mittel,
ihn wieder ins Leben zu bringen, blieb unangewendet; allein es war zu
spät.“
KOZELUCH,
Leopold
(1752–1818). Concert [G-Dur] pour
le Clavecin ou Forte-Piano avec l’accomp: des 2 Violons,
Alto, et Basse, 2
Hautbois, et 2 Cors. [...] Oeuvre
IX. [...] Wien,
Artaria,
Pl.-Nr. 45 [1785]. 27 S. Cembalo [solo]
in Stich, folio. Fadengeheftet.
Etwas knapp beschnitten (ohne Textverlust), doch sehr schönes
Exemplar mit kräftigem Druckbild.
Bestell-Nr. 113/59
Preis: € 250,00
RISM
K 1431 (5 Exemplare, davon zwei nur in Cembalostimme, ein weiteres
inkomplett,
keines in D); Poštolka IV:3 (S. 182). – Wie zu
jener Zeit üblich, enthält der
Part des Solisten neben dem eigenen noch den vollständigen
Generalbass.
KOZELUCH,
Leopold. [A Favorite
Concerto, for the Harpsichord or Piano Forte With
Accompaniments … No. 2] London, Birchall &
Andrews [1786– 1788].
Vollständiger Satz der Orchesterstimmen (jedoch ohne
Klavierpart) in Stich,
folio (Ob.1-2, Hr.1-2, Vl.1-2, 2×Va., Basso con
Violoncello). Sehr gut
erhalten.
Bestell-Nr. 114/59
Preis: € 280,00
BUC,
S. 576 (datiert: ca. 1790). RISM K 1427 (weist nur zwei Klavierstimmen
nach).
Poštolka IV:1. – In den meisten Stimmen wird das
Werk als Kozeluch’s 2d Con.
bezeichnet. (Der zitierte Titel folgt den Angaben von
Poštolka.)
KREUTZER, Rodolphe
(1766–1831). The favorite
Overture to
Lodoiska as performed at the Theatre Royal Drury Lane.
Composed by M: Krietzer [!]. London, Longman and Broderip [ca. 1795].
6 S.
Klavierauszug in Stich, folio. Außerdem
aus drei verschiedenen Ausgaben stammende Stimmen (mit Duplierstimmen)
in
Stich, folio: Fl.1-2, 2×Fg.1+2, Hr.1-2, Tr.1-2, Pos.,
2×Vl.1, 4×Vl.2, 2×Va.1+2,
4×Basso); handschriftliche Stimmen:
Klar.1+2. Allgemein Lagerungsspuren.
Gutes Expl.
Bestell-Nr. 115/59
Preis: € 145,00
RISM
K 2121 (Klavierauszug; insgesamt 3 Expl. in GB und USA); s. auch BUC,
S. 580. –
Die Stimmen stammen aus drei verschiedenen Ausgaben, davon ein Teil aus
RISM K
2081 (London, Preston, [1794]; nur 1 Expl. weltweit in GB; vgl. BUC, S.
580). –
Die Uraufführung von Kreutzers dreiaktiger Oper
»Lodoïska« fand am 1. August
1791 in Paris und damit nur ca. zwei Wochen nach dem gleichnamigen Werk
von
Cherubini statt. Während Kreutzers Vertonung in Frankreich zur
beliebteren
Version des Stoffes wurde, hatte Cherubini in Deutschland mehr Erfolg.
1794
wurde Kreutzers »Lodoïska« in London
erstmals gegeben, in der noch Nummern von
Cherubini und Andreozzi eingefügt worden waren. –
1796 wurde in Venedig noch
eine weitere Oper gleichen Titels (mit italienischem Text) von Simon
Mayr
uraufgeführt.
LAMOTTE,
Franz (?1751–1780).
[Hs.:
2me] Concerto
Pour le Violon [D-Dur] Gravé par M.
Lobry. Prix 4tt 4.
Paris, LeDuc, Pl.-Nr. 88 [1775]. 3 (von 7) Stimmen
in Stich, folio: Violino
Principale (1 Bl. – Titel, Verlagsverzeichnis, 6
S.), Vl.2 (4 S.), Va. (3
S.). Im oberen Bereich etwas fleckig, sonst sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 116/59
Preis: € 145,00
RISM L 411 (2
Expl.; nur in B und F). Nicht in BUC. – Der vermutlich
flämische Komponist und
Geiger Lamotte war Anfang der 1770er Jahre an der Wiener Hofkapelle
tätig,
sonst aber viel auf Reisen (L. Mozart hörte ihn in Neapel).
1775 lebte er in Paris,
wo er insgesamt drei Violinkonzerte veröffentlichte. Auf dem
Titelblatt nennt
er sich Premier Violon de l’Empereur,
womit wahrscheinlich der
österreichische Kaiser gemeint ist.
MALDERE, Pierre
van (1729–1768). A Select
Overture [Sinfonie B-Dur] In 8 Parts
[...] N° [hs. 8].
London, Jonston, [ca. 1775]. 3 (von 8)
Stimmen in Stich, fol.: Hr2, Vl.1, Vl.2. Falz der beiden Doppelbll.
etwas
brüchig, sonst bestens erhalten.
Bestell-Nr. 117/59
Preis: € 150,00
RISM M 231 (nur 2
Expl., beide in GB); BUC S. 645. – Ausgestattet mit dem sehr
hübschen Rahmen
auf der Titelseite, der zur Publikationsreihe des Verlags
gehört und in den so
ziemlich alle Orchesterinstrumente der Zeit einbezogen sind.
– Der flämische
Violinist und Komponist van Maldere schrieb mehrere Opern und auch
Kammermusik.
Anerkennung fand er aber (schon bei Hiller und Sulzer) mit seinen
Sinfonien, in
denen allen Instrumenten eine individuelle Aufgabe zukam –
kein Part blieb nur
Füllstimme. Van Maldere stellte bereits die Satzfolge in der
später
»klassischen« Form zusammen (schnell –
langsam – schnell).
MALDERE,
Pierre van. [Ouvertüren
op. 4, Nr.
1-4, 6, jeweils mit gleicher Titelseite:] A Select Overture
In 8 Parts [...]
N° [hs. 1 bis 4
und 6]. – London,
Johnston [ca.
1770]. 3 (von 8) Stimmen in Stich, folio; jeweils vorhanden: Hr2, Vl.1
bzw.
Vl.2. Falz teilweise gerissen ohne Folgeschäden. Sehr
schönes Notenmaterial.
Bestell-Nr. 118/59
Preis: €
250,00
RISM M 218-220,
222, 224; BUC S. 644f. – RISM gibt für das
Sammelwerk op. 4 die Tonartenfolge
g, C, B, G, Es, D, was den vorhandenen Werken entspricht (allerdings im
vorliegenden Notenmaterial keine Opuszahl). – Jeder Druck ist
auf der
Titelseite mit dem sehr hübschen Rahmen ausgestattet, der zur
Notenreihe gehört
(siehe vorangehende Nr.)
MESTRINO,
Nicola (1748–1790). [4.e] Concerto
[ D-Dur] A
Violon principal, Premier et Second Violons,
Alto et Basse – Deux Hautbois, Deux Cors [...] Prix 6tt.
Paris, Sieber, Pl.-Nr. 836 [1799]. Kompl.
Stimmsatz in Stich, folio: Violino
principale, Ob.1-2, Hr.1-2, Vl.1-2, Va.,
Basso.
Violino principale-Stimme stark gebräunt, allgemein
Lagerungsspuren.
Bestell-Nr. 119/59
Preis: €
650,00
RISM M 2390 (nur 3
Exemplare, eines unvollständig, keines in D). –
Titelseite mit Etikett des
Händlers Filliatre et Neveu (Bordeaux)
überklebt; zusätzlicher
Händlerstempel mit der Schreibweise Fillastre.
Die angegebene,
Verlagsadresse von Sieber galt nur zwischen Januar 1799 und Juli 1800.
– Das
vorliegende Werk gehört zu einer Reihe von zwölf
Violinkonzerten Mestrinos, der
vorwiegend in Paris als Lehrer, Violinvirtuose und Dirigent
tätig gewesen ist.
Jedesmal verwendete man dieselbe Titelseite und musste nur noch
handschriftlich
die Nummerierung eintragen. In den Stimmen ist hier zu Beginn jeweils IV.
Concerto angegeben.
MOZART,
Wolfgang Amadeus (1756–1791). Concerto
pour le Violon [Es-Dur] avec Accompagnement de grand
Orchestre [...] Prix f 2½. Oeuvre 76me. Offenbach, J.
André, Pl.-Nr. 1288 (1799). 9 S.
Solo-Violinstimme in Stich, folio,
Titelblatt mit attraktiver Vignette. Sehr gut erhalten; in
historisierender,
marmorierter Mappe (Portfolio).
Bestell-Nr. 120/59
Preis: €
650,00
KV
268 (Anh. C 14.04). Haberkamp S. 116; RISM M 5774 (3 Exemplare in
Deutschland).
Matthäus, S. 376. – Seltene Erstausgabe der
Solostimme zu diesem bis
heute etwas rätselhaften Violinkonzert, bei dem die
Authentizität immer noch
nicht geklärt ist. Indes hält Einstein Mozarts
Autorschaft für den 1. Satz und
Teile des Rondos für sehr wahrscheinlich, während der
Rest, vor allem aber die
Orchestrierung von anderer Hand (nämlich André,
Süssmayer oder Eck) stammen
soll (Köchel 7, S. 868f.).
OSWALD,
James
(1710–1769). The Overture in
all its Parts to that
celebrated Entertainment call’d Queen Mabb [...] London,
Thorowgood [ca. 1770]. 2 Stimmen in
Stich, fol.: Vl.1, Vl.2. (Rest fehlt). Am
Falz etwas brüchig, sonst sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 121/59
Preis: € 60,00
RISM
O 170 (2 Expl., nur in
GB); BUC S. 748. – Die
Ouvertüre gehört zur Pantomime »Queen
Mab«, die 1750 in London uraufgeführt
worden ist. – Der schottische Komponist war vor allem
für seine volkstümlichen
Lieder bekannt.
Einziges komplettes Exemplar der
Erstausgabe
PASQUALI, Niccolo (ca.
1718–1757). Raccolta di
Overture, e
Symphonie, Per due Violini, e un Basso da Raddopiarsi a Piacimento; Con
un Alto
Viola, Trombe, Corni da Caccia, e Tymbali di Rinforzo, nella I, III, V,
IX, XI.
[…]
London,
Stampata
a Spese dell’Autore Con Licenza, e Privilegio di Sua Maesta
Britannica,
1751. Vollst.
Stimmsatz in Stich, folio:
Hr.1-2, Tr.1-2, Pk.,
Vl.1 (mit Titelblatt u.
Druckprivileg), Vl.2, Va., Basso. Fadengeheftete
Stimmen; bis auf einige
Bräunungen und vereinzelte Flecken sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 122/59
Preis: € 1.250,00
RISM
P bzw. PP 986 (unvollst. Expl. in GB-Er bzw. RUS-Mrg); BUC, S. 764.
– Einziges
vollständiges Exemplar der Erstausgabe, die der
Komponist in einem Luxusdruck
auf seine Kosten herausbrachte (nur der fast 10 Jahre später
erschienene
Nachdruck von Johnson lag bisher in 1 Ex. komplett vor). Das
Druckprivileg ist auf
den 14. Juni 1750 ausgestellt worden: Der Komponist “hath
with great Study, Labour, and Expence, composed divers Works,
consisting of
Vocal and Instrumental Musick, and is desirous to Print the same, and
apprehending unless he obtains His Majesty’s Royal Licence
and Protection,
other Persons may be induced to Print and Publish the said Works […]
for
the Term of fourteen years.” – Die
Herkunft einiger Ouvertüren aus
Bühnenwerken wurde jeweils am Beginn nachgewiesen: I.
The Nymphs of the Springs; III. Triumphs of Hiberna;
V. Venus & Adonis; VII. Apollo &
Daphne; IX. The Grand
Festino;
XI. The Temple of Peace.
Es sind dies die fast einzigen Überreste von Pasqualis
für Dublin komponierten Masques,
aus denen sonst nur noch einzelne Lieder bekannt sind.
Pasquali
kam 1743 nach London und wurde Konzertmeister des King’s
Theatre, bevor er 1752
als Musikdirektor nach Edinburgh ging. Seine dort
veröffentlichten Lehrwerke
hatten durchschlagenden Erfolg und wurden bis ins frühe 19.
Jahrhundert
nachgedruckt. Auch Pasqualis Sinfonik war beliebt, wie der 1760 posthum
erschienene Nachdruck belegt.
PICCINNI, Nicolo
(1728–1800). [Ouvertüre zu La
buona figliuola, Nr. XX der
Verlagsreihe The
periodical Overture in 8 parts]. London,
Bremner [1767]. Vollst.
Stimmsatz in
Stich, fol.: Ob.1-2, Hr.1-2, Vl.1-2, Va., Basso mit
Gb-Bezifferung. 1
Seite der Vl.1-Stimme fehlt; Gebrauchsspuren (hinterlegten
Randschäden ohne
Textverlust, eine Titel- und eine Notenseite fehlen).
Bestell-Nr. 123/59
Preis: € 120,00
RISM
P 2071 (sieben Ex.,
keines in D); BUC S. 782. – Die
Londoner Erstaufführung fand am 25. November 1766 statt, der
bereits am 3.
Dezember d. J. die englische Übersetzung mit dem Titel The
Accomplish’d Maid
folgte. La buona figliola (Uraufführung:
Rom, 6. Februar 1760) war
Piccinnis erfolgreichste Oper (vgl. die zahlreichen
zeitgenöss. Drucke
in RISM).
PLEYEL,
Ignace
(1757–1831). A Favorite
Concerto for a Violino Principale and a Full Band [...]. London,
Longman &
Broderip [1788]. Stimmen in Stich, folio: Ob.1, 2×Hr.1, Vl.2,
Va.,
2×Basso. Ergänzende Kopien
beiliegend. Altersspuren an den
Rändern. Ob.1 mit altem Tintenfleck (einige Takte auf S. 4
unlesbar).
Bestell-Nr. 124/59
Preis: €
60,00
Benton
103 (1005); RISM P 2773; BUC S. 792. – Seltenes Exemplar
dieses seinerzeit sehr
beliebten und häufig gedruckten Konzertes.
PLEYEL,
Ignace. Pleyel’s
Celebrated
Sinfonie Concertante [Es-Dur] as
Performed With the graetest Applause at
the Pantheon, Hanover Square
Concerts. Price 5s.
London, Wheatstone [um 1810].
Orchestermaterial; 3 Originalstimmen
in Stich, folio: Violino Primo obligato,
2×Vl.;
Kopien: Oboe obligato, Hr.1-2, Va.1-2, Vc. Obl., Basso.
Violino
I obl. gebräunt,
sonst sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 125/59
Preis: € 120,00
RISM,
BUC und Benton deest (Werk-Nr. 111). – Es handelt sich
offenbar um einen bisher
unbekannt gebliebenen Londoner Druck dieses um 1800 ungemein
populären
Werkes (vgl. die zahlreichen, vorwiegend englischen Ausgaben bei
Benton). Die
angegebene Verlagsadresse galt zwischen 1805 und 1827; da aber die
datierbaren
Londoner Ausgaben dieses Werkes noch kurz vor 1800
veröffentlicht worden sind,
dürfte der vorliegende Druck eher früh anzusetzen
sein.
PLEYEL,
Ignace. Periodical
Sinfonie
[B-Dur]
for 2 Violins, Tenor & Bass, Horns &
Hautboys, ad Libitum: as
Performed at he
Principal Concerts [...] N° [hs.
2]. London,
Preston
[ca. 1790]. Vollst.
Stimmsatz in Stich, folio: Flauto
o Oboe primo, Flauto o Oboe secondo, Hr.1-2, Vl.1, Va.,
2×Basso. Teilweise etwas gebräunt.
Falz häufig gerissen, jedoch
ohne Folgeschäden; Hr.1 mit Reparaturstelle
(Papierhinterlegung).
Bestell-Nr. 126/59
Preis: € 120,00
RISM
P 2899 (nur zwei unvollst. Expl. weltweit, in D-Mbs nur Vl.1); BUC S.
797.
Benton 127 (1491). – Wie üblich wurde die
Stichplatte der Titelseite für
verschiedene gleichgeartete und -besetzte Werke verwendet und die
Nummerierung
handschr. eingetragen. Zu Beginn der Stimmen ist das Werk als SINFONIE
II bezeichnet.
PLEYEL,
Ignace. Sinfonie
Périodique
[Nr.
6, G-Dur] a deux Violons, Alto et
Basse, Cors et
Haut-bois ad Libitum […] Prix 4tt
4s. Paris, Imbault, Pl.-Nr. 118,
[1790]. Stimmen in Stich, folio: Ob.1, Vl.1-2, Va, Basso (Ob.2
u. Hörner
fehlen). Wasserrandig am Falz, gebräunt.
Bestell-Nr. 127/59
Preis: € 120,00
RISM
P 2908; BUC S. 697 (Pl.-Nr. fehlt). Benton 130 (1525). – Zu
Beginn der Stimmen
ist das Werk als 6e SINFONIE Périodique gezählt.
Benton gibt an, dass
einige Exempl. in den Stimmen stellenweise eine alte Pl.-Nr. (107)
erkennen lassen (dies ist bspw. in der Basso-Stimme
der Fall); dies ist
ein Relikt aus der bereits 1787 mit gleicher Pl.-Nr erschienenen
Ausgabe von
Imbault. Für die vorliegende Veröffentlichung
verwendete man die alten
Stichplatten und änderte lediglich die Pl.-Nr.
PLEYEL,
Ignace. Sinfonie
Périodique
[Nr.
13, C-Dur] a deux Violons, Alto et
Basse, Cors et
Haut-bois ad Libitum […] Prix 4tt
4s.
Paris, Imbault, Pl.-Nr. 177 [1792].
5 (von 8) Stimmen in Stich, folio: Ob.1, Vl.1-2, Va.,
Basso.
Vl.1-Stimme am Falz repariert und mit deutlichen Lagerungsspuren.
Übriges
Notenmaterial ordentlich (verblasster Wasserfleck).
Bestell-Nr. 128/59
Preis: € 120,00
RISM
P 2912. Benton 131 (1538). – Zu Beginn der Stimmen ist das
Werk als 13e
SINFONIE Periodique gezählt. Über das
Originalimpressum wurde ein
gedrucktes Etikett geklebt: Imported and Sold by Longman
& Broderip.
– Obwohl zur Zeit des Drucks die Französische
Revolution bereits ausgebrochen
war, kann Pleyel auf der Titelseite noch als Maître
de Chapelle de la
Cathedrale de Strasbourg firmieren.
PLEYEL,
Ignace. Concerto Per Violino principale [D-Dur] con
l’accompa-gnemento di due Violini, Viola, Basso, due Oboe, e
due Corni. Wien,
Artaria, Pl.-Nr. 248 [1788]. 6 von 7 S. Violino
Principale in Stich, folio (S. 7 in Kopie auf altem Papier).
Falz gerissen,
Titelseite gebräunt, Randschäden (ohne Textverlust).
Bestell-Nr. 129/59
Preis: € 80,00
RISM deest. Benton 103; konnte kein
Exemplar dieser
Ausgabe nachweisen und verzeichnet auch keinen Fundort.
PRIULI
ROMANINO, Giulio. A Favorite
Concerto
for the German Flute [G-Dur] with
Instrumental Parts [...]. London, Fentum [um 1775]. Stimmen
in Stich, folio:
Vl.1-2, Va., Vc. mit
Gb-Bezifferung. Geringe
Lagerungsspuren.
Bestell-Nr. 130/59
Preis: € 145,00
RISM
P 5483a (einziges Expl. In US-SM, dort neben der Fl. solo nur
Streicherstimmen). – Die angegebene Verlagsadresse galt
zwischen 1770 und 1781.
PUGNANI, Gaetano (1731–1798). Sei Sinfonie a
più stromenti, […]
Opera IX. Mis au
jour par M.r Venier, seul Editeurs des dits Ouvrages. […] Paris, Venier [um
1770]. Stimmen in Stich,
folio: Ob.1-2, Hr.1-2, Vl.1-2, Va.,
Basso. Alle
Stimmhefte in Papierumschl. d. Z. Sehr schön erhalten.
Bestell-Nr. 131/59
Preis: € 750,00
RISM P 5575 (nur
in 2 Bibliotheken: Basel, Paris). – In den Stimmen wurden die
Stücke als Overtura
bezeichnet; es handelt sich bei Nr. 2-5 um
dreisätzige Werke (entweder mit
der Abfolge langsam-schnell-Menuetto oder schnell-langsam-Menuetto);
Nr. 1 weist anstelle des Menuetts ein Allegro con spirito auf, die Nr.
6 ist
zur Viersätzigkeit erweitert (nach dem Menuetto folgt noch ein
Allegro assai).
Zum Komponisten wird auf der Titelseite Virtuoso di Camera e
Primo Violino
ala [sic] Corte di Torino angegeben.
Pugnani sei als Violinist „wohl
der größte Künstler seiner Zeit und seines
Landes“ gewesen (Schilling); er war
Schüler und danach Konkurrent Tartinis. Ebenso wie
später Paganini
veröffentlichte er seine Violinkonzerte nicht, sondern
reservierte sie sich zu
seiner ausschließlichen Verfügung. Um die
Publikation seiner übrigen Werke
dagegen bemühte er sich sehr, auch wenn sie, wie das
vorliegende, heute äußerst
selten geworden sind. In den Sinfonien (wie in seiner Kammermusik)
zeigt er
sich sehr experimentierfreudig; er wartet mit Lösungen auf,
die zu seiner Zeit
überraschen mussten „und beschritt damit neue
Wege“ (MGG/2). So gerät auch sein
Melolog Werther (nach Goethe) weit über
das Zeitübliche und ist nicht
nur deskriptiv, sondern auch dramatisch und höchst
eindringlich.
RICCI,
Francesco Pasquale (1732–1817). The
Periodical Overture [Es-Dur] In
8 Parts […] Number II. London, Bremner [1763].
Vollst. Stimmsatz in Stich, folio: Ob.1-2, Hr.1-2, Vl.1-2, Va.,
2×Basso. Sehr gut erhalten.
Bestell-Nr. 132/59
Preis: € 280,00
RISM R bzw. RR
1273 (nur 3 Expl.: GB,
S, US); BUC, S. 888. – Der aus
Como stammende Ricci gehörte dem Franziskaner-Orden an und
nannte sich Abbate.
– Hier handelt es sich um eine dreisätzige Sinfonie
mit einem Menuett als
letzem Teil.
RUSH,
George (lebte ca. 1760–1780 in London). Overture to the
Royal Shephard, an English Opera as Perform’d at the Theatre
Royal in Drury
Lane.
London,
Welcker [um 1764]. Stimmen in
Stich, folio: Ob.1-2 (1 S.), Fg.1-2, Hr.1-2, Vl.1-2, Va.,
B. Sehr schönes Exemplar.
Bestell-Nr. 133/59
Preis: € 220,00
RISM R 3188 (die
meisten genannten Exemplare sind unvollständig); BUC, S. 908.
– Der
lexikographisch nahezu unbekannte Rush hatte mit zwei Opern zu seiner
Zeit
einen ungewöhnlich großen Erfolg. The
Royal Shephard, dessen Ouvertüre
damals geradezu ein »Hit« gewesen ist, beruht auf
dem berühmten Text Il re
pastore von Metastasio und ist am 24. Februar 1764
uraufgeführt worden. –
Im 2. Satz sind statt der Oboen Flöten zu besetzen.
RUSH,
George. Overture to the
Capricious Lovers, an English Comic Opera Perform’d at Drury
Lane. London, Welcker [um 1764]. Stimmen
in Stich, folio:
Ob.1-2, Hr.1-2, Vl.1-2, Va.,
Basso. Sehr gut
erhaltenes Stimmenmaterial.
Bestell-Nr. 134/59
Preis: € 220,00
RISM
R 3183 (nur zwei unvollst. Exemplare, keines in D); nicht in BUC.
– Zweite Oper
des fast vergessenen Rush, mit der er rund ein halbes Jahr nach The
royal
shephard nochmals sehr erfolgreich war.
SCHOBERT,
Johann (ca.
1735–1767). Concerto IV
Pour le Clavecin [C-Dur] Avec
accompagnement
de deux Violons, Alto et
Basse Et deux Cors de Chasse
ad Libitum […] Op. XV. London, Bremner [1775]. 2 (von 7)
Stimmen in Stich,
folio: Clavecin, Vl.2. Klavierstimme am unteren
Rand ziemlich schadhaft
(ohne Textverlust). Im Übrigen gutes Exemplar.
Bestell-Nr. 135/59
Preis: € 100,00
RISM
S 2001 (von den 11 Exemplaren scheint nur ein einziges
vollständig zu sein;
keines in D); BUC, S. 930. – Schobert gehörte zu den
wenigen Zeitgenossen, die
Mozart schätzte.
SMETHERGELL, William
(1751–1836). A Favorite
Concerto for the Harpsichord or
Piano Forte [Es-Dur] with Accompaniments for Two
Violins, & a Violoncello […]
London, Longman & Broderip [1784]. 3 (von 4) Stimmen in Stich, folio:
Klavier, Vl.1,
Vl.2. Geringe Lagerungsspuren; Titelseite schwach gebräunt.
Insgesamt gut erhalten.
Bestell-Nr. 136/59
Preis: € 120,00
RISM
S 3630 (2 Expl., davon
nur 1 kplt.: Gb-Lbl); BUC, S.
957. – Das Konzert ist nur zweisätzig (1. Satz ohne
Tempoangabe, aber wohl ein
Allegro; 2. Satz: Rondeau – Moderato). – Der
Komponist wird auf der Titelseite
als Organist of St. Mary at Hill, and Allhallows Barking
London bezeichnet,
eine Stellung, die er zwischen 1770 und 1823 bekleidete.
VOGEL,
Johann Christoph
(1756–1788). Ouverture de
Demophon, à grand Orchestre. Offenbach, André,
Pl.-Nr. 796 [1795]. Stimmen
mit Duplierstimmen in Stich, folio: Fg.1+2, Hr. 1-2, Pos.1+2+3,
6×Vl. 1,
7×Vl.2, 4×Va.,
5× Basso; es fehlen: Fl.1-2,
Ob.1-2, Klar.1-2, Tr.1-2, Pk (vgl. entsprechende Titelangabe bei RISM V
2270).
Stimmen hervorragend erhalten.
Bestell-Nr. 137/59 Preis:
€ 120,00
RISM
V 2269. Matthäus S. 287. – Stimmenmaterial aus dem
Vorbesitz des Orchesters
»Felix meritis« (Amsterdam). – Der Druck
RISM V 2272 nennt ohne einen Hinweis
auf ein Arrangement zur Bläserbesetzung lediglich [2] Oboen
und [2] Hörner. –
Die Ouvertüre muss sehr populär gewesen sein, da RISM
insgesamt 35 (!)
zeitgenössische Drucke (darunter alle möglichen
Arrangements) verzeichnet. –
Der mit Mozart gleichaltrige, aus Nürnberg gebürtige
Vogel lebte seit 1776 als
Hornist in verschiedenen Stellungen in Paris, wo seine Oper
»Demophon« 1789
uraufgeführt worden ist. Die Ouvertüre hielt sich
ungefähr zehn Jahre lang auf
den Konzertprogrammen der Pariser »Loge Olympique«.
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